Presse 2025
Vereine laden zum Weihnachtsglühen ein
Stimmungsvolles Nikolausfest
IVZ-bericht vom 13.10.2025
Von Redaktion IVZ
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Weihnachtsglühen in Hörstel: Festlich geschmückter Marktplatz, Glühwein, Bastelaktionen und Musik laden Jung und Alt zum stimmungsvollen Nikolaustag ein. | Foto: KLJB Hörstel
Das Weihnachtsglühen der KLJB Hörstel geht in die vierte Runde und verspricht auch in diesem Jahr, ein stimmungsvoller Treffpunkt für Jung und Alt zu werden. Die Veranstaltung findet am Nikolaustag ab 15.30 Uhr auf dem festlich geschmückten Marktplatz in Hörstel statt. Dort laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren, wie die Veranstalter schreiben.
Der Marktplatz wird mit Lichterketten, Weihnachtsmarktbuden und liebevoller Dekoration in eine gemütliche Winterlandschaft verwandelt. Zahlreiche Hörsteler Vereine bieten Glühwein, Feuerzangenbowle und weihnachtliche Leckereien an.
Für Kinder sind besondere Überraschungen geplant, darunter Bastelangebote und der Besuch des Weihnachtsmanns. Musikalisch wird das Fest vom Spielmannszug „Knobben-Poggen“ und dem Blasorchester Hörstel begleitet.
„Man merkt richtig, wie sehr sich die Leute freuen, wenn in Hörstel etwas los ist“, wird Johanna Leewe, Vorstandsmitglied der KLJB Hörstel und Teil des Organisationsteams, in der Ankündigung zitiert.
Ein weiterer Grund zur Freude ist die Auszeichnung mit dem Heimat-Preis, bei dem das Weihnachtsglühen in diesem Jahr den ersten Platz belegt hat. Das Preisgeld wird genutzt, um das Fest durch neue Anschaffungen noch attraktiver zu gestalten.
Vereine und Einrichtungen, die noch teilnehmen möchten, können sich bis zum 31. Oktober unter 01573/ 1834190 bei Christin Altmann melden. Es gilt das Prinzip: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.
Collins aus Ghana lebt und lernt in Hörstel
Aktionskreis Kulmasa hat vermittelt
IVZ-Bericht vom 27.08.2025
Von Marianne Sasse
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Melanie Rößner, Geschäftsführerin und Gesellschafterin der Unternehmensgruppe Beermann (l.), Personalleiterin Birthe Niehaus (2.v.r.) und der Elektro-Bereichsleiter Jörg Mazanek (r.) sind voll des Lobes für den jungen Hospitanten Collins Seukuung (2.v.l.), ebenso wie seine Gastvater Ludger Hinterding (Mitte). | Foto: Marianne Sasse
„Wir freuen uns, dass Collins hier ist, und hoffentlich auch als zukünftiger Mitarbeiter“, sagt Melanie Rößner, Geschäftsführerin und Gesellschafterin der Unternehmensgruppe Beermann. Auch Personalleiterin Birthe Niehaus und der Elektro-Bereichsleiter Jörg Mazanek sind voll des Lobes für den jungen Hospitanten aus Ghana. „Collins war eine echte Bereicherung, fachlich wie menschlich“, lobt Mazanek den 23-Jährigen. Die Hospitation habe gezeigt, wie wertvoll internationale Zusammenarbeit für die Energiewende ist.
Im Rahmen der internationalen Unterstützung für die Energiewende hospitierte Collins Seukuung in der Smart Energy Abteilung der Beermann Unternehmensgruppe in Riesenbeck. Er kommt aus Wa in Ghana, einer großen Stadt nördlich von Kulmasa, der Partnergemeinde des Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V. Ludger Hinterding, der Vorsitzende des Aktionskreises Kulmasa, bemühte sich um diese Hospitationsmöglichkeit.
Am Ende der dreimonatigen Zeit bei der Beermann Unternehmensgruppe, die diese Woche endet, beschreibt der Bereichsleiter Collins als freundlich, offen und immer gut gelaunt. Er habe von Beginn an großes Interesse an nachhaltiger Energietechnik gezeigt. Besonders begeistert sei er von Photovoltaik und E-Mobilität.
In seiner Heimat absolvierte Collins eine schulische Ausbildung zum Elektriker mit Schwerpunkt Solartechnik. „Die Klassen sind groß, es ist mehr Theorie als Praxis und oft fehlt es an Material, um selbst handwerklich tätig zu werden“, erzählt er. Collins musste die schulische Berufsausbildung in seiner Heimat gut abschließen und ein halbes Jahr Deutsch lernen, bevor er die Chance bekam, zu der begehrten Hospitation nach Deutschland reisen zu dürfen.
Theoretisch hat er einiges gelernt in der Schule, denn Jörg Mazanek bescheinigt ihm solide elektrotechnische Vorkenntnisse, einen sicheren Umgang mit Strom und Sicherheitsvorschriften. Er beschreibt ihn als engagierten Nachwuchstechniker, als fachlich versiert und wissbegierig. Unterschiedliche Arbeitsweisen zwischen Ghana und Deutschland hätten zu spannenden Gesprächen und gegenseitigem Lernen im Team geführt. In der Unternehmensgruppe Beermann hat er an zukunftsweisenden Projekten mitgearbeitet. Laut Mazanek war er am neuen Energiekonzept in Riesenbeck beteiligt, an der Erweiterung der PV-Anlage um 1.200 kWp, an der Installation von 36 E-Ladesäulen und an der Integration von zwei neuen Transformatoren mit je 1800 kVA.
In Wa ist Collins nach dem frühen Tod seiner Mutter bei seiner Tante aufgewachsen. Seine Gasteltern in Hörstel sind Maria und Ludger Hinterding. Seit dem 4. Juni lebt er bei ihnen. Zunächst lernte er die neue Kultur kennen, erkundete die Umgebung.
Vieles war für ihn neu. Erstmals ist er mit einem Flugzeug geflogen und mit einem Zug gereist, erstmals hat er Pferde und auch Schiffe gesehen. Das Essen, das ihm hier sehr gut schmeckt, wie er versichert, ist anders als in seinem Zuhause, ebenso die Landschaft, in der er das satte Grün und die vielen Blumen bewundert. Die Straßen sind gut ausgebaut, ganz anders als in seiner Heimat.
Darüber hinaus lernte er deutsche Traditionen kennen. Er war bei Familienfesten dabei und auch beim Schützenfest in Hörstel. Seinen Geburtstag hat er hier gefeiert. In Ghana ist es ein normaler Tag ohne Glückwünsche, ohne Geschenke, ohne Feier. Die Liste der neuen Eindrücke ist lang.
Collins ist gläubiger Christ und geht an den Sonntagen in den Gottesdienst, in seiner Heimat und auch in Hörstel. Hier beeindruckt ihn die Orgelmusik, die er aus Ghana nicht kennt. Aber er wundert sich über die leere Kirche und fragt sich, warum keine jungen Menschen am Gottesdienst teilnehmen. Das kennt er aus Ghana anders. Die Kirchen sind voll, die Gottesdienste sind fröhlich, mit Tanz, Gesang, Bewegung und Trommeln.
„Deutschland ist ein schönes Land mit netten Menschen.“
Collins Seukuung kehrt mit positiven Eindrücken nach Ghana zurück.
Collins ist gerne in Hörstel. „Deutschland ist ein schönes Land mit netten Menschen“, sagt er mit strahlenden Augen. Er ist in seiner Gastfamilie integriert, er kennt die Kinder und Enkelkinder und hat sie in Herz geschlossen, genauso wie seine Gasteltern. Diese schätzen seine freundliche, offene Art und seine Hilfsbereitschaft. „Collins ist eine Bereicherung für uns“, sagen sie übereinstimmend. „Wir sind sehr glücklich und freuen uns, dass er bei uns ist. Er ist Teil unserer Familie geworden.“
Wenn er nun nach Ghana zurückkehrt, kehrt er in die Arbeitslosigkeit zurück, denn nur selten kann er in seinem Beruf arbeiten. Die Menschen sind zu arm, um sich Solartechnik leisten zu können. Er arbeitet dann als Tagelöhner, wenn es überhaupt Arbeit gibt.
Er möchte in seiner Heimat weiterhin Deutsch lernen für seinen Traum, in Deutschland eine richtige Ausbildung im Elektrobereich machen. Dieser Traum ist zum Greifen nahe. Auch wenn dafür viele bürokratische Hürden überwunden werden müssen, stehen die Zeichen auf „Grün“.
Vom Traum zur Realität in Kulmasa
Ghana-Hilfe im Fokus
IVZ-Bericht vom 01.07.2025
Von Marianne Sasse
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Als Geschenk erhielt Schwester Rita einen Lebensbaum mit Fingerabdrücken, den sie nach Kulmasa mitnehmen wird. | Foto: Aktionskreis Kulmasa
„Als wir vor fünf Jahren nach Kulmasa kamen, gab es dort nichts. Wir kamen mit Hoffnung und Träumen“, erinnert sich Schwester Rita vom Orden der Mission Sisters an die Zeit, als sie und ihre Mitschwestern in Kulmasa im Norden Ghanas eintrafen. „Mittlerweile haben wir einen florierenden Landwirtschaftsbetrieb, eine Klinik, in der pro Monat mehr als 1000 Menschen behandelt und Kinder geboren werden, ein Labor, eine Apotheke und sogar einen Schwesternkonvent“, fasst sie zusammen, was in Kulmasa in den vergangenen Jahren auf die Beine gestellt wurde. Martin Wilde, Kooperator und Ansprechpartner des Aktionskreises Kulmasa, Pater Hagen, Hörstel e.V., ergänzt: „Man sagt manchmal salopp: ‚Es ist ein Wunder, was da geschehen ist.‘ Natürlich ist das Wunder kein Wunder, sondern, sicherlich auch mit etwas Kraft von ganz oben, ist es vor allem durch gute Kooperation entstanden.“
Schwester Rita und Martin Wilde aus Ghana waren jetzt bei Familie Hinterding zu Gast, um die Mitglieder des Aktionskreises und weitere Interessierte über den Stand der Entwicklung in Kulmasa aus erster Hand zu informieren. Mit dabei waren auch drei junge Männer aus Ghana, die ihre Ausbildung zu Solartechnikern, die sie in Ghana erhalten haben, jetzt in einem längeren Praktikum in Firmen in der Region ausbauen. Einer von ihnen wohnt bei Familie Hinterding in Hörstel, zwei weitere in Nordwalde.
Deutlich wurde an diesen Abend, dass vor allem Martin Wilde dafür gesorgt hat, dass Gelder aus verschiedenen Töpfen in die Projekte der Schwestern geflossen sind. Dazu gab es weitere Organisationen, die gespendet haben, und auch der Aktionskreis aus Hörstel half mit, mit Sach- und Geldspenden und mit „Manpower“. So waren Hermann Determeyer, Ludger Hinterding und Franz-Josef Egelkamp mehrere Wochen vor Ort, um den Landwirtschaftsbetrieb zum Laufen zu bringen.
Wichtig ist den Schwestern, Gesundheitsvorsorge durch Aufklärung über gesunde Ernährung und Hygienemaßnahmen bis in die entlegenen Dörfer zu bringen, Frauen zu stärken und ihnen Einkünfte zu sichern. So bauten sie, auch mit finanzieller Unterstützung des Aktionskreises, ein Seifenprojekt auf. Frauen aus der Region Kulmasa stellen Seifen her und verkaufen sie. Ein Teil des Erlöses ist ihr Verdienst, der andere Teil fließt in das Projekt zurück, um neue Rohstoffe zu kaufen.
Schwester Rita berichtete auch, dass es ihr und ihren Mitschwestern wichtig ist, die Menschen vor Ort bei allem, was sie planen und durchführen, zu beteiligen, damit diese sich damit identifizieren. Durch ihre Maßnahmen bringen sie auch Arbeit in die Region. Sie haben mittlerweile 70 Angestellte. Und sie kooperieren mit der Pfarrgemeinde „Heilige Familie“. Um den Bezug zur Kirchengemeinde zu betonen, erhielt ihr Krankenhaus den Namen der Pfarrgemeinde.
Sie erzählte auch, dass sie mit ihrer Arbeit manchmal an Grenzen stoßen, insbesondere wenn es um die Selbstbestimmung von Frauen geht, weil es noch starke traditionelle Strukturen gibt. Durch die Projekte, zum Beispiel das Seifenprojekt, durch das eigene Rollenvorbild und die Bildungsarbeit, für die insbesondere der Aktionskreis Kulmasa aus Hörstel eintritt, sollen die Frauen gestärkt werden. „Es ist ein langer Weg, an dem wir im Sinne von Pater Bernhard Hagen dranbleiben müssen“, machte Ludger Hinterding, der Vorsitzende des Aktionskreises Kulmasa, deutlich.
Vom Aktionskreis erhielt Schwester Rita ein Geschenk, einen Lebensbaum mit Fingerabdrücken, der am Stand des Aktionskreises auf dem diesjährigen Marktzauber am Kloster Gravenhorst von Besuchern entstanden ist. Die Schwester bedankte sich, auch im Namen aller in Kulmasa, wohin sie das Bild mitnehmen wird.
Marktzauber lockt Massen zum Kunstkloster
Rote Rosen für Europa
IVZ_Bericht vom 26.05.2025
Von Günter Benning
Regen? Egal! Beim Gravenhorster Marktzauber sorgten Rosen, Schaffelle und Jazz trotzdem für gute Laune – und ein weißer Tesla sorgte für staunende Blicke…
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Gärtner Christian Dieckmann (2.v.r.) baut 80 verschiedene Tomaten an. In Gravenhorst sind seine Kräuter die Renner. | Foto: Günter Benning
Melissa Duarte aus Leiria in Portugal hatte den schönsten Job beim Gravenhorster Marktzauber. Die Schülerpraktikantin beim Europa-Direkt-Projekt der Europa-Union verteilte rote Rosen. Kein Wunder, dass sie nur nette Leute traf. „Hier ist es fantastisch“, lacht sie.
Und das bisschen Regen? Sorgte natürlich dafür, dass am Morgen die Besucher etwas spärlich auf das Klostergelände dröppelten. Aber nachmittags gab es ja sogar Sonne und der Parkplatz, der vom Gravenhorster Schützenverein organisiert wurde, füllte sich mächtig.
Marktzauber – das lockt Menschen von überall her. „Wir kommen aus Osnabrück“, sagt Hans-Peter Preiß, der mit seiner Frau regelmäßig Märkte in Deutschland abklappert, „zwei Stunden Fahrt, 45 Minuten schlendern, aber es lohnt sich“.
Preiß hatte auch schon festgestellt, dass auf diesem Markt auch durchaus gehobene Waren den Besitzer wechseln: „Bei einem Handwerker aus Georgsmarienhütte kostete ein handwerklich gut gemachtes Schneidebrett 200 Euro“, sagt er. Und während er am Stand gestanden habe, seien drei davon verkauft worden.
Anderswo waren die Preise schon moderater. Trotzdem war vieles handgemacht. Wie die Seifen von Heide Kuhnert: „Ich habe selbst Neurodermitis“, sagt die Handwerkerin. Darum fing sie vor Jahren an, Seifen ohne Palmöl, Mineralöl oder Silikon herzustellen. „Haben Sie auch Hundeseife?“, wollte eine Besucherin wissen. „Die muss noch reifen“, bedauert Kuhnert, „sechs Wochen lang.“
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Melissa Duarte ist Praktikantin aus Portugal am Stand der Europa-Union und verteilt rote Rosen. | Foto: Günter Benning
Die Kundin wanderte weiter zu Schäfer Markus Lanfer aus Gescher, um sich ein warmes Schaffell zu kaufen. „Ich habe extra im Internet nachgesehen, ob er auch da ist“, sagt Petra Schulte aus Emsdetten.
Eigentlich wollte sie sich das Fell schon in Emsdetten besorgen, aber da hatte sie kein Portemonnaie dabei. Lanfer ist gut ausgestattet. Obwohl die Schäferei nur sein Hobby ist, kann man bei ihm per EC-Karte zahlen. „Das braucht man heute einfach“, sagt er. Zumindest, wenn die Rechnung mal über 20 Euro hinaus geht.
Petra Schulte ist zum ersten Mal beim Marktzauber: „Super, nicht zu eng, schöne Atmosphäre“, lobt sie. Über 70 Stände bieten hier ihre Waren an. Dazu gibt es ein Kulturprogramm mit der Jazzband der Musikschule Ibbenbüren und der plattdeutschen Band Strauhspier, die auf der offenen Bühne auftrat.
Das Lob war Musik in den Ohren von Organisatorin Ann-Malin Eckert, die zum ersten Mal die Verantwortung für die Großveranstaltung trägt. Sie kann sich auf ein großes ehrenamtliches Team verlassen, den Schützenverein, den Förderverein: „Ohne die würde das gar nicht funktionieren.“
So ein Event ist natürlich auch pure Werbung für den Kreis Steinfurt, dessen Tourismus-Abteilung an ihrem Stand dauernd belagert war. Tipps für Radtouren und Veranstaltungen gingen weg – und natürlich die kostenlosen Sattelschoner und Regencapes. „Es gibt ein großes Interesse daran, was man hier unternehmen kann“, sagt Sabine Asbach-Walters vom Kreis.
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Puppenspielerin Jennifer Jefka unterhält die Kinder. | Foto: Günter Benning
Einer, der sich eigentlich über den Regen freute, war Gärtner Christian Dieckmann aus Steinfurt. Seine Beete brauchen Wasser. Zu Hause hat er 80 verschiedene Tomatensorten im Gewächshaus. Hier gingen vor allem Kräuter gut. Zum Beispiel die Lakritz-Tagetes: „Riecht nicht, aber schmeckt wie Lakritz. Gut zum Naschen“, wirbt der Gärtner.
Für die Zeit der Regenschauer gab es im Kloster natürlich Kunst. Das aktuelle Jahresthema ist „Wetter.Kriege.Plagen“. Junge Kunsttalente stellen ihre Werke im Westflügel aus. Und für die kleinen Kinder, war Zirkusdirektorin Pippi Poppins (Jennifer Jefka) engagiert, die mit ihrem Metermaß alles neu vermaß.
Die Puppenspielerin hat in Berlin studiert und stammt eigentlich aus den USA. Sie war mit einem weißen Tesla gekommen, neben dessen Kennzeichen zeitgemäß stand: „Fuck you, Elon“.
In zehn Jahren 160.000 Euro überwiesen
Aktionskreis Kulmasa
IVZ-Bericht vom 15.05.2025
Von Marianne Sasse
HÖRSTEL. Die Hilfe ist groß, die auch vergangenen Jahr vom „Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V.“ für Kulmasa und seine 25 Gemeinden im Norden Ghanas geleistet wurde. Das wurde deutlich im Jahresrückblick des alten und neuen Vorsitzenden Ludger Hinterding auf der Jahreshauptversammlung des Vereins am Dienstagabend im Pfarrzentrum St. Antonius.
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Der Vorstand des Aktionskreises Kulmasa Pater Hagen, Hörstel (v.l.): erster Vorsitzender Ludger Hinterding, neue Beisitzerin Manuela Wallmeyer, Schriftführerin Maria Hinterding, Kassierer Franz-Josef Egelkamp. Es fehlt die stellvertretende Vorsitzende Ulla Jung. | Foto: Marianne Sasse
Er setzte den Schwerpunkt auf die finanziellen Hilfen. Für vier Jugendliche zahlt der Verein aktuell die Kosten für Ausbildung und Unterbringung. Zwei von ihnen beendeten im April ihre Lehrzeit als Maurer und Elektriker. Für sie rückten zwei Jugendliche nach. Einem weiteren Mädchen wurde die Ausbildungsfinanzierung in der Krankenpflegeschule zugesagt.
6.500 Euro hat der Verein für Aushilfslehrer gezahlt, ohne die unzählige Kinder in der Schule nicht betreut und beschult werden könnten. Geld unter anderem für Schulmöbel und Spielgeräte wurde aus Hörstel überwiesen, ebenso für die Installation einer Solaranlage zum Betrieb einer Wasserpumpe und für die Stromversorgung von Pfarrhaus und Schulgebäuden.
16 Fahrräder wurden für die Sprecher der Ortsgemeinden gekauft, damit sie aus den weit abgelegenen Gemeinden an den Treffen des Partnerschaftskomitees teilnehmen können, ein Motorrad für die Katechisten, um nur einiges zu nennen.
16 Fahrräder wurden für die Sprecher der Ortsgemeinden gekauft, damit sie aus den weit abgelegenen Gemeinden an den Treffen des Partnerschaftskomitees teilnehmen können, ein Motorrad für die Katechisten, um nur einiges zu nennen.
Beim Besuch einer Delegation des Aktionskreises aus Hörstel im vergangenen Jahr in der Gesundheitsstation in Kulmasa wurde über das Erfolgsmodell des Schlangengiftfonds berichtet, den der Aktionskreis ins Leben gerufen hat, und mit dem mittlerweile rund 100 Menschen jährlich gerettet werden können. „Um den betroffenen Menschen in den weit abgelegenen Dörfern rechtzeitig ein Schlangengift-Antidot verabreichen zu können, wünschten sie sich ein Motorrad. Dank einer großzügigen Einzelspende konnte das Motorrad noch im Dezember bestellt werden“, sagte Hinterding, und „dank vieler Spender konnten wir in den zehn Jahren unseres Bestehens bislang insgesamt 160.000 Euro für Hilfsprojekte überweisen.“
Immer wieder versucht der Vorsitzende auch, Geld von Stiftungen und anderen Institutionen für die Finanzierung bestimmter Projekte zu erhalten, aktuell für drei Wasserbohrungen. Gerade hat er allerdings die Information erhalten, dass diese Anträge erst einmal auf das nächste Jahr verschoben werden müssen. „Jetzt sind wir dringend auf Spenden angewiesen, weil die Gemeinden auf die Wasserbohrungen warten. Die Menschen müssen rund drei Kilometer weit für Wasser laufen, und das bei Temperaturen von 30 bis 40 Grad.“
Auch der Klimawandel ist in Ghana deutlich spürbar. Schon im vergangenen Jahr ist wegen des fehlenden Regens besonders die Erdnuss und Süßkartoffelernte weitgehendst ausgefallen, berichtete Hinterding. Schon da war abzusehen, dass es Hungerprobleme geben wird. Vor drei Wochen schrieb Father Tanti dann, dass auch in diesem Jahr die Erdnussernte weitgehend ausfällt. „Da ist unsere weihnachtliche Unterstützung der Armenspeisung nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, so der Vorsitzende.
Durch die Vermittlung von Ghana-Koordinator Martin Wilde kommen zehn junge Handwerker aus Ghana für eine dreimonatige Hospitation nach Deutschland. Nach Hörstel kommt ein junger Mann, der eine Ausbildung zum Elektriker gemacht hat und sich als Solartechniker weiterbilden möchte. Er wird in der Firma Beermann in Riesenbeck hospitieren und in Hörstel bei Familie Hinterding wohnen.
Einen ausführlichen Kassenbericht gab Kassierer Franz-Josef Egelkamp. Er erklärte auch, wie die Gelder verteilt und wie die Ausgaben überprüft werden. „Es wäre schön, wenn weiterhin bei Beerdigungen, runden Geburtstagen oder anderen Anlässen an uns gedacht wird, denn jeder Euro wird gebraucht“, so Egelkamp.
Die Teilnahme am Marktzauber am 25. Mai am Kloster Gravenhorst war ein weiteres Thema des Abends. Der Aktionskreis Kulmasa wird wieder mit einem Stand vertreten sein, in diesem Jahr neben den Verkaufsschlagern mit einem ganz neuen Warensortiment, mit Bastelaktionen für Kinder und Probieraktionen für Erwachsene.
Bislang wurde alle zwei Jahre der gesamte Vorstand gewählt. Nun soll es eine andere Regelung geben, bei der in jedem Jahr die Hälfte des Vorstandes gewählt wird. So wurden in diesem Jahr der erste Vorsitzende und die Schriftführerin für zwei Jahre, die stellvertretende Vorsitzende und der Kassierer für ein Jahr gewählt. Zusätzlich wurde eine Beisitzerin in das Vorstandsteam aufgenommen.
Alle Amtsinhaber stellten sich zur Wiederwahl. Damit bleibt Ludger Hinterding erster Vorsitzender, Ulla Jung stellvertretende Vorsitzende, Franz-Josef Egelkamp Kassierer und Maria Hinterding Schriftführerin. Neue Beisitzerin ist Manuela Wallmeyer. Sie wurde für zwei Jahre gewählt. Alle Wahlen waren einstimmig. „Es tut gut zu wissen, dass man sich auf euch verlassen kann.“ Mit diesem Satz, den Pater Hagen wenige Tage vor seinem Tod gesagt hat, beendete Hinterding die Versammlung.
Ein Motorrad für Kulmasa
Schneller Transport von Antidoten
IVZ-aktuell vom 16.04.2025
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Pfarrer Tanti (2.v.l.) überreicht das Motorrad an Mitarbeiter der Gesundheitsstation Kulmasa. | Foto: Aktionskreis Kulmasa
Der Gesundheitsstation in Kulmasa, Ghana, ist ein dringend benötigtes Motorrad übergeben worden, ermöglicht durch den Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V. Damit können lebensrettende Antidote nach Schlangenbissen schnell verteilt werden.
In diesen Tagen wurde der Gesundheitsstation der Gemeinde Kulmasa in Ghana ein dringend benötigtes Motorrad übergeben. Der Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V. hatte dies möglich gemacht.
2018 hatten Vertreter des Aktionskreises die Partnergemeinde in Ghana besucht. Dort wurden sie aufmerksam gemacht auf die mangelhafte Versorgung der Region mit einem Gegenmittel nach Schlangenbissen. So verstarben regelmäßig eine Reihe von Menschen nach den Bissen. Es wurde ein „Schlangengiftfond“ von den Hörstelern eingerichtet. Dadurch kann immer ein Vorrat von Antidot vorgehalten werden.
Das sprach sich in der Region schnell herum und die Nachfrage wurde immer größer. Waren es im ersten Jahr 15 Menschen, deren Leben mit einer Gegengiftspritze gerettet werden konnte, sind es inzwischen jedes Jahr rund 100 Menschenleben, die gerettet werden können, heißt es in einer Mitteilung des Aktionskreises Kulmasa.
Um den Menschen nach einem Schlangenbiss oft stundenlange Märsche von 30 Kilometern und mehr unter sengender Sonne zu ersparen, wurde der Wunsch nach einem Motorrad geäußert. Damit können die Krankenpfleger und -schwestern in die entlegenen Regionen fahren und das Leben rettende Antidot vor Ort verabreichen. Der Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V. konnte jetzt dank der Unterstützung von Spendern das gewünschte Motorrad zur Verfügung stellen.
Weitere Informationen über den Aktionskreis und Unterstützungsmöglichkeiten auf der Webseite: www.Kulmasa-Hoerstel.de.
Aktionskreis Kulmasa profitiert von Dokoturnier
Männer-Netzwerk St. Reinhildis
IVZ-Bericht vom 13.02.2025
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Ludger Hinterding vom Aktionskreis Kulmasa (l.) nimmt die Spende des Männer-Netzwerks aus den Händen von Michael Jürgens entgegen. Foto: Männer-Netzwerk
Im neuen Pfarrsaal von Hörstel wurde bei einem spannenden Doppelkopfturnier nicht nur der Kartenkönig gekürt, sondern auch ein beachtlicher Betrag für einen guten Zweck erspielt.
Bei einem Doppelkopfturnier im neuen Pfarrsaal in Hörstel ist ein Reinerlös von 445,25 Euro erzielt worden. Diese Summe hat jetzt Michael Jürgens vom Männer-Netzwerk St. Reinhildis an den Vorsitzenden des Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V., Ludger Hinterding, übergeben. Das Geld soll in erster Linie Kindern in Kulmasa den Zugang zu Bildung ermöglichen, heißt es in einer Pressemitteilung.
Es war bereits das dritte Turnier und lockte diesmal 46 Spielerinnen und Spieler an. Rolf Bäumker sicherte sich mit 81 Punkten den ersten Platz und freute sich über einen Geldpreis in Höhe von 100 Euro. Weitere 21 Teilnehmende wurden mit Geld-, Sachpreisen oder Gutscheinen belohnt, die die Gewerbetreibenden der Stadt zur Verfügung gestellt hatten.
Grundsätzlich lädt das Männer-Netzwerk alle interessierten Männer zur Teilnahme an seinen Treffen ein. Die Termine werden rechtzeitig auf der Homepage der Kirchengemeinde St. Reinhildis und in der Tageszeitung bekannt gegeben.
Dies sind die nächsten Termine: am 29. März eine Fahrt nach Telgte mit Einführung in den Wallfahrtsort durch Probst Dr. Michael Langenfeld, ein Gesprächsabend am 3. April zum Thema Pastoraler Raum und eine Betriebsbesichtigung der Firma Brinkmann Möbelelemente Ummantelungswerke (BMU).
AKTIONSKREIS KULMASA – PATER HAGEN, HÖRSTEL E.V. BESTEHT SEIT ZEHN JAHREN
Besuch einer Delegation bei der Kirchengemeinde “Heilige Familie“ in Kulmasa/Ghana
Hörsteler Stadtmagazin – Ausgabe 170
Seit zehn Jahren besteht bereits eine partnerschaftliche Beziehung zwischen der St. Reinhildis Kirchengemeinde in Hörstel und der noch jungen Kirchengemeinde „Heilige Familie“ in Kulmasa. Ausgangspunkt für die Zusammenarbeit war dabei der mittlerweile verstorbene Missionar, Pater Bernhard Hagen, von den Weißen Vätern. Die Weißen Väter lebten bis vor einigen Jahren auf dem Gelände des heutigen Samariterwerks und unterstützten lange Zeit das kirchliche Leben in Ortsteil Hörstel. Pater Hagen baute die Verbindung während seiner beruflichen Zeit in Ghana auf.
it der Gründung der dortigen Kirchengemeinde wurde auch in Hörstel ein Aktionskreis ins Leben gerufen, um die dortige Bevölkerung zu unterstützen. Mit dem Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V. ist diese Hilfe heute auf eine breite Basis aufgebaut. Zahlreiche Projekte konnten in den Jahren umgesetzt werden. Im muslimisch geprägten Land Ghana wurden durch die finanziellen Mittel, die aus Hörstel in das afrikanische Land gesandt werden, ein katholisches Zentrum mit Grundschule, weiterführender Schule und eine neue Wasserversorgung aufgebaut. Darüber hinaus setzt die KulmasaHilfe vor allem auch in der schulischen und handwerklichen Ausbildung an. Die gesammelten Spenden sorgen in Ghana unter anderem dafür, dass Lehrer und Hilfslehrer bezahlt werden und ältere Schüler die Möglichkeit einer beruflichen Förderung bekommen können.
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Ein weiterer Bereich ist die Verbesserung der gesundheitlichen Situation. Durch Spenden war es möglich einige Impfstoffe vorzufinanzieren, um beispielsweise giftige Schlangenbisse (ca. 100 Angriffe im Jahr sind regelmäßig zu verzeichnen) behandeln zu können. Nach den Erstanschaffungen unterstützen die Einheimischen mit ihren Familien diese Behandlungen mit eigenen finanziellen Mitteln, sodass sich diese Maßnahme heute selbst trägt.
Über das Sternsingerwerk in Aachen wurde darüber hinaus aktuell ein neuer Kindergarten gebaut. In dieses Projekt fließen unter anderem die Spenden der Sternsinger aus dem Seelsorgebereich St. Antonius Hörstel mit ein. Damit diese Projekte spätestens nach drei Jahren realisiert werden, unterstützt auch das Sternsingerwerk in Aachen mit eigenen Geldern diese Vorhaben, worüber die Verantwortlichen des Aktionskreises und die Menschen in Kulmasa sehr dankbar sind.
Dieses gemeinsam begleitete letzte Projekt schaute sich die fünfköpfige Gruppe aus Hörstel im Herbst dieses Jahres an. Ludger und Maria Hinterding, Marita und Norbert Hembrock sowie Franz-Josef Egelkamp konnten sich von der aktuellen Situation vor Ort direkt ein Bild machen.
Reisen in die Außenbereiche von Kulmasa brachten die Hörsteler-Gruppe unter anderem auch zum neuen Sternsinger-Projekt. Im etwa 23 km entfernten Dorf Tampoe ist die Grundschule baufällig und soll mit den Spenden der kommenden drei Jahre aus Hörstel und dem Sternsingerwerk neu aufgebaut werden. Aktuell gehen auf diese Schule rund 100 Kinder. Doch nicht nur in dieses Bauprojekt fließen aktuell die Spenden. Zur medizinischen Versorgung wurde aktuell ein neues Motorrad benötigt, damit die Familien in den entlegenen Dörfern überhaupt besucht und medizinisch versorgt werden können. Erfreulicherweise sei auch diese Maßnahme nach der Rückkehr der Gruppe bereits finanziell gesichert, freut sich Ludger Hinterding.
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Spenden, so Ludger Hinterding, würden aber nicht nur in finanzieller Form benötigt. „Bei unserer Reise haben wir festgestellt, dass eine Unterstützung für die Kommunikation zwischen den einzelnen Dörfern ebenfalls gut wäre.“ Vor allem ausgediente aber noch funktionstüchtige Handys würden gebraucht, damit sich die Vertreter der einzelnen Dörfer nicht auf stundenlange Fußmärsche machen müssten, wenn Projekte und Entscheidungen in der Region um Kulmasa abgestimmt werden müssen.
Weitere Informationen über den Arbeitskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V. findet man unter www.kulmasa-hoerstel.de. Spenden können auf die IBAN-Nr. DE59 4035 1060 0074 0553 85 des Vereins erfolgen.
von Christian Allrogge
Mehr als 10.000 Euro für eine Schule in Kulmasa
Sternsinger Hörstel und Ostenwalde
Von Redaktion IVZ Hörstel · Freitag, 10.01.2025 – 15:45 Uhr
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Mehr als 10.000 Euro sammelten die Sternsinger in Hörstel und Ostenwalde. | Foto: Pfarrgemeinde St. Reinhildis
Mit frohem Gesang und ihrem besonderen Auftrag zogen die Sternsinger durch Hörstel und Ostenwalde. Trotz der winterlichen Kälte verbreiteten sie Hoffnung und Freude – und sammelten eine beeindruckende Summe für ein Projekt in Ghana.
über die sie sich sehr gefreut haben, heißt es in der Mitteilung abschließend.
Am vergangenen Wochenende waren die Sternsinger bei kalten Temperaturen aber trockenem Wetter auch in Hörstel und Ostenwalde unterwegs. 19 hochmotivierte Kindergruppen in Begleitung der Eltern und eine Gruppe von Erwachsenen haben den Segen für das neue Jahr zu den Häusern gebracht.
Die Kindergärten im Ortsteil Hörstel sowie das Seniorenzentrum „Marienhof“ wurden am Montag und Dienstag besucht.
Das vorläufige Spendenergebnis beläuft sich laut Pressemitteilung auf 10.005,79 Euro. Das Geld soll beim Bau einer Schule in Kulmasa/Ghana helfen. Bereits beim Einkleidetermin der Sternsinger im neuen Pfarrzentrum im Dezember zeigte Ludger Hinterding (Arbeitskreis Kulmasa) den interessierten Kindern und Eltern Fotos und Videos, wie die Spendengelder der letzten Jahre verwendet worden sind.
Als Dankeschön haben die Sternsinger seitens der Kirchengemeinde Keksausstecher in Form der Heiligen Drei Könige und des Sterns erhalten,
Presse 2024
Weihnachtsglühen zieht Besucher an
Marktplatz im Lichterglanz
Von Michel Rohlmann
Hörstel · Sonntag, 08.12.2024 – 14:00 Uhr
In Hörstel verwandelte sich der Marktplatz in eine gemütliche Winterlandschaft. Die Landjugend lud zum Weihnachtsglühen ein und bot Jung und Alt ein abwechslungsreiches Programm voller Musik, Leckereien und winterlicher Überraschungen.
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Das Weihnachtsglühen der KLJB brachte die Menschen auf dem Hörsteler Marktplatz zusammen. | Foto: Michel Rohlmann
Der Marktplatz in Hörstel hat sich am Samstag in eine stimmungsvolle Weihnachtskulisse verwandelt, als die Landjugend Hörstel ihr drittes Weihnachtsglühen veranstaltet hat. Die Resonanz war wie bereits in den Vorjahren sehr groß.
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Der Verein „Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V.“ mit einen Verkaufsstand. | Foto: Angelika Wallmeyer
Bei bestem und vor allem trockenem Wetter brachten die festlich geschmückten Hütten, weihnachtlichen Dekorationen und Lichter eine warme Atmosphäre auf den Marktplatz. Um 15.30 Uhr eröffneten die örtlichen Kindergärten die Veranstaltung mit festlichem Gesang. Danach konnten sich die Kinder schminken lassen, ehe der Nikolaus das Weihnachtsglühen besuchte. Bis 19 Uhr lief außerdem ein Schätzspiel, bei dem ein Tannenbaum zu gewinnen war. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, um sich bei Glühwein, Bier, Waffeln und weiteren Leckereien zu stärken.
Für musikalische Unterhaltung sorgte das Blasorchester Hörstel, das zusammen mit dem Spielmannszug Knobben-Poggenort für musikalische Unterstützung sorgte und damit zur tollen Stimmung beitrug.
Besonders erfreulich war aus Sicht der KLJB die große Beteiligung der örtlichen Vereine, die sich mit eigenen Ständen beteiligten. Auch in diesem Jahr zeigte das Weihnachtsglühen, das mittlerweile fester Bestandteil der Adventszeit in Hörstel ist, was mit Engagement alles auf die Beine gestellt werden kann.
Erfolge und neue Aufgaben in Kulmasa
Zehn Jahre „Heilige Familie“
Von Marianne Sasse
Hörstel · Samstag, 07.12.2024 – 16:03 Uhr
Eine Reise nach Kulmasa im Norden Ghanas zeigt: Die Unterstützung aus Hörstel trägt Früchte. Doch es wartet noch viel Arbeit auf die engagierten Helfer.
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Die Gruppe aus Hörstel mit Lehrern und Father Tanti (2.v.r.), Pfarrer der Gemeinde „Heilige Familie“, vor der „Schule“ in Tampoe, einem Ort, der zu Kulmasa gehört. Hier soll eine neue Schule gebaut werden. | Foto: Ludger Hinterding
„Wir konnten die Früchte unserer Arbeit sehen, aber es gibt noch viel zu tun“, sagt Ludger Hinterding, Vorsitzender des Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel. Es fehlt an frischem Wasser, intakten Schulen und Kirchen. Hinterding, seine Frau Maria, Franz-Josef Egelkamp sowie Marita und Norbert Hembrock waren in Kulmasa, eine Region im Norden Ghanas, um das zehnjährige Bestehen der Pfarrgemeinde „Heilige Familie“ zu feiern. Die Gemeinde wurde mit Unterstützung des verstorbenen Pater Bernhard Hagen gegründet.
Dank vieler Spender konnte bereits viel erreicht werden: Brunnen für Trinkwasser, berufliche Förderung für Frauen und Jugendliche sowie der Ausbau des Gesundheitswesens. Kinder in abgelegenen Dörfern erhalten Schulunterricht durch Hilfslehrer. Die Sternsinger aus Hörstel und Gravenhorst ermöglichten mit ihren Spenden den Bau eines Kindergartens und einer Schule. Zudem wurden Schulmöbel durch die Kreissparkasse Steinfurt finanziert.
Neu ist die Unterstützung von zwei Mädchen, die Schneiderinnen werden möchten. Der Aktionskreis finanziert auch vier weiteren Jugendlichen die Schulausbildung. Ein Jugendlicher möchte Priester werden, wofür der Zugang zur Bildung entscheidend ist. Zwei Jugendliche haben ihre handwerkliche Ausbildung abgeschlossen. Ein Kindergarten und eine Grundschule erhielten Spielgeräte.
Ludger Hinterding dankt allen Unterstützern, die Bildung und Gesundheitsvorsorge in Kulmasa voranbringen. Dazu gehört auch die Finanzierung von Gegengift gegen Schlangenbisse, das jährlich rund 100 Menschenleben rettet. Die Delegation besuchte auch abgelegene Dörfer, um herauszufinden, welche Hilfe am dringendsten benötigt wird. Eine Frau benötigt ein Motorrad, um Frauen in Hygiene und Ernährung zu schulen. Die Gruppe aus Hörstel kaufte acht Fahrräder für Gemeindevertreter, weitere werden noch gesponsert. Einem erblindeten Mädchen wurde Geld für eine Augenoperation übergeben. An einer Schule wurde ein Satz Trikots und ein Fußball überreicht, was zu einem spontanen Turnier führte.
„Wir wurden herzlich empfangen“, berichten die Besucher aus Hörstel. Sie versprachen, die Gemeinde „Heilige Familie“ weiter zu unterstützen.
Klinik in Kulmasa fertiggestellt und eingeweiht
Aktionskreis informiert
Von Redaktion IVZ
Hörstel · Mittwoch, 02.10.2024 – 13:40 Uhr
Ein wichtiges Projekt ist jetzt in Kulmasa in Ghana fertiggestellt worden. Eine Klinik wurde feierlich eingeweiht. Demnächst fliegt eine Gruppe aus Hörstel dorthin, um sich über die Hilfsprojekte vor Ort zu informieren.
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Die von den Medical Mission Sisters (MMS) geplante und gebaute Klinik in Kulmasa in Ghana ist jetzt in einem Festakt mit Bischof Peter Paul Angkyier eingeweiht worden. Im November fliegt eine Gruppe aus dem Aktionskreis Kulmasa aus Hörstel nach Ghana. | Foto: Aktionskreis Kulmasa
Einen Festtag gab es in dieser Woche in Kulmasa im Norden Ghanas. Wie der Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V. mitteilt, ist die von den Medical Mission Sisters (MMS) geplante und gebaute Klinik in Kulmasa in einem Festakt mit Bischof Peter Paul Angkyier eingeweiht worden. 2020 hatten die MMS sich in Kulmasa niedergelassen. Ein erstes Projekt war neben einer medizinischen Ambulanz der Aufbau einer ökologischen Lehr- und Lernfarm. Dort können die einheimischen Farmer lernen, wie in der achtmonatigen Trockenzeit Gemüse angebaut werden kann. Das soll laut Mitteilung den Speisenplan bereichern und Mangelernährung insbesondere bei Kindern vorbeugen. Zwei Mitglieder des Hörsteler Aktionskreises waren beim Start dabei.
Ein weiteres Projekt war der Bau einer Klinik in Kulmasa, um die medizinische Versorgung der Bevölkerung zu verbessern. In diesem Haus wird eine medizinische Grundversorgung angeboten. Im Regelfall werden die stationären Patienten von Angehörigen während des Klinikaufenthaltes versorgt. Da das aber oft problematisch sei, bieten die MMS an, mit Produkten aus der eigenen Landwirtschaft die stationären Patienten zu versorgen, schreibt der Aktionskreis. Gebaut wurde mit finanzieller Unterstützung des katholischen Hilfswerks Missio Aachen und der Fresenius Stiftung. Im November fliegt eine Gruppe aus dem Aktionskreis Kulmasa aus Hörstel nach Ghana. Die Mitglieder werden sich vor Ort über die Umsetzung verschiedener von Hörstel unterstützter Projekte informieren. Auf der Webseite www.kulmasa-hoerstel.de findet man weitere Informationen zu den Hilfsprojekten.
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Gesamtansicht der Klinik in Kulmasa im Norden Ghanas
Partnerschaft besteht seit zehn Jahren
Aktionskreises Kulmasa
IVZ-Bericht vom 05.07.2024
Der Aktionskreis Kulmasa, Pater Hagen, Hörstel, traf sich zu seiner Jahreshauptversammlung. Der Vorsitzende Ludger Hinterding berichtete unter anderem über die vielfältigen Projekte in der ghanaischen Pfarrgemeinde, die der Aktionskreis unterstützt.
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Der Vorstand des Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel (v.l.): Schriftführerin Maria Hinterding, 1. Vorsitzender Ludger Hinterding, stellvertretende Vorsitzende Ulla Jung und Kassierer Franz-Josef Egelkamp. | Foto: Marianne Sasse
Seit zehn Jahren besteht die Partnerschaft zwischen der Pfarrgemeinde Kulmasa in Nordghana und dem Aktionskreis Kulmasa, Pater Hagen, Hörstel. Eine Delegation aus Hörstel wird im November nach Kulmasa reisen, um dort an den Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen teilzunehmen. Die Einladung dazu hat der dortige Pfarrer Tanti bereits im vergangenen Jahr ausgesprochen.
Das berichtete Ludger Hinterding, Vorsitzender des Aktionskreises Kulmasa, während der Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend im Haus Elisabeth.
Schulbänke im Wert von 1.300 Euro sollen das Gastgeschenk der Frauen und Männer aus Hörstel sein. Das Geld stammt aus der Aktion Heimatpower der Kreissparkasse Steinfurt, die die gespendete Summe von 800 Euro um 500 Euro aufstockte. Zusätzlich gab es eine weitere Spende der Kreissparkasse in Höhe von 500 Euro.
Der Vorsitzende berichtete weiter über die Arbeit des Aktionskreises in Hörstel und über finanzielle Zuwendungen aus Hörstel nach Kulmasa. Unter anderem erhielt die Pfarrgemeinde in Ghana Anfang Juni 3.000 Euro für ein drittes Motorrad, ein lang gehegter Wunsch der Katecheten, damit sie die weit entlegenen Dörfer – die Pfarrgemeinde Kulmasa ist 2.500 Quadratkilometer groß und hat 25 Außenstationen – für ihre seelsorgerische Arbeit besser erreichen können. Wegen hoher Treibstoff- und Stromkosten bei anhaltend starker Inflation unterstützt der Aktionskreis aus Hörstel die Pfarrgemeinde seit einigen Jahren mit einem Zuschuss zu den Treibstoffkosten. „Hohe Energiekosten verursacht die Pumpe zur Wasserförderung in Kulmasa. Reduzieren lassen sich die Kosten mit einer Solaranlage für die Pumpe“, sagte Hinterding und gab auch bekannt, dass jetzt 6.000 Euro für die Anschaffung einer Solarpumpe für die Wasserversorgung überwiesen werden konnten. Aktuell versucht der Vorstand, Zuschüsse für Bohrungen nach Wasser in drei abgelegenen Dörfern zu bekommen. „Das Antragsverfahren läuft“, so Hinterding.
Der Blick des Vorsitzenden ging auch zurück auf das vergangene Jahr. „Ende März 2023 kam der Bewilligungsbescheid des Sternsingerwerkes zum Bau des Kindergartens in Kulmasa. Die Fördersumme betrug 33.000 Euro. Die Sternsinger-Einnahmen in Hörstel aus den Jahren 2021 bis 2023 finanzieren das Projekt“. Als Sternsinger-Anschlussprojekt nannte er die Renovierung der Grundschule in Tampoe, einem Buschdorf, 18 Kilometer von Kulmasa entfernt, für die auch die neuen Schulmöbel gedacht sind. Dazu sollen die Sternsinger-Einnahmen aus den Jahren 2024 bis 2026 verwendet werden.
Der Einsatz des Traktors, den der Aktionskreis in 2022 mitfinanzierte, bringe gute Einnahmen, informierte er weiter. „So rückt der Aufbau einer Cashew-Plantage näher“. Für drei Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schule und eine Jugendliche, die eine Ausbildung zur Näherin macht, übernimmt der Aktionskreis die Schul- und Ausbildungskosten. Dafür bedankten sich die Jugendlichen und brachten in einem Schreiben zum Ausdruck, dass sie ohne diese Hilfe die weiterführende Schule nicht hätten besuchen beziehungsweise die Ausbildung machen können, weil ihre Eltern arm sind. Davor finanzierte der Aktionskreis drei Jugendlichen ihre Ausbildung zum Maurer, Elektriker und Tischler. Einer erkrankte und konnte seine Ausbildung nicht abschließen, zwei erreichten ihr Ziel und helfen jetzt in der Gemeinde, um auf diese Weise zurückzugeben, was ihnen an Hilfe zuteilgeworden ist. Auch sie bedankten sich in Briefen für die Unterstützung.
Hinterding informierte über die regen E-Mail-Kontakte nach Kulmasa, die belegen, dass die Partnerschaft lebendig ist. Wie Father Tanti in einigen Mails schreibt, seien neben der hohen Inflation durch Unwetter bedingte Missernten ein großes Problem, das viele Menschen Hunger leiden lasse.
Der Vorsitzende berichtete auch über eine Hilfslieferung des Aktionskreises, die sich allerdings als teuer erwies und zudem ein großer bürokratischer Aufwand war, über weitere finanzielle Zuwendungen nach Kulmasa, über die verschiedenen Aktionen des Kreises in Hörstel, um Geld für Projekte in Kulmasa zu sammeln. Herzlich dankte er allen Helfern und Unterstützern, ausdrücklich auch im Auftrag des dortigen Pfarrers, Father Tanti, dem Partnerkomitee und der ganzen Gemeinde Kulmasa.
Als weiteres wichtiges Anliegen sprach er die Werbung um neue Mitglieder an. „Wir müssen uns breiter aufstellen. Ich bitte euch alle, auch im Namen meiner Vorstandskollegen, eindringlich darum, euch aktiv umzuschauen und Leute anzusprechen, ob sie nicht Interesse haben, bei unserer Partnerschaft mitzumachen.“ Passend dazu brachte Kassierer Franz-Josef Egelkamp neue, druckfrische Flyer mit, die in den nächsten Tagen an öffentlich zugänglichen Stellen in Hörstel ausgelegt werden.
Damit all die Hilfe geleistet werden kann, sind neben der Arbeit des Aktionskreises auch viele Spenden erforderlich. Und da konnte Kassierer Franz-Josef Egelkamp Erfreuliches berichten. „2023 war ein gutes Jahr in Bezug auf Spenden“, sagte er und dankte allen, die anlässlich runder Geburtstage oder Trauerfeiern auch an die Menschen in Kulmasa gedacht und den Aktionskreis unterstützt haben. Wegen der laufenden Kosten, zum Beispiel die Bezahlung der Hilfslehrer in abgelegenen Dörfern oder die Unterstützung der Jugendlichen für Schule und Ausbildung und natürlich für die Unterstützung von Projekten, ist der Aktionskreis auch weiterhin auf Spenden angewiesen.
„Es tut gut zu wissen, dass man sich auf euch verlassen kann.“ Mit diesem Satz, den Pater Hagen wenige Tage vor seinem Tod gesagt hat, beendete der Vorsitzende die Versammlung.
Kindgerechte Möbel und Spielgeräte
Kindergarten in Kulmasa
IVZ-Bericht vom 23.02.2024
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Für den neuen Kindergarten in Kulmasa konnten kindgerechte Möbel angeschafft werden. | Foto: Aktionskreis Kulmasa
Im vergangenen November konnte der neue Kindergarten in Kulmasa provisorisch in Betrieb gehen. Nun meldet der Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V. in einer Pressemitteilung, dass jetzt die Gruppenräume mit kindgerechten Möbeln ausgestattet und im Außenbereich eine Reihe neuer Spielgeräte aufgebaut werden konnten. Möglich wurde das alles durch verschiedene Spenden und Unterstützung des Referates Weltkirche im Bistum Münster. Weitere Informationen zur Arbeit des Aktionskreises auf der Webseite: www.kulmasa-hoerstel.de
8.770,09 Euro gesammelt
Sternsinger in Hörstel
Von Redaktion IVZ Hörstel Hörstel, Donnerstag 11.01.2024 – 10:28 Uhr
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Mehr als 60 Mädchen und Jungen waren in Hörstel als Sternsinger unterwegs und sammelten 8.770 Euro für Kinder in Afrika. | Foto: Dagmar Gohmann
Am Dreikönigstag, 6. Januar, waren in Hörstel mehr als 60 kleine Königinnen und Könige unterwegs, um als Sternsinger Spenden für benachteiligte Kinder in Afrika zu sammeln. Das Spendenergebnis von 8.770,09 Euro kann sich sehen lassen – vor allem, da dieses Jahr nicht alle Haushalte in Hörstel besucht werden konnten. Das Geld ist bestimmt für ein Hilfsprojekt in Kulmasa/Ghana, wo es laut einer Mitteilung für die Renovierung einer Grundschule verwendet werden soll. Die Sternsingerinnen und Sternsinger in Hörstel zogen bei feucht-kaltem Wetter durch die Straßen, um den Sternsinger-Segen zu den Menschen zu bringen. Zwischendurch hatten sie die Gelegenheit, sich im Pfarrzentrum in Hörstel bei heißen Waffeln und Getränken aufzuwärmen und zu stärken. Das Organisationsteam sorgte im Vorfeld und am Aktionstag für einen reibungslosen Ablauf, sodass die Sternsingeraktion wieder ein voller Erfolg war. Am Sonntag waren viele der Sternsinger-Kinder dann noch einmal in ihren Gewändern im Dankgottesdienst in der Antoniuskirche dabei, den sie auch Kulmasa sammmeln.
Presse 2023
Neuer Kindergarten in Betrieb genommen
Aktionskreis Kulmasa
Von Redaktion IVZ Hörstel Heute, 10.12.2023 – 11:52 Uhr
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Pfarrer Theodulus nahm den Schlüssel für den neuen Kindergarten vom Bauleiter entgegen. | Foto: Aktionskreis Kulmasa
Im Rahmen einer Feierstunde ist in Kulmasa ein neuer Kindergarten in Betrieb genommen worden. Der Bau der Einrichtung wurde möglich durch den Einsatz der Hörsteler Sternsinger, teilt der Aktionskreis Kulmasa mit.
In diesen Tagen konnte der neugebaute Kindergarten in Kulmasa, Nordghana, in Betrieb genommen werden. In einer Feierstunde überreichte der Bauleiter den Schlüssel an Pfarrer Thomas. Das teilt der Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel in einer Pressemitteilung mit.
Der Bau des Kindergartens in dem Hauptort Kulmasa war möglich geworden durch den Einsatz der Hörsteler Sternsinger. Sie hatten in den vergangenen Jahren fleißig Spenden gesammelt. Ihnen allen gebühre ein dickes Dankeschön, heißt es in der Mitteilung weiter. Das Sternsingerwerk in Aachen hat die Baumaßnahmen koordiniert und begleitet. Durch Vermittlung des Aktionskreises Kulmasa unterstützt das Bistum Münster die Einrichtung des Kindergartens mit Möbeln mit der Summe von 4.500 Euro.
Mit Geldern des Aktionskreises werden verschiedene Spielgeräte angeschafft. Pfarrer Tanti, das Partnerkomitee und die ganze Gemeinde bedanken sich laut Aktionskreis ganz herzlich für die Unterstützung. Wer die Arbeit des Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen unterstützen möchte, findet alle erforderlichen Informationen auf der Website:www.kulmasa-hoerstel.de.
Martin Wilde berichtet aus Kulmasa
IVZ-Bericht vom 28.11.2023
Aktionskreis Pater Hagen
HÖRSTEL. Auf Einladung des Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel, berichtete der Referent Martin Wilde bei einem Gesprächsabend von seinen jüngsten Besuchen in Kulmasa im Norden Ghanas. Martin Wilde lebt mit seiner ghanaischen Frau in der Hauptstadt Accra und betreut als Vertreter mehrerer Stiftungen das Aufbauprojekt der Missionsärztlichen Schwestern (MMS) in der Partnergemeinde Kulmasa.
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Martin Wilde mit einigen Teilnehmern, die schon einmal in Kulmasa waren. Foto: Aktionskreis Kulmasa
Der Aktionskreis Kulmasa berichtet in einer Pressemitteilung von einem interessanten und informativen Gedankenaustausch. In einem ganzheitlichen Ansatz planen die Schwestern ein kleines Krankenhaus zu bauen. Fertiggestellt sind bereits ein Schwesternhaus und ein Schulungs- und Bürogebäude, dass zurzeit bereits als Krankenstation genutzt wird. Obwohl der Bau des eigentlichen Krankenhauses noch nicht einmal begonnen hat, laufen die Patienten den Schwestern laut Martin Wilde „die Bude“ ein, heißt es in der Mitteilung des Aktionskreises. Durch ihre regelmäßigen Sprechstunden in den umliegenden Gemeinden haben sie offensichtlich so viel Vertrauen in ihre Kompetenzen geweckt, dass die Patienten einfach kommen und vieles jetzt unter provisorischen Bedingungen bereits möglich gemacht wird.
Zum ganzheitlichen Ansatz gehört auch die Idee der Verbesserung der Ernährungssituation. Das mit Spendengeldern aus Hörstel mitfinanzierte Projekt Gemüseanbau in der Trockenzeit klappt sehr gut. Die Schwestern haben die Anbauflächen inzwischenschon ausgeweitet und auch ein Tunnelgewächshaus aufgestellt. Mais, Bohnen, Erdnüsse, Hirse und Linsen werden getrocknet und zu Mehl gemahlen und den jungen Müttern mit in die Dörfer gegeben. Unter Zugabe von Wasser können sie dann für ihre oft unterernährten Kinder und Säuglinge eine nahrhaftere Mahlzeit zubereiten. Die Schwestern sehen in ihren Sprechstunden immer mehr Kinder, die durch Unterernährung entwicklungsverzögert oder auch behindert sind. Die von Martin Wilde gezeigten Fotos machten schon sehr betroffen.
Vom auch von Hörstel mitfinanzierten „Seifenprojekt“ konnte Martin Wilde Gutes berichten. Die von den Schwestern geschulten Frauen kommen nach wie vor alle zwei Wochen zusammen und stellen gemeinsam eine große Menge Seife her. Sie nehmen die Seife mit in ihre Dörfer, verkaufen sie und behalten einen Teil des Gewinnes für sich. Gerade in der achtmonatigen Trockenzeit verbessern sie mit dem Verkaufserlös die Lebensbedingungen ihrer Familien. Durch die Verwendung von Seife gehe es mit der Gesundheit und Hygiene im ganzen Dorf in kleinen Schritten bergauf. Den anderen Teil des Gewinnes nutzen die Frauen, um erneut Rohstoffe und Zutaten für die nächste Seifencharge einkaufen zu können.
Wilde hatte auch den neuen Kindergarten in Kulmasa besucht. Er wurde aus den Erlösen der Sternsinger- Sammlungen aus Hörstel finanziert und ist so gut wie fertiggestellt. Es fehlen lediglich noch die Möbel und Spielgeräte.
Martin Wilde berichtete von der großen Dankbarkeit der Menschen für die Hilfen. Sie grüßen laut Wilde die Menschen in Hörstel und danken allen für die Unterstützung.
Weitere Informationen über die Arbeit des Aktionskreises unter: www.kulmasa-hoerstel.de
43 Aussteller locken Besucher
IVZ-Bericht vom 07.11.2023
Von Rita Althelmig
Martinimarkt in Bevergern
HÖRSTEL-BEVERGERN. Bei der Eröffnung des Martinimarktes der Bevergerner Werbegemeinschaft am Sonntag um 11 Uhr war der Regen- schirm noch notwendig. Doch ein paar Minuten später versprach Bürgermeister David Ostholthoff, er hätte den heftigsten Regen in Riesenbeck gelassen. Er begrüßte, dass der 20. Bevergerner Martinimarkt als traditionelle Veranstaltung stattfinden konnte und wünschte viele Gäste. Zuvor hatte Ortsvorsteher Thorsten Löchte der Werbegemeinschaft gedankt. Auch der Aufbau des Marktes mit den Holzhütten mit 30 Helfern habe sehr gut geklappt, freute er sich.
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Mützen und Schals gab es beim 20. Bevergerner Martinimarkt in allen Variationen. Insgesamt lockten 43 Aussteller die Besucher in den Ortskern. Foto. Rita Althelmig
„Bei dem Wetter hatte ich schlechteren Umsatz befürchtet.“ Ein Händler
Genau 43 Aussteller nahmen am Sonntag teil, so viele wie noch nie. Bei der Eröffnung dabei war auch der Spielmannszug, der mit fröhlichen Klängen auf den Markt einstimmte. Der Imkerverein Hörstel zeigte seine Waren, es gab Stände mit Likören und anderer Feinkost. Eine Weinprobe konnte durchgeführt werden, und wer lieber ein Bier einen Glühwein oder eine Limo trinken wollte, war an den Getränkeständen gut bedient.
Doch auch der Hunger konnte gut gestillt werden. Viele Besucher hatten sich schon auf die Reibeplätzchen beim DRK-Ortsverein Bevergern gefreut, doch auch Pommes, Hot Dogs oder Süßes konnten genossen werden. Ortsvorsteher Thorsten Löchte packte selbst mit an und buk leckere Quarkbällchen am Bäckerstand Pelster. Die Kindergärten St. Marien und Ringelblume stellten sich vor sowie der Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen Hörstel e.V. und der Eine- Welt-Stand. Das Heimathaus Bevergern war ganztags geöffnet und es konnte der Kalender 2024 erworben werden. Die Seiler drehten ihre Seile und erweckten besonders bei Kindern großes Interesse.
Es gab neben den gewerblichen Ausstellern auch viele Anbieter, die hobbymäßig arbeiten. Irmtraud Isserstedt sagte, sie habe ein ganzes Jahr nur für den Bevergerner Martinimarkt aus Wolle und Stoffen fleißig gehandarbeitet, sie hatte wunderbare Unikate gefertigt. Aber auch an den anderen Ständen waren Kleidung für die kühle Jahreszeit, Mützen, Handschuhe Schals zu finden. Auch der Zauberkünstler fehlte nicht, er drehte aus Luftballons phantasievolle Hüte, Tiere und anderes.
Auch an den anderen Ständen gab es wertvolle Geschenkideen, Dekorationen aus Holz, Keramik, Stahl, Stein, Gips und Kerzen in allen Variationen waren zu finden. Kurzum: Es gab ein riesiges Angebot.
Bei der Verlosung waren ein Fahrrad ein Fernseher, und eine 100 Kilogramm schwere Vogeltränke zu gewinnen. Weil der Gewinner des Fahrrads lieber den Fernseher gehabt hätte und der Gewinner des Fernsehers lieber das Fahrrad, wurde kurzerhand getauscht. Nichteingelöste Gewinne können am Freitag, 10. November, in der Zeit zwischen 15 Uhrund17 Uhr in der Ausstellungshalle Helmig und Hallmeier abgeholt werden.
So ganz ohne Schirm ging es im Laufe des Tages doch nicht, aber insgesamt war der dennoch Besuch erfreulich gut, die Händler äußerten sich zum Schluss einigermaßen zufrieden. „Bei dem Wetter hatte ich schlechteren Umsatz befürchtet“, hieß es an mancher Stelle. Der Vorsitzende der Werbegemeinschaft war ebenfalls zufrieden. Selbst am Abend zuvor, bei „Bevergern glüht“, wo es zu Beginn noch recht ungemütlich nieselte, wären noch bis spät in der Nacht Besucher da gewesen.
Abgerundet wurde der Martinimarkt mit einer Andacht in der St. Marien-Kirche, einem Laternenumzug und dem Mysterienspiel auf dem Burgplatz, organisiert von der CDU-Ortsunion Bevergern. Und zum Abschluss gab es einen Stutenkerl.
Solaranlage für Brunnenbetrieb
IVZ-aktuell – Hörstel, Freitag 25.08.2023 – 15:25 Uhr
Von Marianne Sasse
Aktionskreis Kulmasa
Der Aktionskreis Kulmasa freut sich über Erfolge seiner Arbeit. Unter anderem gibt es Fortschritte beim Kindergartenbau in Kulmasa, und es soll dort eine Solaranlage für den Betrieb des Brunnens angeschafft werden.
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Neue Flyer wurden auf dem Arbeitstreffen des Aktionskreises Kulmasa vorgestellt. Sie liegen an verschiedenen Stellen in Hörstel zum Mitnehmen aus. | Foto: Marianne Sasse
Einen neuen Flyer mit dem Motto „Gemeinsam über Grenzen helfen“ hat der Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel bei seinem Arbeitstreffen am Donnerstagabend im Haus Elisabeth vorgestellt. Entworfen hat den Flyer die gebürtige Hörstelerin, jetzt aber in Berlin lebende Grafikdesignerin Sibylle Egelkamp. Diese Flyer, die unter anderem über Pater Hagen, den Aktionskreis und seine Arbeit informieren, liegen ab sofort in Hörstel an verschiedenen Stellen aus.
Auch berichtete der Vorsitzende über die Fortschritte des Kindergartenbaus in Kulmasa. „Dank unserer fleißigen Sternsinger werden die Kleinen in Kulmasa bald ihren neuen Hort beziehen können.“ Weiter sagte er, dass die Boxen mit den Getreidemühlen mit Verspätung und hohen Zollgebühren endlich in Kulmasa angekommen sind. Und er informierte, dass aus Kulmasa der Wunsch an ihn herangetragen wurde, die Pumpe des Wasserbrunnens im Zentrum des Ortes mit Solarenergie zu betreiben. Diese Solaranlage könne vor Ort zum Preis von 6000 Euro gekauft werden. Dank vieler Spenden, unter anderem aus Familienfeiern, Geburtstags- und Ehejubiläen, dank der Zuwendungen bei Beerdigungen und der vielen kleinen und großen Spenden, für die sich der Vorstand herzlich bedankt, kann der Aktionskreis diese Kosten übernehmen.
Ein weiteres Thema war die Bestückung der Verkaufsstände bei verschiedenen Märkten im Herbst und Winter, auf denen der Aktionskreis sich und seine Arbeit vorstellen und Waren verkaufen möchte, um mit dem Erlös Hilfe in Kulmasa zu ermöglichen. Da Socken und Topflappen auf den Märkten im vergangenen Jahr sehr gefragt waren, sollen sie auch jetzt wieder angeboten werden. Hier sucht der Aktionskreis noch Personen, die bereit sind, Socken zu stricken oder Topflappen zu häkeln. Das Material wird gestellt. Wer Interesse hat, wird gebeten, sich per Mail an Ulla Jung,ursula.jung@mauljung.de, zu wenden. Das nächste Treffen des Aktionskreises ist Mittwoch, 18. Oktober, 19.30 Uhr, im Haus Elisabeth. Interessierte sind willkommen.
Buntes Programm zum Mitmachen und Zuschauen
IVZ-Bericht vom 18.06.2023
Von Marianne Sasse
Familienfest im Bürgerpark
ms- HÖRSTEL. Bei den Besucherinnen und Besuchern kam die zweite Auflage des Familienfestes im Hörsteler Bürgerpark am Sonntag sehr gut an. Befragte, unter ihnen auch Pfarrer Heinrich Blankemeyer, fanden nur lobende Worte. „Ich finde den Bürgerpark wunderbar“, meinte beispielsweise Monika Grothus. „Die Lage ist ideal“, ergänzte ihr Ehemann Alfons. Beide begrüßen es, dass er auf diese Weise genutzt wird. „Das Fest ist sehr schön“, befand auch Rani Muthukumarasamy. Sie war am Sonntag zusammen mit ihrer Freundin Renate Weidlich gekommen, und sie kannte Pater Hagen sehr gut. „Als ich klein war, hat er mir sehr geholfen. Er hat mein Leben gerettet“, sagt sie. Da der Erlös dieses Festes an den Aktionskreis Kulmasa Pater Hagen, Hörstel, gespendet wird, wollte sie Pater Hagen durch ihre Teilnahme etwas zurückgeben.
Markus Mergenschröer, stellvertretender SPD-Ortsvereinsvorsitzender, und Bürgermeister David Ostholthoff begrüßten die Gäste am Vormittag, wünschten einen schönen Tag und einen ebensolchen Sommer. Der Bürgermeister freute sich, dass dieses Fest nach der Premiere im vergangenen Jahr nun zum zweiten Mal und breiter aufgestellt durchgeführt wurde. Der Hitze am Sonntag trotzten die zahlreichen Kinder und Erwachsenen, die das Spiel- und Unterhaltungsangebot genossen, sich die Oldtimerfahrzeuge und Trecker der Oldtimergruppe des Heimatvereins anschauten, mit Speisen und Getränken oder Kaffee und Kuchen ein schattiges Plätzchen suchten, um mit Bekannten und Freunden zu plauschen.
Schon ab dem frühen Mittag hatte sich am Imbiss-Stand eine lange Schlange gebildet. Nachmittags war dann der Kuchenstand sehr gefragt. Auch die Helfer im Getränkewagen kamen ganz schön ins Schwitzen. Die Kinder schleckten Eis und vergnügten sich an den vielen verschiedenen Spielständen. Wer wollte, konnte sich zudem an einem Schätzspiel beteiligen, das Alter von Bäumen anhand von Baumscheiben bestimmen, am Glücksrad drehen, Karussell fahren oder sich über die Arbeit des Aktionskreises Kulmasa informieren.
Die SPD Hörstel und der Heimatverein Hörstel, Organisatoren dieses Festes, hatten viele weitere Unterstützer mit ins Boot geholt, wie die Sporthelfer der Gesamtschule Hörstel, Mitarbeiterinnen des Bewegungskindergartens St. Martin und des Kinderturnens im SC Hörstel, die allesamt Spielstände betreuten, zwei Tanzgruppen der Burggarde Bevergern sowie die noch recht junge Band „GHAMB“, die sich vor einem Jahr in der Musikschule Ibbenbüren zusammengefunden hat und das Publikum mit Nirvana-Songs bestens unterhielt.
Den ersten Auftritt an diesem heißen Tag hatte mittags die Juniorengarde der Burggarde Bevergern. Sie begeisterte mit einem mitreißenden Tanz zum Thema „Fußball“, was ihr nicht nur viel Beifall brachte, sondern auch eine Runde leckeres Eis, spendiert vom SPD-Bundestagsabgeordneten Jürgen Coße, der, wie schon im vergangenen Jahr, zu diesem Familienfest nach Hörstel gekommen war.
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Bei bestem Wetter hatten Groß und Klein viel Spaß beim Familienfest im Hörsteler Bürgerpark. Hier bejubeln unter anderem (hinten v.r.) Bürgermeister David Ostholthoff, Bundestagsabgeordneter Jürgen Coße und der stellvertretende SPD-Ortsvereinsvorsitzende Markus Mergenschröer einen Treffer beim Kegeln. | Foto: Marianne Sasse
Am Nachmittag wurde das Showprogramm mit der Zwergengarde der Burggarde Bevergern fortgesetzt. Niedlich anzusehen waren die kleinen Mädchen, die an diesem Nachmittag ihren ersten öffentlichen Auftritt hatten, in ihren roten Tutus und weißen T-Shirts. „Ich bin mit dem Verlauf des Festes sehr zufrieden, vor allen, weil wir dank der verschiedenen Gruppen des Heimatvereins Hörstel und der weiteren Helfer mehr anbieten konnten als im vergangenen Jahr,“ so Ulla Jung, die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Hörstel. Auch mit der Besucherzahl zeigte sie sich sehr zufrieden.
Aktionskreis Kulmasa auf dem Marktzauber dabei
IVZ-aktuell – Hörstel Dienstag, 16.05.2023 14:00 Uhr
Von Marianne Sasse
Einsatz für den guten Zweck
Handgefertigte Waren verkaufte der Aktionskreis Kulmasa beim Marktzauber in Gravenhorst. Der Erlös ist für die Bildungsarbeit im ghanaischen Kulmasa bestimmt, welches die Wirkungsstätte des verstorbenen Afrikamissionars Pater Bernhard Hagen ist.
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Maria Hinterding (l.), Ingrid Stegemann (Mitte) und Angelika Wallmeyer (r.) verkauften beim Marktzauber am Stand des Aktionskreises Kulmasa. | Foto: Marianne Sasse
„Kommt der Schmuck aus Ghana?“ „Gibt es in Ghana Elefanten?“ „Aus welcher Wolle sind die Socken?“ „Wofür nimmt man Kirschkernkissen?“ „Wie lange ist die Marmelade haltbar?“ Diese und viele weitere Fragen wurden den Mitgliedern des Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel, gestellt, die am Sonntag auf dem Marktzauber in Gravenhorst den Stand des Aktionskreises besetzten. Sie verkauften handgefertigte Waren, um vor allem die Bildungsarbeit im ghanaischen Kulmasa, der einstigen Wirkungsstätte des verstorbenen Afrikamissionars Pater Bernhard Hagen weiterzuführen und auszubauen. Unter anderem finanziert der Aktionskreis 18 Hilfslehrer, zumeist Studenten, die Kinder in abgelegenen Dörfern unterrichten.
Ein Stand auf dem Marktzauber ist eine gute Möglichkeit, über die Arbeit des Aktionskreises zu informieren und natürlich, um möglichst viel selbst Hergestelltes zu verkaufen. Alle Mitglieder im Aktionskreis arbeiten ehrenamtlich.
So ein Verkaufsstand bedeutet viel Arbeit, gerade auch im Hintergrund. Frauen und Männer stellen Hand-, Näh- und Bastelarbeiten sowie Eingekochtes und Marmeladen her, damit der Stand mit attraktiven Waren bestückt werden kann.
Ein Team um den Vorsitzenden des Aktionskreises Ludger Hinterding baute am frühen Sonntagvormittag den Stand auf, räumte alles ein und dekorierte, um den Blick der Besucher anzuziehen.
Ingrid Stegemann, Maria Hinterding und Angelika Wallmeyer verkauften an diesem Tag. Es war noch nicht ganz 11 Uhr, da fragte die erste Kundin nach einer Flasche Brombeersirup. Zunächst lag das Interesse der Kundschaft auf Marmeladen und anderen Kleinigkeiten. Bei dem breit gefächerten Sockenangebot schauten viele, das Kaufinteresse war zunächst gering.
Eine Kundin suchte schwarz-weiße Topflappen aus. Wie sie sagte, hat ihre Tochter eine schwarz-weiße Küche. Da passen sie perfekt. Genähte Einkaufstaschen wechselten den Besitzer. Auch nach einer Schürze wurde gefragt, aber nur mit zwei aufgesetzten Taschen. Die war im Angebot, die Käuferin glücklich. Eine Kundin kaufte gleich vier Insektenhotels. „Dann habe ich etwas zum Verschenken im Haus“, freute sie sich. Ein großer Trog aus Holz weckte das Interesse eines Ehepaares. Aber was damit machen, fragte es sich. Achselzucken. Es ging weiter, um nach kurzer Zeit zurückzukommen und ihn für den Garten zu kaufen. „Wir wissen zwar noch nicht, wofür wir ihn gebrauchen, aber er ist schön“, sagte das Paar.
Es war stets was los am Stand. An eine Pause war nicht zu denken. Und immer wieder informierten die Verkäuferinnen die Interessierten über die Arbeit des Aktionskreises.
Später kam auch der Sockenverkauf in Gang. Vermehrt wurde danach gefragt, nach den verschiedenen Größen, nach der Art der Wolle. Ruckzuck waren die ganz großen Größen vergriffen. Das Fazit am Abend: Der Einsatz hat sich gelohnt.
Sternsinger sammeln Rekordsumme
IVZ-Bericht vom 11. Januar 2023
95 Prozent der Straßen in Hörstel besucht
-ms- Hörstel. 9920 Euro. So viel Geld haben die Sternsinger in St. Antonius Samstag gesammelt. Dieses Rekordergebnis, das eine Zwischensumme darstellt, verkündete Pastoralreferent Josef Jans-Wenstrup am Sonntagvormittag im Sternsinger-Dankgottesdienst in der St.-Antonius-Kirche, den er und Pastor Heinrich Blankemeyer zusammen mit vielen Sternsingerkindern, Messdiener/innen und den Gläubigen feierten. Ludger Hinterding und Franz-Josef Egelkamp vom Aktionskreis Kulmasa erzählten vor mucksmäuschenstillen Zuhörerinnen und Zuhörern anschaulich von ihrer Ghana-Reise.
Schon vor der Sternsingeraktion war klar, dass das Geld für den Neubau eines Kindergartens in Kulmasa/Ghana, der ehemaligen Wirkungsstätte des verstorbenen Weißen Vaters Pater Bernhard Hagen, bestimmt ist. 63 Mädchen und Jungen hatten sich in 18 Sternsinger-Gruppen auf den Weg gemacht, um den Segen zu den Menschen zu bringen und um Spenden für dieses Projekt zu bitten. „95 Prozent aller Straßen haben die Sternsinger geschafft. Viele Gruppen hatten Elternteile und Jugendliche dabei – eine enorme Tatkraft der Hörsteler Kinder und Familien“, teilt Beate Allrogge vom Sternsinger-Team mit.
An der Krippe in der St.-Antonius-Kirche stand zudem am Samstag und Sonntag eine Spendenkrone, das Geld darin war bis Redaktionsschluss noch nicht ausgezählt. Und es besteht weiterhin die Möglichkeit, Spenden für die Sternsingeraktion zu überweisen.
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63 Kinder waren in 18 Gruppen in Hörstel als Sternsinger unterwegs.Sina (vorne 2.v.l.), Greta (vorne 2.v.r.) und Frieda (vorne r.) besuchten auf ihrer Route auch das Seniorenzentrum Marienhof und das betreute Wohnen. Sie sangen Lieder und erhielten Spenden. Musikalisch unterstützt wurden sie dort von Beate Allrogge (vorne l.), Dagmar Gohmann, Lotta Fislage und Sara Krüßel (hinten, v.l.). Foto: Marianne Sasse
Presse 2022
Father Tanti dankt für die Unterstützung
IVZ-Bericht vom 22.12.2022
Aktionskreis Kulmasa: Viele Projekte durch Spenden verwirklicht
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Father Tanti, Pfarrer der Pfarrei zur Heiligen Familie in Kulmasa in Ghana bedankt sich beim Aktionskreis Kulmasa und allen Unterstützern. Mit finanzieller Hilfe aus Hörstel konnte mit der Anschaffung eines Traktors mit Pfug endlich einlang gehegter Wunsch der Pfarrei erfüllt werden. Foto:privat
HÖRSTEL. Father Tanti, Pfarrer der Pfarrei zur Heiligen Familie in Kulmasa in Ghana bedankt sich beim Aktionskreis Kulmasa und allen Unterstützern in Hörstel für die im zu Ende gehenden Jahr erhaltene Hilfe, teilt der Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel in einer Pressemitteilung mit.
Mehrere Projekte konnten in diesem Jahr verwirklicht werden. Er sei sehr froh, dass in diesem Frühjahr endlich das Girls Hostel fertig gestellt werden konnte und 22 Mädchen aus dem Umland dort untergebracht werden können. Dies erlaubt ihnen einen regelmäßigen Schulbesuch. Die Anschaffung eines Motordreirads mit Ladefläche ermögliche zum Beispiel einem Handwerker die Reparatur von Schulgebäuden oder Kapellen in den Außenstationen im Buschland.
Froh und dankbar sei die Gemeinde über die fortlaufende Finanzierung von 18 Hilfslehrern in den Buschdörfern. Ohne diese Unterstützung hätten die Kinder dort keine Möglichkeit, die Schulen zu besuchen. In diesem Jahr konnten weitere 25 Schulbänke für Kinder in Grundschulen angeschafft werden. Auch die von Hörstel unterstützte Berufsausbildung der drei Jugendlichen zum Maurer, Elektriker und Schreiner gehe gut voran.
Mit finanzieller Hilfe aus Hörstel konnte mit der Anschaffung eines Traktors mit Pflug endlich ein lang gehegter Wunsch der Pfarrei erfüllt werden. Dieser wird die Arbeit auf den Äckern wesentlich leichter machen.
Rechtzeitig zu Weihnachten konnte auch noch ein größerer Geldbetrag zur Anschaffung von Getreide zur Verteilung an kranke und alte Menschen in der Gemeinde überwiesen werden, die insbesondere an den Folgen der rasanten Inflation im Lande leiden.
Auf der Webseite des Aktionskreises findet sich auch ein Video mit einer Grußbotschaft des Bischofs von Damongo, Peter Paul Angkyier.
Treibstoffmangel legt Aktivität lahm
IVZ-Bericht vom 06. Dezember 2022
„Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen“: Besucher aus Hörstel beeindruckt von den Lebensumständen
HÖRSTEL Um viele Eindrücke bereichert kehrten Mitglieder des „Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen“ von einer Reise in die Partnergemeinde Kulmasa in Ghana zurück. Seit 2016 gibt es auf Initiative des verstorbenen Weißen Vaters Bernhard Hagen diese Partnerschaft.
Dank vieler Unterstützer und des Einsatzes vieler Helfer bei verschiedenen Aktionen konnte schon an vielen Stellen geholfen werden. Ziel der Reise jetzt war es, sich von der Wirksamkeit der bisher geleisteten Hilfe zu überzeugen. In einer Pressemitteilung teilen die Hörsteler mit, dass die Gelder zur Unterstützung sachgerecht eingesetzt wurden.
Franz Josef Egelkamp und Maria Hinterding, die beide das erste Mal in Ghana waren, zeigten sich sehr beeindruckt von der Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Menschen vor Ort. Wie die Lebensumstände dort tatsächlich sind, hatten beide sich in ihren kühnsten Träumen nicht vorstellen können: Durch den Hauptort führt eine Straße, auf der die Teerschicht häufig komplett fehlt, Schlaglöcher von 20 und mehr Zentimetern reihen sich aneinander. Hauptsächlich fahren bis zu neunachsige LKW auf dieser einzigen „befestigten“ Straße im Norden Ghanas in den Nachbarstaat Burkina Faso.
Zu den 25 Außengemeinden gibt es überhaupt keine befestigten Straßen. In der Regenzeit sind die meisten Gemeinden selbst mit einem Jeep nicht erreichbar. Die Pfarrei Kulmasa würde sich daher sehr über die Anschaffung von drei Cross-Motorrädern freuen. Das würde Priestern und Katecheten ihre Arbeit wesentlich erleichtern. Ein Cross-Motorrad kostet vor Ort rund 1.500 Euro. Der Aktionskreis Kulmasa in Hörstel würde sich freuen, wenn es Spender gibt, die bei der Anschaffung unterstützen.
n den meisten Dörfern im Buschland gibt es keine elektrische Energie, ebenso wenig eine allgemeine Wasserversorgung. Die Kirche versucht, allen Kindern wenigstens einen Besuch in der Grundschule zu ermöglichen. Die meisten Gebäude sind in einem schlechten Zustand, häufig können die Kinder nicht einmal auf einer Schulbank sitzen. Durch Spendenaktionen in den vergangenen Jahren konnten bereits 120 Schulbänke angeschafft werden. Rechtzeitig zum Besuch der Hörsteler waren weitere 25 Schulbänke fertig geworden, die dann überreicht werden konnten.
Ludger Hinterding und Franz Josef Egelkamp reparierten mit Jugendlichen 17 Schulbänke aus der Grundschule in Kulmasa. Sie zeigten helfenden Jugendlichen mit mitgebrachtem Akkubohrer und -Schrauber umzugehen. Dabei erfuhren sie, dass der Einsatz von Schrauben, der uns so selbstverständlich ist, dort recht fremd und ungewohnt war. Der Jugendliche Henri, der eine Ausbildung zum Maurer macht und von Hörsteler Seite finanziell unterstützt wird, berichtete, dass auch in seiner Ausbildung nur mit Nägeln und nicht mit Schrauben gearbeitet werde.
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Franz Josef Egelkamp aus Hörstel (r.) zeigte helfenden Jugendlichen mit mitgebrachtem Akkubohrer und -Schrauber umzugehen.
Ludger Hinterding, der im vergangenen Jahr zusammen mit Hermann Determeyer für sieben Wochen in Kulmasa war, konnte sich von den Fortschritten der beiden im vergangenen Jahr begonnenen Projekte, Frauenförderung durch Seifenproduktion und Aufbau einer ökologischen Lehrfarm, überzeugen.
m Austausch mit dem Partnerkomitee berichteten die Einheimischen von den Problemen der Inflation von über 40 Prozent. So sei Sprit kaum mehr zu bezahlen. Das führe dazu, dass zum Beispiel die beiden Priester und die drei Katecheten kaum ihren seelsorgerischen Aufgaben in den Außengemeinden nachkommen könnten, weil sie den Sprit nicht bezahlen könnten. Bei einem Besuch beim Bischof von Damongo berichtet auch dieser, dass er sich sehr wohl überlegen müsse, wo er das Geld für Treibstoff hernehme, wenn er eine Gemeinde besuchen wolle. Die Bischöfe bildeten Fahrgemeinschaften, wenn sie zu gemeinsamen Treffen fahren würden.
Bis kurz vor Heiligabend ist der Aktionskreis mit einem Verkaufsstand auf dem Hof Verkamp in Ostenwalde und am 3. Adventswochenende mit einem Verkaufsstand beim Weihnachtsmarkt am Torfmoorsee vertreten.
Angeboten werden unter anderem leckere selbst gemachte Marmeladen, Rote Bete, Angelas berühmter Puszta Salat, verschiedene Näharbeiten. Auch die im vergangenen Jahr stark gefragten Glücksscheine sind wieder zu erwerben.
Auf der Website www.kulmasa-hoerstel.de kann man viel über Aktivitäten des Aktionskreises und Möglichkeiten zur Spende erfahren.
Ein Word von dem Bischof Peter Paul von der Partnerstadt Kulmasa
Themenwoche „Mission heute“ (2) – Bistumspartnerschaft mit Ghana
Kirche und Leben – Bericht 18. Oktober 2022
Gelebte Partnerschaft: Bistum und Pfarrei fördern Schwestern in Ghana
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Schwester Rita Amponsaa-Owusu berichtete in Münster über die Projekte ihres Ordens in der ghanaischen Region Kulmasa. Foto: Michael Bönte
- Schwester Rita Amponsaa-Owusu von den Missionsärztlichen Schwestern in Ghana ist nach Münster gereist, um von ihren Hilfsprojekten in der Region Kulmasa zu berichten.
- Bei einem Treffen dankte sie den Helfern aus dem Bistum Münster.
- Das Bistum und der Aktionskreis Kulmasa aus St. Antonius in Hörstel beteiligen sich unter anderem an der Finanzierung eines Klosterbaus, einer Ausbildungsfarm und von Schulprojekten.
Besuch aus Afrika: Schwester Rita Amponsaa-Owusu von den Missionsärztlichen Schwestern in Ghana ist nach Münster gekommen, um von den Projekten des Ordens in der Region Kulmasa zu berichten. Sie sei mit viel Dankbarkeit im Gepäck angereist, sagte sie bei einem Treffen mit Vertretern der Bistumspartnerschaft und Unterstützergruppen. Denn sowohl die Partnergemeinde St. Antonius in Hörstel, als auch das Bistum Münster unterstützen ihre Arbeit seit einigen Jahren intensiv.
„Ohne diese Partnerschaften wären unsere Projekte nicht zu realisieren“, sagte die Ordensfrau, die in Kulmasa die vielseitigen Angebote koordiniert. „Wir können nur gemeinsam heilsam sein.“ Dabei seien es mittlerweile nicht mehr nur medizinische Angebote, die der Orden geschaffen hat. Es ist eine ganzheitliche Ausrichtung, die auch Vorsorge, Bildung und soziale Hilfen in den Blick nimmt. „Wir wollen damit gesundheitliche Probleme verhindern, bevor sie entstehen.“
Gesundheitliche Probleme mit sozialen Folgen
Diesen Ansatz erklärte sie an dem Beispiel einer ghanaischen Mutter, die sich den Arm gebrochen hatte. Den Weg ins Krankenhaus fand sie nicht, weil die Anreise zu beschwerlich war. Auch kulturell musste ihr die Hilfe erst nahegebracht werden, gab es in der Großfamilie doch Ängste vor den Medizinern. „Sie glaubten, dass man ihr den Arm abtrennen würde.“ Die Folgen dieser Situation waren dramatisch, berichtete Schwester Rita. „Die Frau fiel als treibende Kraft der Familie aus, es gab nichts zu essen, die Kinder hätten keine Perspektive gehabt.“
Ein Beispiel, das zeigt, dass die Hilfe nicht allein auf die Arbeit in Krankenhäusern und auf Arztbesuche beschränkt werden kann, sondern im Alltag der Menschen in Ghana verankert werden muss. So hat der Orden in dem ländlichen Gebiet Kulmasa mittlerweile viele kleine und große Projekte geschaffen, die den etwa 30.000 Menschen dort in unterschiedlichen Bereichen helfen, ihr Leben selbstständiger, bewusster und gesünder zu gestalten. Dazu gehören Ausbildungs- und Schulprojekte, eine Farm, die Möglichkeiten der Selbstversorgung vermittelt, und Schaffung neuer Arbeitsbereiche, in denen Frauen aktiv werden können, um die Familie zu ernähren.
Konkrete Hilfe – wie der Kauf eines Motorrads
Das Bistum Münster unterstützt derzeit unter anderem den Bau eines kleinen Klosters in Kulmasa, in dem vier Missionsschwestern leben werden. Spenden aus St. Antonius in Hörstel ermöglichen Einzelprojekte wie Wasserbohrungen, Schulausstattungen oder direkte Zuwendungen für in Not geratene Familien.
Wie wichtig diese kleinen Dinge sind, konnte auch der Vorsitzende des Aktionskreises Kulmasa aus Hörstel, Ludger Hinterding, berichten. Etwa vom Motorrad, das angeschafft wurde, damit ein Handwerker die oft dezentralen Einrichtungen vor Ort instand halten kann. „Ohne seine Reparaturen würden viele Angebote bald nicht mehr funktionieren.“
Michael Bönte
Schwester Rita schildert Lage eindrücklich
IVZ-Bericht vom 17. Oktober 2022
Gast aus Ghana beim Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen / Gesundheitsvorsorge ist zentrales Thema
-ms- HÖRSTEL. Der Zug hatteVerspätung am Samstagnachmittag. Deshalb kamen Schwester Rita und Martin Wilde nicht pünktlich zum Gottesdienst in der St.-Antonius-Kirche, wohl aber zum anschließenden Gesprächsabend im Pfarrzentrum, zu dem der Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel, eingeladen hatte. Schwester Rita, approbierte Apothekerin, leitet die Kommunität der missionsärztlichen Schwestern in Kulmasa im Norden Ghanas. Martin Wilde arbeitet in Ghana für verschiedene Stiftungen und war an diesem Abend der Dolmetscher. Die Zwei haben schon seit längerer Zeit Kontakt zum Hörsteler Aktionskreis. Sie sind derzeit in Deutschland und Österreich unterwegs, um um finanzielle Unterstützung zu bitten für ein Krankenhaus, das die Schwestern in Kulmasa errichten möchten. Und so machten sie auch Station in Hörstel, um über ihre Arbeit zu berichten.
Krankenhaus wichtig „Es berührt mich, zu sehen, wie Sie eine kleine Gemeinschaft sind mit einem großen Herz für Kulmasa“, sagte die Schwester bei der Begrüßung und erzählte dann ausführlich von der Arbeit und den Projekten der Schwesterngemeinschaft. Gesundheitsvorsorge bezeichnete sie als das zentrale Thema ihrer Arbeit. Schwester Rita verdeutlichte, wie wichtig ein Krankenhaus in Kulmasa sei. Im Umkreis von 50 Kilometern gebe es keine Krankenstation. Das Straßennetz sei nicht ausgebaut und bestehe oft nur aus Feldwegen. In der Regenzeit könne man diese gar nicht befahren, in der Trockenzeit nur mit Pickups schilderte sie. Deshalb sei das Krankenhaus dringend notwendig, gerade auch für Frauen mit Risikoschwangerschaften und für Mütter mit kleinen Kindern.
Der Bau eines Krankenhauses ist ein Teil des Programms, mit dem die Schwesterngemeinschaft das Leben der Menschen in Kulmasa verbessern wollen. Sie leisten auch Präventionsarbeit in Sachen Gesundheit, Ernährung und Hygiene. Anschaulich erzählte Schwester Rita, wie sie in entlegene Dörfer fahren und versuchen, die Menschen für die Gesundheitsprävention oder Behandlung von Krankheiten zu sensibilisieren. Dies stehe aber oft dem Naturglauben der Menschen entgegen.
Ein weiteres Anliegen der Schwestern ist es, den Frauen Arbeitsmöglichkeiten zu eröffnen. In der Regel müssen sie für den Unterhalt der Familie sorgen. „Die Frauen arbeiten unglaublich hart, das Wetter, die gesellschaftlichen Strukturen machen es schwer, aus der Armut herauszukommen“, so Schwester Rita. „Wenn nach der viermonatigen Regenzeit die Ernte eingebracht ist, gibt es keinen Erwerb mehr. Deshalb ist es unser Anliegen, zu schauen, wie man den Frauen in der langen Trockenzeit ein Einkommen ermöglichen kann.“
Seifenprojekt Sie stellte verschiedene Projekte, unter anderem das Seifenprojekt, vor. „Wir sind froh, dass es aus Hörstel Unterstützung zur Seifenherstellung in Kulmasa gegeben hat“, zeigte sich die Schwester dankbar. „Die Frauen haben erste kleine Schritte aus der Armut heraus gemacht, aus denen aber große Schritte werden können.“
Gleichzeitig starteten die Schwestern ein Bildungsprogramm für Frauen. Diese sind in Kulmasa zumeist Analphabetinnen. In dem Programm lernen sie Rechnen, Hygiene und auch Ernährungsberatung.
Landwirtschaft unter ökologischen und ökonomischen Aspekten nannte Schwester Rita als vierten Bereich des Programms der Schwestern für Kulmasa. Dazu bauten sie eine Versuchsfarm, auf der auch mit dem Anbau anderer Gemüsesorten als in Ghana üblich experimentiert wird.
Die Anfänge der Farm begleitete Hermann Determeyer mit seinem Fachwissen, als er gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Hörsteler Aktionskreises, Ludger Hinterding, die Partnergemeinde „Heilige Familie“ in Kulmasa besuchte. „Der große Beitrag, der aus Hörstel geleistet wurde, war die Präsenz der beiden Männer. Das hat geholfen anzufangen“, meinte die Schwester rückblickend. Und sie erzählte, dass der Traktor, der schon Ende des vergangenen Jahres geliefert werden sollte, im Sommer endlich angekommen sei.
Schwester Rita und Martin Wilde sprachen noch viele weitere Themen an, die wichtig sind, um die Gesundheitsvorsorge für die Menschen in Kulmasa voranzutreiben und ihnen helfen können, der Armut zu entfliehen.
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Schwester Rita (r.) aus Kulmasa bedankte sich mit Martin Wilde (l.) bei Ludger Hinterding, dem Vorsitzenden des Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen, für die Unterstützung aus Hörstel. Foto: Marianne Sasse
Kolpingsfamilie Hörstel überreicht drei Spenden
IVZ-Bericht vom 12. September 2022
Ein symbolisches, dick gefülltes Sparschwein hatten die Vorstandsmitglieder der Kolpingsfamilie Hörstel, Maria Determeyer (4.v.l.), André Berghaus (4.v.r.) und Renate Hartke (3.v.r.) am Sonntag zur Spendenübergabe vor der St.-Antonius-Kirche mitgebracht. Insgesamt spendete die Kolpingsfamilie 1.200 Euro aus der Schrottsammelaktion. Das Geld geht zu je drei gleichen Teilen an den Förderkreis des St. Antonius-Krankenhauses, für den Pfarrer Thorsten Weßling (l.) die Spende entgegennahm, an den Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel, bei der Spendenübergabe vertreten durch die Vorstandsmitglieder Ulla Jung (2.v.l.) und Ludger Hinterding (3.v.l.) und an die Gemeinde-Caritas, für die Angelika Ottenhues (2.v.r.) und Hannelore Hembrock (r.) zur Spendenübergabe gekommen waren. Wie Pfarrer Weßling sagte, soll die Spende für den Förderkreis verwendet werden für therapeutische Einrichtungen und Freizeiteinrichtungen für die Patienten. Der Aktionskreis Kulmasa will mit dem Geld den Hunger in der Region Kulmasa bekämpfen. Und die Gemeindecaritas möchte das Geld in die Weihnachtsaktion einfließen lassen und als Unterstützung für kommende Strom- und Gasrechnungen bedürftiger Menschen einsetzen.
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Foto: Marianne Sasse
Mädchen sind ins Girls Hostel gezogen
IVZ-Bericht vom 16. Juni 2022
Dankeschön-Abend für Helfer und Unterstützer des Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen
HÖRSTEL. „Schön, dass du da bist“ – so war auf den Tischdekorationen zu lesen und mit diesen Worten begrüßte der Vorsitzende des Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Ludger Hinterding, die rund 30 Gäste. Sie waren der Einladung zu einem Dankeschön-Abend in den Pfarrsaal gefolgt. Erstmals hatte der Vorstand des 2017 gegründeten Aktionskreises die Helfer und Helferinnen eingeladen, um Dankeschön zu sagen für die anhaltende Unterstützung, teilt der Aktionskreis in einer Pressemitteilung mit.
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Die Mädchen sind jetzt ins Girls-Hostel eingezogen
Bei Gegrilltem, Salaten und kalten Getränken ließen sie es sich gut gehen. Der Vorsitzende berichtete voneiner Reihe unterstützter Projekte. Die Schulen in Kulmasa haben etwa einen Stromanschluss bekommen, mit einem Schlangengiftfonds konnten inzwischen mehrere Menschenleben gerettet werden, die Junior High School wurde auch dank der Unterstützung der Hörsteler Sternsinger fertiggestellt, mehrere Bohrungen nach Wasser konnten erfolgreich abgeschlossen werden,Wasserfilter wurden für die Schulen angeschafft, das Pfarrhaus konnte gebaut werden und gerade am vergangenen Wochenende wurde das neu gebaute Girls Hostel in Kulmasa feierlich eingeweiht und von 22 jugendlichen Mädchen aus dem Hinterland bezogen. Damit habe sich ein lang gehegter Wunsch erfüllt.
Bei all diesen beispielhaft genannten Projekten hat der Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen Hörstel maßgeblich bei der Umsetzung geholfen. Und dies alles war möglich dank der Unterstützung der oft nur im Hintergrund aktiven Helfer.
Hinterding berichtete in einem Bildervortrag von seinem letzten siebenwöchigen Aufenthalt im vergangenen Oktober bis Dezember. Die interessierten Zuhörer hatten eine Menge Fragen und zeigten sich beeindruckt von den Lebensumständen der Menschen in der Region Kulmasa.
Im Namen des Vorstandes, insbesondere aber im Namen von Pfarrer Tanti, dem Partnerkomitee und der ganzen Pfarrei „Zur Heiligen Familie, Kulmasa“ dankte Hinterding allen für die umfangreiche Hilfe, schreibt der Aktionskreis weiter in seiner Pressemitteilung. Er verwies auf die Webseite: www.Kulmasa-Hoerstel.de, wo es eine Menge weiterer Infos zu den Aktivitäten des Vereins gibt.
Trotz Corona wurden viele Projekte angestoßen
IVZ-Bericht vom 27. Mai 2022
Jahreshauptversammlung Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel
ms- HÖRSTEL. Die der Jahreshauptversammlung des Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen fand vergangenen Mittwoch im Pfarrsaal St. Antonius Hörstel statt. „Ganz herzlichen Dank an alle Helfer und Unterstützer. Nach dieser langen Corona- Zwangspause ist es wichtig, dass sich unsere Gruppe neu findet, und wir ein verlässlicher Partner für unsere ghanaischen Freude sind“, sagte der erste Vorsitzende Ludger Hinterding.
rotz aller Beschränkungen durch die Corona-Krise war das Jahr 2021 ein wichtiges Jahr für den Aktionskreis, in dem viele Projekte angestoßen werden konnten. Das wurde deutlich im ausführlichen Bericht des Vorsitzenden. „Der Orden der Medical Mission Sisters hat sich in Kulmasa niedergelassen. Schwerpunkt seiner Arbeit ist die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung und insbesondere der Kinder in den Outstations. Dazu gehört auch eine umfassende Ernährungsberatung“, informierte Hinterding. Zwei Projekte, die in diese Ziele eingebettet sind, – ein Seifenprojekt, bei dem Frauen lernen, hochwertige Seifen herzustellen, wofür mittlerweile 78 Frauen trainiert wurden sowie der Aufbau einer ökologischen Lehr- und Lernfarm, deren Start Hermann Determeyer und Ludger Hinterding während eines siebenwöchigen Aufenthalts in Herbst begleitet haben – werden durch den Aktionskreis aktiv unterstützt (wir berichteten). „Diese beiden Projekte werden von verschiedenen Stiftungen in Deutschland mit unterstützt. Wir als Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel, sind auf deutscher Seite der Ansprechpartner und Vermittler“, so Hinterding.
Weiter berichtete er über die Armut, die er bei seinem Aufenthalt in dem Land erlebt hat und von den vielen Wünschen, sei es die Versorgung mit sauberem Trinkwasser, die Verbesserung der schulischen Situation, der bauliche Zustand der Schulen und Kapellen, in denen die Kinder unterrichtet werden und vieles mehr.
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Ludger Hinterding, erster Vorsitzender des Aktionskreises Kulmasa Foto: Marianne Sasse
Er erinnerte an erfolgreiche Aktionen, wie die Glücksscheine-Aktion in der Vorweihnachtszeit (wir berichteten). Auch weiterhin können Glücksscheine bei den Vorstandsmitgliedern erworben werden. Zwei Firmen spendeten zwei Getreidemühlen sowie Geld für eine mobile Getreidemühle, die im Sommer nach Ghana verschifft werden. Bei der Sparkassen-Aktion „einfach.gut.machen“ gelang es, Sponsoren anzusprechen, die dazu beigetragen haben, dass der Aktionskreis auch im vergangenen Jahr 18 Hilfslehrer, die in den Buschdörfern tätig sind, finanziell unterstützen konnte.
Auch gab Hinterding einen Ausblick auf geplante Maßnahmen, die in der Nachbereitung seines Aufenthaltes in Kulmasa überlegt wurden. So möchte der Aktionskreis ein Motorrad-Dreirad mit Ladefläche kaufen, das einem Handwerker während der Woche zur Verfügung gestellt werden soll, um durch die Dörfer zu fahren, um zum Beispiel Schulmöbel oder Kirchenbänke zu reparieren. Der Aktionskreis finanziert den Handwerker mit einem Festbetrag, mit Verbrauchsmaterial und Benzin und stattet ihn mit dem nötigsten Werkzeug aus. An den Wochenenden kann dann ein Katechet mit dem Fahrzeug in die Buschdörfer zu Gottesdiensten oder Taufen fahren.
„Mehrmals wurden wir nach Todesfällen oder auch Geburtstagsfeiern mit Spenden für Kulmasa bedacht. Das versetzt uns aktuell in die Lage, dass wir größere Spendensummen einsetzen können als sonst“, so Hinterding. So soll davon zum Beispiel eine Cashew-Plantage angelegt werden, ein langfristiges Projekt, denn frühestens nach drei Jahren blühen die Cashew-Bäume das erste Mal. Für eine mobile Lautsprecheranlage, die in der Kirche und bei Schulveranstaltungen genutzt wird, konnte der Aktionskreis einen größeren Geldbetrag zur Verfügung stellen. Und auch in diesem Jahr können über eine erfolgreich verlaufene Sparkassen-Aktion wieder 25 Schulbänke gekauft werden.
„All diese Dinge schaffen für uns auch Verpflichtung. So möchte ich an euch alle appellieren, weiterhin aktiv zu sein für die großen Aufgaben in Kulmasa, durch persönlichen Einsatz, durch das Ansprechen Anderer zum Mitmachen oder auch durch finanzielles Engagement“, wandte sich der Vorsitzende an die Anwesenden. Und er wies darauf hin, dass für einen neuen Kindergarten in Kulmasa Spiel- zeug wie Memory-Karten, englischsprachige Bilderbücher und Ähnliches gesucht werde, das mit den Mühlen verschifft werden soll.
Als großes Problem nannte Hinterding die aktuell hohe Inflation in Ghana. Kostete in 2016 ein Euro vier Ghana Cedis, seien es heute acht Ghana Cedis. Der Bau eines Girls Hostels für Mädchen aus dem Hinterland, die die Junior High School besuchen, verlangt der Gemeinde finanziell viel ab. Hier konnte Hinterding mitteilen, dass das Referat Weltkirche beim Bistum auf den Antrag des Aktionskreises hin einen Zuschuss von 2 225 Euro bewilligt hat.
Der Vorsitzende informierte, dass es – wenn es coronabedingt möglich ist – eine Zusage für einen Verkaufsstand beim Weihnachtsmarkt am Torfmoorsee gibt und beim Weihnachtsbaumverkauf auf dem Hof Verkamp. Und er bat alle Mitglieder, kreative Ideen für Verkaufsartikel zu entwickeln. Auch wurde überlegt, sich an Flohmärkten zu beteiligen und die Verkaufserlöse für Kulmasa zu spenden.
Hinterding überbrachte auch den Dank für die Unterstützung von Father Tanti, dem Priester in Kulmasa, und dem dortigen Partnerschaftskomitee. Abschließend wies er auf ein vom Aktionskreis geplantes kleines Sommerfest, Samstag, 11. Juni, am Pfarrzentrum St. Antonius hin, mit dem der Aktionskreis Helfern Dank sagen möchte.
3.400 Euro kamen zusammen
IVZ-Bericht vom 25. Februar 2022
Glücksschein-Projekt bringt Familien in Kulmasa Glück
-ms- HÖRSTEL. Als großen Erfolg bezeichnet Ulla Jung, 2. Vorsitzende des Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V., das Glücksschein-Projekt, das der Aktionskreis zu Beginn der Adventszeit ins Leben gerufen hat. Bei diesem Projekt kann man sogenannte Glücksscheine für sachbezogene Spenden erwerben (wir berichteten). Insgesamt kamen bis Weihnachten auf diese Weise 3.400 Euro zusammen.
„Der Favorit war der Bienenstock zum Preis von 50 Euro“, weiß Jung. Die Bienenstöcke erhielten bedürftige Familien in und um Kulmasa, um auf diese Weise ihr Einkommen aufzustocken und natürlich, um Honig und Honigprodukte zum Eigenverbrauch zu haben.
Wie Jung von einer Käuferin eines Glücksscheins nach Weihnachten erfuhr, machten sich Mutter und Tochter das gleiche Geschenk. Beide hatten für den jeweils anderen einen Glücksschein für einen Bienenstock gekauft, und das auch noch mit demselben Motiv. „Da machten Heiligabend alle große Augen“, so Jung. „Weil die Aktion so gut angenommen wurde, wollen wir sie weiterführen.“ Glücksscheine gibt es über die Homepage des Aktionskreises www.kulmasa-hoerstel.de und bei den Vorstandsmitgliedern.
Und sie weist auf eine neue Spendenaktion hin. Beim Spendenprojekt „Heimatpower.de“ der Kreissparkasse Steinfurt gibt es das Projekt „Schulbänke für Kulmasa“. Obwohl der Aktionskreis, unter anderem über die Spendenplattform der Kreissparkasse, schon über 120 Schulbänke für Kinder in den Buschschulen von Kulmasa im Norden Ghanas finanzieren konnte, wurde beim letzten Besuch in Kulmasa, den Ende des vergangenen Jahres Ludger Hinterding und Hermann Determeyer – beide Mitglieder des Aktionskreises – unternahmen, deutlich, dass weitere Schulbänke benötigt werden. Denn viele Schülerinnen und Schüler müssen noch immer während des Unterrichts auf dem Boden oder im Sand sitzen.
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Im Namen des Vorstandes bedankt sich Ulla Jung bei allen Spenderinnen und Spendern, die die Arbeit des Aktionskreises unterstützen und damit auch direkt den Menschen in Kulmasa helfen. Sie hofft, dass die Schulbankaktion ebenso gut angenommen wird, wie das Glücksschein-Projekt. Foto: Marianne Sasse
IVZ-Bericht vom 15. Januar 2022
Verbesserung der Schulsituation in Dörfern nötig
Aktionskreis Kulmasa berichtet (2. Teil)/Dank an Unterstützer aus Hörstel
HÖRSTEL Von ihrem siebenwöchigen Aufenthalt in der Partnergemeinde Kulmasa im Norden Ghanas berichten Hermann Determeyer und Ludger Hinterding vom Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V.:
„Ein weiteres sich wiederholendes Anliegen war die Verbesserung der Schulsituation in den Buschdörfern. Teilweise liegen die Kinder auf bröckeligem Beton oder im staubigen roten Sand den ganzen Schultag auf dem Boden. Aus Hörstel sind schon über 120 Schulbänke finanziert worden, aber das reicht bei Weitem nicht – auch wenn vier statt zwei Kinder in den Bänken sitzen. Teilweise muss man befürchten, dass die Wände einstürzen, wenn man ihnen vielleicht etwas unachtsam zu nahe kommt. Arbeitsmaterialien sind rar, teilweise in dritter oder vierter Schülergeneration gebraucht. Das sind hier kaum vorstellbare Rahmenbedingungen fürs Lernen.
In vielen Schulen fehlen Lehrer und Aushilfskräfte. Das Gehalt eines Lehrers beträgt im Monat rund 45 Euro. Der Aktionskreis Kulmasa unterstützt monatlich 18 Hilfslehrer mit je 30 Euro, aber auch da wäre weitere Unterstützung sehr willkommen.
In mehreren Dörfern wurde auch die bauliche Situation von Kapellen, von denen Pater Bernhard Hagen eine Reihe errichtet hat, angesprochen. Teilweise waren die Dächer eingestürzt, insgesamt ist die Lebensdauer der Gebäude, die mit Lehm gebaut wurden, begrenzt.
Neben den Wünschen der Dorfgemeinschaften und des Partnerkomitees waren da dann auch noch Einzelschicksale. Da ist der kleine John-boy, der im vergangenen Jahr an seinem Klumpfuß operiert werden konnte und wo es jetzt Geld für die Rehabilitation braucht.
Oder der Jugendliche Joshua, der sein Gehör infolge einer Meningitis verloren hat. Ihm könnte geholfen werden, aber das Geld für ein Hörgerät fehlt.
Laetitia, eine junge Frau, möchte gerne Lehrerin werden, aber sie ist seit rund zehn Jahren erblindet. Sie hat die Blindenschrift gelernt. Zur weiteren Ausbildung müsste sie in den Süden ziehen, aber auch hier kann die Familie nicht helfen. So ließen sich noch eine Reihe weiterer Schicksale und Wünsche aufzählen.“
Hermann Determeyer und Ludger Hinterding vom Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V. zeigen sich sehr beeindruckt von der Armut, aber auch der Gastfreundlichkeit. Der Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V. schreibt in seiner Pressemitteilung weiter, dass er im Namen all der Menschen, die bisher schon direkt oder indirekt Hilfe aus Hörstel bekommen haben, herzlich für die Unterstützung dankt.
Der Verein informiert auf seiner Webseite: www.kulmasa-hoerstel.de ausführlich über seine Aktivitäten im Norden Ghanas.
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Herrmann Determeyer auf dem Feld: Die jungen Pflanzen mussten 2x täglich gewässert werden.
IVZ-Bericht vom 10. Januar 2022
Start für zwei Hilfsprojekte in Kulmasa
Hermann Determeyer und Ludger Hinterding berichten von ihren Eindrücken
Hörstel Nach sieben Wochen Aufenthalt in der Partnergemeinde Kulmasa im Norden Ghanas sind Hermann Determeyer und Ludger Hinterding vom Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V. wohlbehalten vor Weihnachten nach Deutschland zurückgekehrt. Die Beiden waren die ersten aus dem Bistum Münster, die nach der langen Coronapause nach Ghana reisen konnten, teilt der Aktionskreis in einer Pressemitteilung mit. Anlass war der Start von zwei Hilfsprojekten und die Weiterentwicklung der Partnerschaft.
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Nach der theoretischen Einführung in die Seifenherstellung setzen die Frauen das Gelernte in Kulmasa direkt um. Foto: privat
Einkommen mit Seife
In einem Frauenförderprojekt lernen Frauen, lokale Seife herzustellen, die dann auf regionalen Märkten verkauft werden kann. Die Nachfrage nach Seife ist im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie enorm gestiegen. Dadurch kann ein kleines Einkommen generiert werden, das die Finanzsituation der armen Familien verbessert. Des Weiteren wird durch die selbst hergestellte Seife die Hygienesituation in den Familien verbessert und damit auch Krankheiten vorgebeugt. Nach theoretischer Unterweisung ging es ans praktische Tun und die Hörsteler konnten erleben, wie die Frauen mit Eifer dabei waren, unter Anleitung Seife herzustellen. Bei dem zweiten großen Projekt geht es um den Aufbau einer ökologischen Lehr- und Lernfarm. Hier soll ausprobiert werden, wie in der achtmonatigen Trockenzeit trotz Wasserknappheit Gemüse angebaut werden kann. Bislang ist es so, dass insbesondere zum Ende der Trockenzeit die Versorgung mit Gemüse schlecht ist und das Auswirkungen auf die Gesundheit insbesondere der Kinder hat.
Die Hörsteler hatten verschiedene Gemüsesamen mitgebracht. Vor Ort wollten sie testen, wie die jungen Pflanzen mit den Klimabedingungen zurechtkommen. Immerhin war die höchste gemessene Temperatur über 57 Grad Celsius.
Bis zu 57 Grad heiß
Die Samen keimten sehr schnell innerhalb von vier bis fünf Tagen, aber Pflanzen wie Kopfsalat, Stangensellerie, Rucola und andere kamen mit der Hitze nicht zurecht und gingen ein. In großen Mengen wurden Tomaten, Kohl, Zwiebeln und Chili angepflanzt, die dort sehr begehrt sind. Die Jungpflanzen mussten täglich zweimal gegossen werden, bis sie ausreichend verwurzelt waren.
Ein Problem bei dem tonigen und lehmigen Boden war, dass dieser nach dem Gießen verschlemmte und in der Hitze schnell austrocknete und verhärtete. Nach einigem Experimentieren wurden Werkzeuge entwickelt und vom Dorfschmied gebaut, sodass der Boden ausreichend gelockert werden konnte. Ein anderes grundsätzliches Problem war, dass es praktisch keinerlei Werkzeug gab, mit dem man etwas bauen oder reparieren konnte. „Wir können uns das hier überhaupt nicht vorstellen, aber in Kulmasa werden zum Beispiel Nägel einzeln verkauft“, berichtet der Aktionskreis. In der Gesamtbilanz zum Projekt Lehrfarm kann man sagen, dass der Start gemacht ist und es jetzt darauf ankommt, dass die Verantwortlichen die Dinge weiterentwickeln.
Ein weiteres Schwerpunktthema waren Besuche in den zahlreichen Außenstationen der Pfarrei Zur Heiligen Familie. Viele Dörfer im Buschland sind nur in der Trockenzeit zu erreichen. Die Wegeverhältnisse sind größtenteils katastrophal. Mit normalen Autos hat man keine Chance, bis in die Dörfer zu kommen. Das am weitesten entfernte besuchte Dorf der Pfarrei ist 29 Kilometer von Kulmasa entfernt. Man fährt lange durch Buschland, hier und dort gibt es kleine landwirtschaftlich genutzte Flächen mit Mais-, Hirse-, Soja-, oder Yamsanbau.
Jeder Tropfen zählt
Die Region ist sehr dünn besiedelt, oft sieht man stundenlang keine Menschenseele. Und plötzlich ist man in einem kleinen Dorf. Da die Besuche angekündigt waren, erwarteten die Menschen die Besucher mit Gesang und Tanz. Diese Menschen, die im Buschland von der Subsistenz-Landwirtschaft leben, (hier würde man sagen, sie leben von der Hand in den Mund) machten trotzdem einen zufriedenen Eindruck, heißt es in der Pressemitteilung. In fast allen Dörfern gleichen sich die Probleme. Immer fehlt es an Wasser. Jeder Tropfen Wasser muss von weit her in großen Schüsseln, die auf dem Kopf getragen werden, ins Haus geholt werden. Verständlich ist somit der Wunsch nach Unterstützung beim Bohren nach Wasser. Doch eine einzelne Bohrung kostet über 3000 Euro.
Presse 2021
IVZ-Bericht vom 15.12.2021
Dankbar für die Hilfe aus Hörstel
Dankbar für die Hilfe aus Hörstel
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Bei einem Besuch in einem Buschdorf bedanken sich die Menschen mit zahlreichen Gastgeschenken für die erhaltene Hilfe.
KULMASA/HÖRSTEL „Es ist kaum zu beschreiben, mit wie viel Armut wir konfrontiert worden sind. Und trotz alledem wirken die Menschen nicht unzufrieden. Sie sind sehr dankbar für die Unterstützung, die sie seit Jahren aus Hörstel bekommen. Sie möchten alle Menschen in Hörstel ganz herzlich grüßen.“ Das sagt Ludger Hinterding, der Vorsitzende des Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V.. Seit Anfang November hält er sich zusammen mit Hermann Determeyer in Kulmasa in Ghana, der einstigen Wirkungsstätte des verstorbenen Weißen Vaters Pater Bernhard Hagen, auf.
Die beiden Männer reisten dorthin, um sich anzuschauen, wie die aus Hörstel unterstützten Projekte umgesetzt wurden und werden und um Kontakte zu pflegen. Sie besprechen mit dem dortigen Partnerschaftskomitee, welche der dringend notwendigen Projekte mit Hilfe aus Hörstel umgesetzt werden können. Und sie sind vor Ort, um die Schwestern der Medical-Mission-Sisters unter anderem bei ihren Vorhaben, eine Lehr- und Lernfarm aufzubauen, in der Anfangsphase beratend und auch tatkräftig zur Seite zu stehen (wir berichteten).
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Hermann Determeyer (r.) und Ludger Hinterding (l.), der Vorsitzende des Hörsteler Aktionskreises Kulmasa, halten sich derzeit in Kulmasa auf.
„Damit wir den Menschen in Kulmasa weiterhin helfen können, haben wir die Aktion ‚Glücks-Scheine‘ aufgelegt,“ sagt Ulla Jung, die zweite Vorsitzende des Aktionskreises Kulmasa. ‚Glücks- Scheine‘ sind zweckgebundene Sachspenden im Wert von fünf bis 50 Euro. „Dadurch kann in vielen Familien die Not gelindert werden“, weiß sie.
Erhältlich sind die Glücks-Scheine und weitere Informationen dazu über die Homepage des Aktionskreises www.kulmasa-hoerstel.de, zu den Öffnungszeiten des Weihnachtsbaumverkaufes auf dem Hof Verkamp in Ostenwalde, bei Ulla Jung, 05459/ 901242, oder bei einem anderen Vorstandsmitglied.
„Glücks-Scheine sind ein sinnvolles Weihnachtsgeschenk“, ist sich Ulla Jung sicher.
Weihnachtspfarrbrief 2021 St.Reinhildis
Aus dem Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen
Eine Fahrt einiger Mitglieder des Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen zur Partnergemeinde Kulmasa in Ghana konnte im vergangenen Jahr wegen der Corona-Krise leider nicht stattfinden. Der Kontakt zur Pfarrei der Heiligen Familie in Kulmasa blieb aber weiter bestehen. So gibt es einige Neuigkeiten zu berichten. Im vergangenen Jahr konnten nach einer Spendenaktion weitere 60 Schulbänke für abgelegene Buschschulen angeschafft werden. Jetzt brauchen über 140 Kinder beim Unterricht nicht mehr auf dem nackten Boden liegen. Das verbessert die Unterrichtssituation deutlich. Der Erlös einer diesjährigen Spendenaktion wurde verwendet für die finanzielle Unterstützung von Lehrern in den Schulen im Buschland. So konnte erreicht werden, dass die Lehrer trotz der Coronasituation in den Schulen geblieben sind. Problematisch ist, dass viele Schüler nach der langen Lockdownzeit nicht wieder zum Unterricht gekommen sind. Viele ältere Schüler sind Richtung Süden gegangen, um als Tagelöhner oder im illegalen Goldschürfen ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Nach langer Transportzeit sind im März endlich 3 Containerboxen in Kulmasa angekommen, die der Aktionskreis im Oktober auf den Weg gebracht hatte. Darin waren z.B. eine Reihe Notebooks, Nähmaschinen, Wasserfilter, medizinische Hilfsmittel, Coronamasken, ganz viele Sporttrikots und Bälle, die der SC Hörstel und verschiedene Bundesligavereine gespendet hatten. Die Freude war vor Ort riesengroß.
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Inzwischen 18 Lehrer und Lehrerinnen in Buschschulen werden monatlich mit je 30 Euro finanziell unterstützt. Ohne diese Unterstützung wäre es schwierig, überhaupt Lehrkräfte für den Einsatz weit ab von Stadt, Einkaufsmöglichkeiten u. ä. zu gewinnen. 3 Jugendliche erhalten Unterstützung zu einer Berufsausbildung im Handwerk. Ein 7-jähriger Junge konnte mit finanzieller Hilfe aus Hörstel erfolgreich an einer Fußfehlstellung, die ihm eigenständiges Laufen unmöglich machte, operiert werden.
Diese Beispiele der Aktivitäten des Aktionskreises zeigen den Menschen in Kulmasa: „Wir sind weiter für euch da!“
In diesem Jahr konnte auch die Webseite des Aktionskreises vervollständigt werden. Auf der Seite www.kulmasa-hoerstel.de kann man vieles über Ghana, die Pfarrei und die Arbeit unseres Aktionskreises erfahren.
Der Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen dankt, auch im Namen der ganzen Gemeinde Kulmasa ganz herzlich für all die erfahrene Unterstützung. Gleichzeitig bitten wir um weitergehende Unterstützung.
Die Freude war groß beim Auspacken der Containerboxen!
Große Aktivitäten in Kulmasa/Ghana
Im vergangenen Jahr lernten wir vom Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen Sr. Ursula Maier von den Medical Missionary Sisters (MMS), ei- nem in Ghana tätigen Orden, kennen. Diese berichtete von den geplanten Aktivitäten in Kulmasa. Der Orden möchte langfristig in Kulmasa ein kleines Krankenhaus bauen. Weiter ist es ein großes Anliegen, die Lebenssituation der Menschen dort zu verbessern. So wollen sie eine öko- logische Lehr- und Lernfarm aufbauen. Sie wollen mit den Menschen erarbeiten, wie mit veränderten Anbaumethoden auch in der 8- monatigen Trockenzeit landwirtschaftliche Produkte angebaut und geerntet werden können. Das wird zu einer verbesserten Ernährungssituation und damit auch zu einer verbesserten Gesundheitssituation führen. Ein weiteres wichtiges Projekt zur Förderung der Frauen ist ein Seifenprojekt. Die Frauen lernen, qualitativ hochwertige Seife herzustellen. Dies wird zu einer verbesserten Hygienesituation in den Familien führen. Weiter wird aus dem Verkauf der Seife ein kleines Einkommen generiert. Das Projekt soll an 2 Orten mit jeweils 100 Frauen durchgeführt werden. Die Frauen lernen dabei neben der Seifenherstellung z.B. auch Grundbegriffe der Buchführung.
Für die Umsetzung dieser Projekte braucht es finanzielle Unterstützung im größeren Rahmen. Der hat bei zwei großen Stiftungen, die eng mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) zusammenarbeiten und Entwicklungshilfe in Ghana unterstützen, sogenannte Trägerprüfungen erfolg- reich durchlaufen. Damit wird die Arbeit des Aktionskreises anerkannt und er kann als Vermittler agieren. Für beide Projekte wurden Förderanträge geschrieben, die inzwischen beide erfolgreich entschieden wurden. Für das Seifenprojekt gibt es eine Fördersumme von 10.000 Euro, für die Lehrfarm 8.000 Euro.
Zwei Mitglieder des Aktionskreises sind Ende Oktober für mehrere Wochen nach Kulmasa gefahren. Sie werden die Projekte begleiten.
Ebenso ist Gelegenheit, die Entwicklung der bisherigen Projekte zu überprüfen.
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Hier soll die neue Lehrfarm entstehen (rechts die Projektkoordinatorin Sr. Rita Amponsaa-Owusu MMS)
Auch der persönliche Kontakt mit den Menschen der Gemeinde und dem dortigen Partnerkomitee ist für die Partnerschaft wichtig.
Hier soll die neue Lehrfarm entstehen (rechts die Projektkoordinatorin Sr. Rita Amponsaa-Owusu MMS)
Ludger Hinterding
Für eine bessere Zukunft
Glücks-Gutscheine für eine bessere Zukunft“ zu erwerben beim Arbeitskreis Kulmasa – Pater Hagen e. V.
Im September haben die Erstkommunionkinder aus St. Antonius in einer Malaktion am Pfarrzentrum zu verschiedenen Themen Bilder gemalt.
Die gemalten Bilder dienen als Grundlage für Spenden-Gutscheine, so- genannte Glücks-Scheine, die der Arbeitskreis in der Vorweihnachtszeit anbieten möchte. Bei diesen Glücks-Scheinen handelt es sich um zweckgebundene Spenden. Folgende Gutscheine können erworben werden:
- Saatgut 5 Euro
- Krankenversicherung 10 Euro
- 2 Hühner und ein Hahn 15 Euro
- Wasserfilter 20 Euro
- Gemüsegarten 30 Euro
- 1 Ziege 35 Euro
- Lehrergehalt für einen Monat 40 Euro
- Bienenstock 50 Euro
Einige Bilder
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Krankenversicherung
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Hühner und Hahn
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Wasserfilter
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Bienenstock
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Gemüsegarten
Mit Ihrer Unterstützung durch den Erwerb eines Gutscheines kann in Kulmasa die Lebenssituation von Familien verbessert werden. Verhelfen Sie den Menschen zu einer besseren Zukunft.
Zu erwerben sind die Gutscheine bei Ludger Hinterding (Tel. 4188) und Ulla Jung (Tel. 801242), sowie allen Vorstands-Mitgliedern, Kontaktdaten auf unserer Homepage www.kulmasa-hoerstel.de.
Ein ganz großer Dank geht an die Erstkommunionkinder, die unsere Aktion erst möglich gemacht haben.
Ulla Jung
Hörsteler Stadtmagazin Ausgabe 151 26.Jahrgang – November 2021
AktionsKreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V.
Der Aktionskreis hilft mit vielschichtiger Unterstützung in Ghanas Norden
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Seit mittlerweile rund fünf Jahren besteht der „Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V.“ nun schon offiziell. Doch die Anfänge mit der afrikanischen Region reichen bereits vier Jahrzehnte zurück. Hermann Determeyer arbeitete damals in der Nordregion Ghanas als Entwicklungshelfer. Diese Verbindung besteht bis heute fort und so ist es nicht verwunderlich, dass er aktuell gemeinsam mit dem Aktionskreisvorsitzenden Ludger Hinterding in Kulmasa zu Besuch ist.
Das im Norden Ghanas befindliche Aktionsgebiet um Kulmasa herum besteht aus 25 Dörfern und ist von der Größe etwa 1 1⁄2 mal so groß wie der Kreis Steinfurt. Ähnlich wie hier in Hörstel ist die Region landwirtschaftlich geprägt.
In den 1970er und 1980er Jahren arbeitete ebenfalls Pater Bernhard Hagen, der heutige Namensgeber des Vereins, als Missionar der Weißen Väter in dem afrikanischen Land. Auch er erkannte die vielschichtigen Schwierigkeiten, mit denen die Menschen dort konfrontiert wurden und versuchte, eine infrastruktur aufzubauen. Nachdem er in den 1990er Jahren gesundheitsbedingt nach Hörstel zog, begeisterte er schnell zahlreiche Ehrenamtliche, die ihn bei den Projekten zunächst tatkräftig unterstützten und – nach seinem Tod 2016 – die Projekte weiterführen und neue Aktionen kreieren.
Die Region in Ghana ist geprägt von einer Analphabetenrate, die immer noch zwischen 70 und 80 Prozent bei Erwachsenen betrage, weiß Ludger Hinterding. So wurden bereits früh Investitionen mit den Spendengeldern aus Hörstel in den Aufbau von Bildungseinrichtungen getätigt. Heute gehören Kindergarten, Grundschule und Junior High School (vergleichbar mit der Realschule) zum Lehrangebot dazu. Dass dieses Bildungssystem auch in diesem ländlichen Bereich Ghanas und nicht nur in den großen Ballungszentren funktioniert, dafür zeichnet der Aktionskreis ebenfalls verantwortlich. „Wir unterstützen insgesamt 18 Lehrkräfte mit einem monatlichen Gehalt von jeweils 30 Euro“, erklärt Hinterding und ergänzt zufrieden, dass man so auch in der schwierigen Pandemiezeit alle Lehrer vor Ort habe halten können. Ein weiteres Anliegen des Aktionskreises ist die gesundheitliche Versorgung. Neue Brunnen und Wasserleitungen für sauberes Wasser wurden mit Spendengeldern gebaut. Einen weiteren Schritt zur Verbesserung des Gesundheitswesens soll die Entwicklung einer Klinik sein, damit die Erkrankten nicht mehr 45 oder sogar 80 Kilometer Anfahrtswege vor sich haben.
Aktuell sind es vor allem zwei Projekte, die der Aktionskreis aktiv begleitet. Seit kurzem gibt es in Kulmasa drei Schwestern der Medical-Mission-Sisters. Dabei handelt es sich um einen österreichischen Orden, der von einer Ärztin gegründet wurde und als Ziel die Verbesserung der Lebenssituation von Frauen auf dem afrikanischen Kontinent hat. In einem langfristig angelegten mehrjährigen Plan möchte man sowohl die Einkommenssituation als auch die gesamte Ernährungssituation vor Ort verbessern.
Das „Seifenprojekt“ sieht dabei die Ausbildung von zahlreichen Frauen in der Herstellung von Seife vor. Das einmal vor Ort erlangte Fachwissen soll dabei helfen, dass die Seife auch später in den Dörfern hergestellt und verkauft werden kann. Wenn alles gut läuft, so hofft Ludger Hinterding, kann mit diesem dann vorhandenen Geld wieder genügend Gemüse und Getreide auf den Feldern angebaut werden, sodass die Gefahr von Hunger verringert werden kann. Für den Start wird der Aktionskreis Formen, um Seife zu gießen, mit im Reisegepäck dabei haben.
Ziel des aktuellen Besuchs von Ludger Hinterding und Hermann Determeyer ist darüber hinaus vor allem die Unterstützung für ein weiteres Projekt. Die Medical-Mission-Sisters haben ein Farmprojekt gestartet, bei dem bis zu 12 ha Land zur Verfügung stehen werden. Es soll eine Lern- und Lehrfarm entstehen und es sollen zahlreiche Anbaumethoden getestet werden. Man erhoffe sich, dass man auch bei diesem Projekt die Ernährungssituation der Menschen verbessern könne, so Ludger Hinterding. Helfen sollen dabei vielschichtige Tests, die sich z. B. mit der richtigen Bewässerung, mit den Standorten der Pflanzen, aber auch mit den Erkenntnissen für die passenden Getreidesamen beschäftigen werden. Angebaut werden in der Nordafrikanischen Region vor allem Hirse, Bohnen Erbsen sowie Yams und Mais. Beim Stichwort Getreide freut sich Ludger Hinterding über eine aktuelle Hilfsaktion. da der Fußmarsch für das Mahlen des Getreides aufgrund der geringen Anzahl an Mühlen sehr zeitaufwendig ist, sind im Gepäck der beiden Afrikareisenden auch Gelder für den Kauf einer mobilen Getreidemühle. Zudem seien noch zwei zusätzliche Getreidemühlen in Hörstel gespendet worden, die möglichst kurzfristig ebenfalls in Ghana zum Einsatz kommen sollen. Mit diesen zusätzlichen Spenden, ist sich Ludger Hinterding sicher, werde sich das tägliche Leben vor Ort weiter verbessern.
Wer sich über die Arbeit des Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V. näher informieren oder auch finanziell unterstützen möchte, erhält weitere Infos auf der Webseite www.kulmasa-hoerstel.de. (ca)
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IVZ-Bericht vom 25. November 2021
Glücks-Scheine geben bedürftigen Familien Hoffnung und Freude
Aktionskreis Kulmasa bietet „Glücks-Scheine“ für eine bessere Zukunft der Menschen in Kulmasa an
Von Marianne Sasse
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So sehen die Glücks-Scheine aus. Die Bilder haben Kommunionkinder aus Hörstel gestaltet; v.l. Ulla Jung, Wiebke Heller und Angelika Wallmeyer aus der Glücks-Schein-Projektgruppe des Aktionskreises Kulmasa. Foto: Marianne Sasse
HÖRSTEL. „Stehen auch Sie oft vor der Frage, was Sie verschenken sollen, weil der zu Beschenkende schon alles hat? Wir haben eine Lösung. Verschenken Sie doch einen Glücks-Schein“, heißt es in einer Pressemitteilung des Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V.. Durch den Erwerb der Glücks-Scheine werden bedürftige Familien in der Partnerschaftsgemeinde Kulmasa im Norden Ghanas unterstützt, den Menschen wird Essen, Arbeit, eine Gesundheitsversorgung und Bildung gegeben und damit auch die Chance auf eine glücklichere Zukunft.
Die Idee, diese Glücks- Scheine aufzulegen, hatte die 2. Vorsitzende des Aktionskreises, Ulla Jung. „Glücks-Scheine“ sind zweckgebundene Spenden, die zu den Themen Saatgut, Huhn/Hahn, Krankenversorgung, Wasserfilter, Gemüsegarten, Ziege, Lehrergehalt für einen Monat und Bienenstock angeboten werden. „Sie haben einen Wert zwischen fünf Euro für Saatgut über 30 Euro für ein Lehrergehalt für einen Monat bis hin zu 50 Euro für einen Bienenstock“, erklärt Jung die Aktion. Das helfe vielen Familien, ihre Kinder zu er- nähren. Oft müssen die Kin- der mitarbeiten, weil das Einkommen nicht reicht. Durch diese Sachspenden entspannt sich bei vielen die Notlage, und Kinder können die Schule besuchen, statt zu arbeiten, weiß Ulla Jung, die bereits die Partnerschaftsgemeinde Kulmasa besuchte und sich persönlich ein Bild vom Leben der Menschen machen konnte.
Auch weiß sie, dass Schwestern des Medical- Mission-Ordens in Kulmasa gerade mehrere Projekte starten, unter anderem den Aufbau einer Bienenzucht. Mit diesen Vorhaben wollen sie die Frauen stärken, ihre Einkommensmöglichkeiten zu erweitern. Der Aufwand und die Pflege für einen Bienenstock sind überschaubar und erfordern keine ständige Arbeitskraft, sodass die Frauen auch weiterhin anderen Tätigkeiten nachgehen können. Mit Bienenstock- Glücks-Scheinen zum Beispiel kauft der Aktionskreis Bienenstöcke für Frauen.
„Der Erlös aus den Glücks-Scheinen verhilft Familien in Kulmasa, und damit auch deren Kinder, zu einer besseren Zukunft“, sagt Jung. Erhältlich sind die Glücks-Scheine ab dem ersten Adventswochenende über die Homepage des Aktionskreises www.kulmasa-hoerstel.de. „Dort ist ein Button hinterlegt. Den klickt manan, sucht sich den entsprechenden Glücks-Schein aus und überweist das Geld auf das angegebene Konto. Sobald das Geld eingegangen ist, wird der Glücks-Schein versandt,“ erklärt Jung das Verfahren. Wie sie weiter sagt, kann man die Glücks-Scheine ab dem 9. Dezember auch zu den Öffnungszeiten des Weihnachtsbaumverkaufes auf dem Hof Verkamp in Ostenwalde erwerben, oder man kann sich diesbezüglich an den Vorsitzenden des Aktionskreises, Ludger Hinterding, ☎ 05459 / 4188, an Ulla Jung, ☎ 05459 / 901242, oder an ein weiteres Vorstandsmitglied wenden.
IVZ-Bericht vom 19. November 2021
Kolpingsfamilie spendet für Kulmasa
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Wiebke Heller, Ingrid Miethe und Matthias Fislage.
Eine Spende in Höhe von 400 Euro überreichten am Mittwochabend Ingrid Miethe (Mitte) und Matthias Fislage (r.) von der Kolpingsfamilie Hörstel an Wiebke Heller (l.) vom Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V.. Das Geld kommt aus der Schrottaktion der Kolpingsfamilie, die es seit Jahrzehnten in Hörstel gibt. Auch dieses Jahr brachte die Aktion ein gutes Ergebnis. Dafür bedankt sich die Kol- pingsfamilie bei allen, die auf verschiedenste Weise dazu beigetragen haben. Auch Wiebke Heller sagte „Danke“ für die Spende, die in den Bildungsfond fließt und der Schulbil- dung der Kinder in Kulmasa zu Gute kommt.
IVZ-Bericht vom 09. Oktober 2021
Hilfe aus Hörstel für Farm in Ghana
Hermann Determeyer und Ludger Hinterding reisen nach Kulmasa
Von Marianne Sasse
HÖRSTEL. Die Reisevorbereitungen laufen: Am 20. Oktober machen sich Hermann Determeyer und Ludger Hinterding auf den Weg nach Ghana. Sie wollen helfen, unter anderem bei einem Farmprojekt.
Vor über 40 Jahren war Hermann Determeyer als Entwicklungshelfer im Norden Ghanas tätig, in der Region, in der auch der verstorbene Weiße Vater, Pater Bernhard Hagen, lebte und arbeitete. Bis heute hat Determeyer eine Verbindung zu diesem afrikanischen Land. Immer wieder besuchte er es und suchte nach Lösungen, um das Leben der Menschen zu bessern. Als sich der Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen Hörstel, gründete, wurde er aktives Mitglied und reiste auch schon mit anderen aus dem Aktionskreis in den Norden Ghanas nach Kulmasa.
Viel verändert
Wie er beobachtet, hat sich das Land in den 40 Jahren verändert. „Die politische Lage hat sich stabilisiert. Stammeskämpfe gibt es nicht mehr. Die Städte sind heute größer und moderner, auch die Infrastruktur dort hat sich verbessert, insbesondere was Bildung und das Gesundheitswesen betrifft. Auf dem Land hat sich ebenfalls einiges zum Besseren gewendet, aber längst nicht so, wie in den Städten“, berichtet er.
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Hermann Determeyer (r.) zeigt den Maisrebler und Ludger Hinterding, der Vorsitzende des Hörsteler Aktionskreises Kulmasa, die Formen zum Seife herstellen. Beides nehmen sie mit, wenn sie jetzt nach Kulmasa reisen. Foto: Marianne Sasse
Nun haben sich in Kulmasa Schwestern der Medical-Mission-Sisters niedergelassen, um in einem Zehnjahresplan einiges zum Wohl der Bevölkerung voranzubringen. Begonnen haben sie vor einigen Wochen mit einem Seifenprojekt, in dem Frauen lernen, Seifen herzustellen und zu vermarkten, um so für ihren Lebensunterhalt selber sorgen zu können. Als Nächstes wollen sie eine Lern- und Lehrfarm auf bauen, die zu einem geplanten Krankenhaus gehören und die Versorgung der zukünftigen Patienten sichern soll. Der Bau des Krankenhauses steht am Ende des Zehnjahresplans. Fördermittel aus dem Topf „Engagement Global – NRW“, die Ludger Hinterding, der Vorsitzende des Hörsteler Aktionskreises Kulmasa, beantragte, wurden für die Farm genehmigt.
Neue Anbaumethoden
Die Missionsschwestern fragten Determeyer, ob er bereit sei, sie bei diesem Farm-Projekt beratend zu unterstützen. Er sagte zu. Mit ihm reist Ludger Hinterding, dessen geplante Reise nach Ghana im vergangenen Jahr coronabedingt ausgefallen ist. Viel landwirtschaftliches Wissen ist erforderlich, „immer mit der globalen Klimakrise, und auch mit der sinkenden Bodenfruchtbarkeit und weiteren Besonderheiten dieser Region im Blick“, sagt Determeyer. Wie Hinterding weiß, soll die Farm nach und nach auf zwölf Hektar Land anwachsen. Neue Anbaumethoden sollen ausprobiert und Gemüseanbau soll forciert werden, um die Ernährung der Menschen zu verbessern, nennt Determeyer Ziele dieses Farm-Projektes.
Hinterding wird fünf Wochen bleiben, Determeyer bis kurz vor Weihnachten. Mit im Gepäck haben sie Formen, um Seife zu gießen, für das Seifen-Projekt. Auch nehmen sie gespendete Kinderkleidung mit, ebenso einen Maisrebler, ein altbewährtes handliches Gerät zum Entkörnen von ausgereiften Maiskolben, was den Frauen die zeitaufwendige Handarbeit erspart.
Treffen mit Komitee
Sie werden sich die Projekte anschauen, die bislang vom Aktionskreis unterstützt wurden und immer noch werden, wie die Bezahlung von Hilfslehrern in entlegenen Gebieten. Mit dem Partnerschafts-Komitee wollen sie sich treffen, um über weitere Maßnahmen zu beraten, die vor Ort am dringendsten sind.
Und immer wieder wenden sich Dinge zum Guten, wie der Aktionskreis es gerade erlebte: Der Wunsch nach einer Getreidemühle war aus Kulmasa gekommen, weil viele Frauen weite Wege zur nächsten Mühle haben und dort lange warten müssen, bis ihr Getreide gemahlen wird. Vor einigen Wochen wurden dem Aktionskreis zwei Getreidemühlen gespendet – für eine dritte sind Geldspenden eingegangen. „Mit drei Getreidemühlen, die natürlich sinnvoll platziert werden, können sich viele Frauen sehr weite Wege ersparen“, wissen die Männer. So kommt die Hilfe in Kulmasa auch an.
■ Wer sich näher über die Arbeit des Aktionskreises Kulmasa informieren oder ihn unterstützen möchte, ist richtig auf der Homepage
IVZ-Bericht vom 01. Oktober 2021
„Glücks-Scheine“ für eine bessere Zukunft
Kommunionkinder malen Bilder für Aktionskreis Kulmasa
Von Marianne Sasse
HÖRSTEL. Wir sind der Arbeitskreis Kulmasa – Pater Hagen Hörstel e.V. und möchten mit euren gemalten Bildern ,Glücks-Scheine‘ für eine bessere Zukunft für Kinder in Ghana erstellen.“ So steht es auf der Einladung, die die Kommunionkinder aus St. Antonius beim Kommunionfrühstück am Tag nach der Erstkommunion erhielten. Die Malaktion für diese Bilder startete am Dienstagnachmittag im Pfarrzentrum St. Antonius.
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Kommunionkinder malten mit Freude für einen guten Zweck. Ulla Jung (hinten l.) hatte die Idee, „Glücks-Scheine“ von Kommunionkindern bemalen zu lassen. Sie lief bei Julia Minnerup (hinten r.), die die Kommunionvorbereitung leitet, offene Türen ein. Angelika Wallmeyer (hinten Mitte) unterstützte die Malaktion mit Kuchen und Getränken. Foto: Marianne Sasse
Die zweite Vorsitzende des Hörsteler Aktionskreises Kulmasa, Ulla Jung, hatte die Aktion auf den Weg gebracht. Da wegen Corona einige Veranstaltungen, bei denen der Aktionskreis normalerweise mit einem Infound Verkaufsstand vertreten ist, weggefallen sind, ist Kreativität gefragt, damit der Kreis weiterhin in Kulmasa helfen kann.
Ulla Jung wandte sich an Julia Minnerup, die die Kommunionvorbereitung in St. Antonius leitet und lief offene Türen ein. „Ich finde die Idee super“, meinte Minnerup. „Es ist echt schön, dass sich die Kommunionkinder jetzt noch einmal treffen, Gemeinschaft erleben und dabei eine gute Sache unterstützen.“
Neben Jung und Minnerup machte auch Angelika Wallmeyer vom Aktionskreis Kulmasa mit. Sie versorgte die Kinder mit Kuchen und Getränken. Da das Wetter gut war, hatten die drei Frauen Tische und Stühle auf die Terrasse des Pfarrsaals getragen. Hier legten die Kinder los. Auch sie fanden die Aktion toll und malten mit Eifer. Und wer keine Zeit hatte zu kommen, konnte auch zuhause Bilder gestalten. Folgende acht Themen waren vorgegeben: Saatgut, Gemüsegarten, Hühnerfarm, Ziege, Bienenstock, Wasserfilter, Krankenversorgung und Lehrergehalt für einen Monat.
Die gemalten Bilder dienen als Grundlage für Spenden-Gutscheine, sogenannte Glücks-Scheine“, die der Aktionskreis in der Vorweihnachtszeit anbieten möchte. Bei diesen „Glücks-Scheinen“ handelt es sich um zweckgebundene Spenden im Wert von fünf Euro, zum Beispiel für Saatgut, über 35 Euro für eine Ziege bis hin zu 50 Euro für einen Bienenstock.
Ich freue mich riesig, dass wir Unterstützung bekommen und so viele tolle Bilder gemalt werden. Auch Kinder, die den Jugendtreff St. Antonius besuchen, malen mit Michael Kijewski Bilder für diese Aktion“, informierte Jung. „Der Erlös aus den Bilder-Gutscheinen verhilft Familien in Kulmasa, und damit auch deren Kinder, zu einer besseren Zukunft.“
Verkauft werden die „Glücks-Scheine“ in der Vorweihnachtszeit bei den Vorstandsmitgliedern und bei eventuell noch stattfindenden Veranstaltungen, bei denen der Aktionskreis dabei ist.
IVZ-Bericht vom 12.07.2021
Jahreshauptversammlung des Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V.
Wunsch nach mobiler Getreidemühle
Montag, 12. Juli 2021
von Marianne Sasse
-ms- HÖRSTEL. Der bisherige Vorstand ist auch der neue. Auf der Jahreshauptversammlung des Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V., die eigentlich schon im Februar hätte sein sollen, wurden alle Vorstandsmitglieder einstimmig für eine neue Amtszeit wiedergewählt. Somit bleibt Ludger Hinterding erster Vorsitzender, Ulla Jung zweite Vorsitzende, Franz-Josef Egelkamp erster Kassierer und Maria Hinterding Schriftführerin.
Dass auch in der Pandemiezeit ein intensiver Kontakt nach Kulmasa bestand, und der Vorstand unermüdlich gearbeitet hat, wurde deutlich im Jahresbericht des Vorsitzenden. Obwohl geplante Verkaufsaktivitäten des Aktionskreises – beispielsweise beim Marktzauber in Gravenhorst oder bei den Hörsteler Frühlingsfarben – nicht stattfinden konnten und damit Einnahmen, die in den Finanzetat fest eingeplant waren, weg- gefallen sind, war es dem Kreis dennoch möglich, wichtige Projekte in Kulmasa finanziell zu unterstützen.
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Der alte und neue Vorstand des Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V., v.l.n.r: erster Kassierer Franz Josef Egelkamp, zweite Vorsitzende Ulla Jung, erster Vorsitzender Ludger Hinterding und Schriftführer Maria Hinterding Foto: Marianne Sasse
Der Vorstand traf sich in der Pandemiezeit per Video- schalte und auch live, um Aktionen mit und für Kulmasa abzustimmen, beispielsweise die finanzielle Unterstützung für Hilfslehrer in den Buschdörfern, für drei Jugendliche in einer handwerklichen Ausbildung, für eine weitere erfolgreiche Bohrung nach Wasser, für ei- ne dringend erforderliche und erfolgreiche OP für einen kleinen Jungen mit einem deformierten Fuß, die die Eltern nicht hätten bezahlen können, für das Zahlen der Schulgebühren für ein Mädchen namens Mary, das so vor der Prostitution bewahrt werden konnte, und das mittlerweile erfolgreich die zweite Klasse einer Berufsschulausbildung absolviert.
Doch es gibt auch Projekte, die derzeit noch nicht um- setzt werden konnten. „Gerne würden wir dem Wunsch der Gemeinde nach Anschaffung einer Getreidemühle nachgekommen“, so Hinterding. „Jetzt ist es so, dass Frauen oft weite Wege zu einer Mühle gehen, lange in der Sonne stehen und warten müssen, bis sie endlich dran sind, ihren Wochenvorrat zu mahlen. Manchmal müssen sie auch unverrichteter Dinge wieder zurück. Eine mobile Mühle würde den Alltag vieler Frauen deutlich erleichtern.“ Wie er weiter sagte, koste so eine mobile Mühle etwa 1300 Euro. „Dafür suchen wir Sponsoren“, so seine dringende Bitte. Auch aus den Reihen der Anwesenden wurde deutlich, wie wichtig die Anschaffung dieser Mühle ist.
Weiter gab Hinterding bekannt, dass sich im Oktober 2020 drei Schwestern des Medical Mission Sisters-Ordens in Kulmasa niedergelassen haben, was er als einen Glücksfall bezeichnet. „Die Schwestern haben große Pläne und scheinen auch in der Lage zu sein, diese umzusetzen“, so Hinterding. Die Zusammenarbeit des Hörsteler Aktionskreises mit den Schwestern und einem in Entwicklungshilfe erfahrenen Mannes habe sich intensiviert, wurde im Bericht des Vorsitzenden deutlich.
Um Projekte der Schwestern zu unterstützen, braucht es Geld. „Um an Zuschusstöpfe zu kommen, mussten wir eine ‚Trägerprüfung‘ durchlaufen. Diese haben wir Anfang des Jahres erfolgreich bestanden“, informierte der Vorsitzende.
Für zwei große Projekte der Schwestern ist der Aktionskreis jetzt der deutsche Ansprechpartner: Zum einen für das Anliegen, eine ökologische Lehr- und Lernfarm in Kulmasa aufzubauen, bei der in einem Mehrstufenplan die Bauern nach und nach mit veränderten Anbaumethoden vertraut gemacht werden sollen, um so die Ernährung der Bevölkerung ganzjährig zu verbessern. „Die Schwestern suchen dazu deutsche Beratung. Über den SES (Senior Expert Service) in Bonn steht unser Aktionskreismitglied Hermann Determeyer zu einem mehrwöchigen Einsatz vor Ort in den Startlöchern“, so Hinterding. Wie er weiter sagte, sind die Anträge zur Bezuschussung aus deutschen Stiftungsgeldern gestellt, der Projektstart ist für Anfang nächsten Jahres geplant.
Bei dem zweiten großen Projekt geht es um Frauenförderung durch lokale Seifenherstellung in Kulmasa. Hier sollen zwei Gruppen mit jeweils 100 Frauen lernen, qualitativ hochwertige Seife herzustellen. Diese soll neben dem Eigenbedarf auch vermarktet werden, um so die Einkommenssituation der Familien zu verbessern und das Selbstbewusstsein der Frauen zu stärken. Auch hier sind Fördergelder beantragt. „Bis jetzt ist schon viel Arbeit in die Entwicklung der Projekte und der Anträge geflossen. Hoffen wir, dass die Projekte gut ans Laufen kommen und erfolgreich sind“, so der Vorsitzende. Er informierte auch, dass die Schwestern der MMS die aus Hörstel geschickten Nähmaschinen verwalten und Frauen im Ort im Nähen anleiten. Zum Abschluss seiner Ausführungen dankte er allen Aktiven und allen den Spendern, die die dringend benötigte Hilfe in Kulmasa erst möglich machen.
Einen ausführlichen Kassenbericht gab Franz-Josef Egelkamp. „Dank eines zufriedenstellenden Kontostandes konnte die notwendige finanzielle Hilfe nach Kulmasa weiterhin fließen“, sagte er, machte aber auch darauf aufmerksam, dass die Spendeneingänge in 2020 nicht so hoch waren wir in den Jahren zuvor.
Kathrin Lüttmann, die mit Wiebke Heller die Kasse geprüft hatte, beantrage die Entlastung des Kassierers und des Vorstandes, die einstimmig erfolgte. Norbert Hembrock stellte kurz die von ihm erstellte und aktualisierte Homepage vor.
Auch wurde besprochen, wie die Arbeit in Hörstel weitergeht. Die Mitglieder hoffen, dass in diesem Jahr noch traditionelle Märkte durchgeführt werden, auf denen sie mit einem Verkaufs- und Informationsstand vertreten sein können. Dort sollen vor allem die bewährten Produkte des Aktionskreises angeboten werden. Ein nächstes Treffen für alle Mitglieder und Interessierte ist Mittwoch, 25. August, dem fünften Todestag von Pater Bernhard Hagen, um 20 Uhr im Pfarrsaal geplant. Vorher sind alle zur Abendmesse in der St.-Antonius-Kirche eingeladen, in der Pater Hagen gedacht werden soll.
<a href="https://www.kulmasa-hoerstel.de„>https://www.kulmasa-hoerstel.de
Aktionskreis Kulmasa unterstützt Frauenförderprogramm
Eigenes Einkommen durch Seifenherstellung erzielen
Dienstag, 30. März.2021 von Marianne Sasse
-ms- HÖRSTEL. Auch wenn sich die Mitglieder des Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel aktuell nicht treffen können und bestimmte Aktionen aufgrund der Coronapandemie nicht machbar sind, ist der Vorstand des Vereins aktiv, um die Hilfe für Kulmasa fortzuführen und auch, um die vielen Interessierten und Sponsoren in Hörstel und Umgebung über die Fortschritte der Arbeit des Aktionskreises zu informieren.
Derzeit gibt es ein Projekt zur Frauenförderung, bei der je 100 Frauen in einer drei Mal dreimonatigen Schulung in die Seifenherstellung eingeführt werden, mit dem Ziel, ihnen ein eigenes Einkommen zu ermöglichen. „Gerade für dieses neue Projekt bitten wir um finanzielle Unterstützung“, sagt der Vorsitzende Ludger Hinterding. Das Spendenkonto ist auf der Homepage angegeben, ebenso die Möglichkeiten, mit dem Vorstand Kontakt aufzunehmen und Mitglied zu werden.
Zudem weist Hinterding darauf hin, dass ab Ostern wieder die Sparkassen-Aktion „Einfach. Gut. Machen.“ startet, dieses Mal mit dem Ziel, die 18 Lehrergehälter der sogenannten „Baumschulen“ in den entlegenen Dörfern, die der Aktionskreis finanziert, zu sichern. Dabei sitzen die jungen Schülerinnen und Schüler im Schatten eines Baumes und erhalten dort Unterricht. Schulgebäude gibt es in diesen Dörfern nicht. Pater Hagen war Bildung immer wichtig, um die Menschen aus der Armut herauszuführen. Um alle Interessierten aktuell zu informieren, haben Norbert Hembrock und Ludger Hinterding ehrenamtlich viel Zeit und Energie in die Erstellung der Homepage investiert, die auf www.kulmasa-hoerstel.de eingesehen werden kann. Die Homepage ist übersichtlich gestaltet. Die Chronik, beginnend mit der Gründung der Partnerschaft zwischen der neuen Pfarrei in Kulmasa und der Seelsorgeeinheit St. Antonius Hörstel im Jahr 2014, ist dort einzusehen, ebenso Informationen über das Land Ghana und die Region Kulmasa, über das Leben und Wirken des verstorbenen Weißen Vater Pater Bernhard Hagen, auf dessen Initiative dieser Aktionskreis zurückgeht, über den Aktionskreis selbst und seine Ziele, und was er, dank vieler Spenden und Aktionen, bisher erreichen konnte, sowie über aktuelle Maßnahmen. www.kulmasa-hoerstel.de
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Der Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V. führt die Arbeit des verstorbenen Weißen Vaters Pater Bernhard Hagen (Foto) in Kulmasa, im Norden Ghanas, fort. Foto: Archiv/Marianne Sasse
IVZ-Bericht vom 12. Januar 2021
Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V. blickt auf Jahr mit viel Aktivität zurück
Corona-Hygiene ist schwierig
Von Marianne Sasse
HÖRSTEL. „Auch wenn dieses Corona-Jahr viele Pläne über den Haufen geworfen hat, ist letztlich doch viel Aktivität gewesen“, schreibt Ludger Hinterding, Vorsitzender des Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V., in seinem Jahresrückblick. Sein Dank gilt allen Aktiven und allen Spendern, die die dringend benötige Hilfe in Kulmasa erst möglich machen. Wie es dort weiter heißt, hatte der erste bundesweite Lockdown im März auch Auswirkungen auf den Verein. Die geplanten Verkaufsaktivitäten beim Marktzauber in Gravenhorst und bei den Hörsteler Frühlingsfarben sind ausgefallen – Veranstaltungen, die im Etat des Vereins fest eingeplant waren. Auch die Verkaufsaktionen auf dem Martinimarkt in Bevergern und dem Weihnachtsmarkt am Torfmoorsee fielen coronabedingt in diesem Jahr aus. Der Besuch von drei Mitgliedern des Vereins aus Hörstel in der Partnergemeinde Kulmasa im Mai musste wegen des weltweiten Lockdowns abgesagt werden. „Das Geld für die Tickets hat die Fluggesellschaft bis heute nicht zurückerstattet“, so Hinterding. Der dortige Pfarrer, Father Tanti, berichtete, dass es schwierig sei, die Bevölkerung über das Coronavirus zu informieren und von den notwendigen Schutzmaßnahmen zu überzeugen. Zudem sei die Einhaltung der Hygienevorschriften, besonders das häufige Händewaschen, schwierig, da sauberes Wasser ja nicht ausreichend zur Verfügung steht. Der Aktionskreis aus Hörstel unterstützte die Gemeinde in Kulmasa mit Geld zur Anschaffung von Fieberthermometern, Desinfektionsmitteln, Mundschutz, Handwaschstationen und ähnlichen Dingen. Insgesamt ist die Gemeinde Kulmasa bislang glimpflich davongekommen. Father Tanti führt das unter anderem auf die geringe Bevölkerungsdichte zurück und auf die Feldarbeit im Freien. Weiter berichtet Hinterding, dass sich der Aktionskreis im Frühjahr an der Sparkassen-Aktion „Einfach. Gut. Machen.“ beteiligte. Wie schon im Jahr zuvor wurde um Spenden zur Anschaffung von Schulmöbeln gebeten. Die Sparkasse erhöhte den Betrag um 500 Euro. Aus Vereinsmitteln wurde er dann auf 2000 Euro aufgestockt. Jetzt brauchen weitere rund 100 Kinder beim Unterricht nicht auf dem nackten Boden sitzen. Im Herbst sind Boxen mit Hilfsmitteln nach Kulmasa geschickt worden. 30 Notebooks für die Schule, Nähmaschinen, die den Frauen in Kulmasa die Möglichkeit eines Zuverdienstes geben, 20 Wasserfilter, damit die Kinder in den Buschschulen sauberes Wasser trinken können, viele Trikots und Fußbälle vom SC Hörstel, von Firmen gespendetes Verbandsmaterial, Ausstattungsgegenstände für die Krankenstation und Artikel für Corona-Schutzmaßnahmen kamen hinzu, ebenso Sachen für die Kirche, wie Messgewänder und eine Monstranz. Statt der einen Box wurden es drei mit je einem Kubikmeter Inhalt. Diese wurden von Rotterdam mit dem Schiff nach Accra und von dort weiter auf dem Landweg nach Kulmasa gebracht. Für die Hafengebühren und die Kosten des Transportes hat der Aktionskreis einen größeren Betrag überwiesen. Pater Michael Hürter vom Referat Weltkirche des Bistums Münster vermittelte dem Aktionskreis einen Kontakt mit Martin Wilde und Schwester Ursula Maier von den Medical Mission Sisters in Ghana. Ihr Orden plant eine Niederlassung in Kulmasa mit dem Schwerpunkt des Ausbaus der medizinischen Versorgung. Wie es im Jahresbericht weiter heißt, ist Wilde erfahren in der Entwicklungshilfe und hat angeboten, den Aktionskreis bei weiteren Projekten beratend zu unterstützen. Im Laufe des Jahres unterstützte der Aktionskreis auch einen siebenjährigen Jungen, der infolge einer Deformation seines Fußes nicht mehr laufen konnte. Durch Vermittlung von Schwester Ursula ist der Junge erfolgreich operiert und jetzt in der Rehabilitation. Zum Erntedankfest hatte der Aktionskreis die Möglichkeit, einen kleinen Verkaufsstand beim Open-Air Gottesdienst auf dem Hof Grolle aufzubauen, zu dem die Kirchengemeinde St. Reinhildis eingeladen hatte. „In dem halbstündigen Stoßgeschäft nach dem Gottesdienst konnten wir noch einen guten Umsatz erzielen“, so Hinterding. Beim Weihnachtsbaum verkauf auf dem Hof Verkamp in Ostenwalde war der Aktionskreis mit einem Stand unter Corona-Bedingungen vertreten, der wegen des erneuten Lockdowns aber vorzeitig wieder abgebaut werden musste. Bei einem im Sommer vom Land NRW aufgelegten Sonderprogramm an Corona-Hilfen stellte der Aktionskreis in Absprache mit dem Partnerschaftskomitee Kulmasa einen Antrag auf Unterstützung bei der Bohrung nach Wasser. Nach Angaben der Staatskanzlei seien sie völlig überrollt worden mit Hilfsanträgen. Leider wurde das Projekt in Kulmasa nicht berücksichtigt. Zum Jahresende schickte Father Tanti per Whatsapp gute Segenswünsche zu Weihnachten und zum neuen Jahr. „Wir beten für euch alle“, schrieb er unter anderem. Und er schickte Fotos von einer fröhlichen Weihnachtskinderparty, die das Partnerschaftskomitee in Kulmasa sowohl für christliche als auch für muslimische Kinder ausgerichtet hatte, sowie ein Video von einem fünfköpfigen Chor mit beeindruckenden Stimmen, der musikalisch gute Weihnachts- und Neujahrswünsche nach Hörstel schickte.
Presse 2020
Hinterding bleibt Vorsitzender
Jahreshauptversammlung des Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen e.V.
Montag, 9. März 2020 von Marianne Sasse
HÖRSTEL. Den gesamten Vorstand galt es zu wählen bei der Jahreshauptversammlung des Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen e.V. im Haus Elisabeth. Alle Amtsinhaber wurden einstimmig bestätigt. Damit bleibt Ludger Hinterding 1. Vorsitzender, Ulla Jung stellvertretende Vorsitzende, Franz Josef Egelkamp Kassierer und Maria Hinterding Schriftführerin.
In seinem umfassenden Jahresbericht erinnerte der Vorsitzende unter anderem an die Teilnahme des Aktionskreises mit Verkaufsständen beim Marktzauber in Gravenhorst, bei den Hörsteler Frühlingsfarben, auch mit einem Café im Autohaus Tumbrink. Erstmals waren die Mitglieder zudem beim Martinimarkt in Bevergern dabei. Aus dem anschließenden Bericht des Kassierers wurde deutlich, dass sich die Einsätze finanziell gelohnt haben.
Als herausragend bezeichnete Hinterding die Aktion Schulmöbel, die mit großer Unterstützung der Kreissparkasse Steinfurt gestemmt wurde. Mehr als 60 Schulbänke konnten in Kulmasa im afrikanischen Staat Ghana und den umliegenden Dörfern angeschafft werden. Die Kinder müssen nun nicht mehr auf dem Boden liegend den Unterricht verfolgen. Auch wies der Vorsitzende darauf hin, dass der Verein Kulmasa 15 „Hilfslehrer“, die in den Schulen im Busch unterrichten, unterstützt. Weiter bestückt der Verein regelmäßig den Bildungsfond für bedürftige Schüler. Zu Weihnachten gab eine Lebensmittelspende für die ärmsten Menschen in Kulmasa und der Region.
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Einstimmig wiedergewählt wurde der bisherige Vorstand des Aktionskreises Kulmasa – Peter Hagen: Der Vorsitzende Ludger Hinterding (v.l.), Schriftführerin Maria Hinterding, Kassierer Franz Josef Egelkamp und die stellvertretende Vorsitzende Ulla Jung Foto: Marianne Sasse
Mit dem Fond, den der Verein eingerichtet hat, um ein Serum gegen Schlangenbisse vor Ort zu haben, konnten, laut Father Tanti, dem Ansprechpartner in Kulmasa, bereits viele Menschenleben gerettet werden. Auch unterstützt der Hörsteler Verein ein junges Mädchen, das unter Vortäuschen falscher Tatsachen von einem Mann in den Süden des Landes gelockt worden war. Es konnte flüchten und nach Kumlasa zurückkehren. Sieben der acht Geschwister und der Vater waren verstorben. Der Aktionskreis stellte Geld zur Verfügung, damit das Mädchen Anfang Januar eine Ausbildung beginnen konnte.
Weiter sagte Hinterding, dass von der Spende der kfd Hörstel für die Gesundheitsstation ein Mikroskop für Labor- und Blutuntersuchungen angeschafft wurde. Er berichtete vom Erfolg der Sammeldosenaktion für Kleingeld, die 880 Euro einbrachte, von weiteren Aktivitäten und von der Entwicklung in Kulmasa. Weiter sagte Hinterding, dass es die erhoffte Unterstützung der Priester in Kulmasa durch Messstipendien mangels Masse leider nicht gab.
»Im vergangenen Jahr haben wir wieder viel Unterstützung aus der Gemeinde erhalten.«
Ludger Hinterding
„Im vergangenen Jahr haben wir wieder viel Unterstützung aus der Gemeinde erhalten“, freute sich der Vorsitzende jedoch. Beispielhaft nannte er Spenden bei Beerdigungen anstelle von Kränzen, Spenden bei Geburtstagsfeiern anstelle von Geschenken, die Aktion „Blind date mit dem Buch“ der Buchhandlung Hörstel und die finanzielle Förderung durch die Schützenvereine beim Schützenfest. Nach vielen weiteren Informationen aus dem abgelaufenen Jahr beendete er seinen Jahresrückblick mit einem Dank an alle Helfer und Unterstützer. Diesen auch ausdrücklich im Namen von Father Tanti und dem Partnerkomitee in Kulmasa.
Einen detaillierten Kassenbericht legte Kassierer Franz Josef Egelkamp vor. Ein Beschluss über die Verwendung des Jahresüberschusses wurde einstimmig gefasst. Der Kassierer und der Vorstand wurden einstimmig entlastet. Neue Kassenprüferin ist Wiebke Heller, die im nächsten Jahr mit Kathrin Lüttmann die Kasse prüft.
Der Vorsitzende gab die geplanten Aktionen bekannt. Das sind die Teilnahme an den Hörsteler Frühlingsfarben am 10. Mai, am Marktzauber am 24. Mai, am Martinimarkt in Bevergern, und möglicherweise auch am Weihnachtsmarkt am Torfmoorsee am dritten Adventswochenende. Hinterding sagte, dass drei Mitglieder des Aktionskreises Ende Mai in die Partnergemeinde Kulmasa reisen. Die Reisekosten trägt jeder, wie bei den vorherigen Reisen auch, selbst. Er machte darauf aufmerksam, dass Notebooks gesucht werden, die für schulische Zwecke in Kulmasa genutzt werden können. Das nächste Treffen des Aktionskreises ist Donnerstag, 23. April, 20 Uhr, im Haus Elisabeth. Jeder, der im Aktionskreis mitmachen, ihn unterstützen oder Notebooks spenden möchte, ist da zu eingeladen.
Menschen sehen die Gefahr nicht
Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V.: Interview mit dem Vorsitzenden Ludger Hinterding
Dienstag, 05. Mai 2020 von Marianne Sasse
-ms- HÖRSTEL. Die Hörsteler Frühlingsfarben sind abgesagt, ebenso der Marktzauber am Kloster Gravenhorst. Bei beiden Veranstaltungen wäre der Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V. vertreten gewesen. Bei den Hörsteler Frühlingsfarben mit einer Caféteria und einem Verkaufsstand im Autohaus Tumbrink, beim Marktzauber mit einem Verkaufsstand. Der Aktionskreis setzt die Arbeit des verstorbenen Paters Bernhard Hagen in Kulmasa, im Norden Ghanas, fort und kümmert sich vornehmlich um Bildung und Gesundheit. Die IVZ wollte wissen, was diese Absagen für den Verein bedeuten, und wie die aktuelle Lage in Kulmasa ist. Im Interview mit Marianne Sasse schildert Vorsitzender Ludger Hinterding die Situation.
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Ludger Hinterding blickt mit Sorge auf die Entwicklung in Kulmasa, wo das Coronavirus die Menschen bedroht. Foto: Marianne Sasse
Herr Hinterding, die Hörsteler Frühlingsfarben und der Marktzauber sind abgesagt. Keine Veranstaltungen, keine Einnahmen. Was bedeutet das für den Aktionskreis?
Ludger Hinterding: Das ist für uns schon ein Schlag ins Kontor. Die Vorbereitungen waren schon angelaufen für den Marktzauber und auch für den Verkaufsstand bei den Frühlingsfarben neben der Caféteria im Autohaus Tumbrink. Das mussten wir jetzt leider absagen. Beim Gottesdienst am Freitagmorgen beim Schützenfest und auch bei der Nachfeier im BSV Knobben-Poggenort wurde für Kulmasa gesammelt. Diese eingeplanten Einnahmen fallen jetzt leider weg.
Müssen durch den Einnahmeverlust Hilfsprojekte unterbrochen oder sogar vorzeitig beendet werden?
Hinterding: Wir unterstützen inzwischen 18 Hilfslehrerinnen und Hilfslehrer mit einem monatlichen Betrag von je 30 Euro. Diese arbeiten überwiegend in den abgelegenen Buschdörfern, in denen die Kinder sonst überhaupt nicht die Chance hätten, zur Schule zu gehen. Zusätzlich unterstützen wir bedürftige Schülerinnen und Schüler in einem Bildungsfonds. Davon können diese Schulmaterialien kaufen oder zum Beispiel an der Schulspeisung teilnehmen. Wir hoffen, dass hier die Unterstützung durch die hiesige Bevölkerung nicht abbricht. Lange können wir diese Durststrecke nicht überbrücken.
Haben Sie aktuelle Informationen aus Kulmasa? Ist das Coronavirus dort ein Thema?
Hinterding: Gerade an diesem Wochenende habe ich eine Mail von Father Tanti, dem zuständigen Pfarrer in Kulmasa, bekommen. Er schreibt, dass es schwer sei, der Bevölkerung die Gefahren durch das Coronavirus verständlich zu machen. Ein Großteil der erwachsenen Bevölkerung sind Analphabeten. Das Virus kann man nicht sehen, nicht schmecken oder riechen – es ist für die Menschen dort sehr abstrakt. Father Tanti schreibt weiter, dass jetzt, nach der Trockenzeit, die Regenzeit allmählich wieder anfängt. Das heißt, dass die Menschen nun wieder der Feldarbeit nachgehen können, sie sich damit von morgens bis abends auf den Feldern aufhalten, und dadurch der Kontakt stark eingeschränkt werde. Charles Kipo, der viel als Fahrer für Pater Hagen und auch für die Hörsteler Besuchergruppen in Ghana tätig war, ist im Hauptberuf Polizist. Er schreibt in seinem Ostergruß, wie schwierig es sei, die von der Regierung verordneten Kontakteinschränkungen durchzusetzen, weil die Menschen die Gefahren nicht ausreichend ernst nehmen. Er habe zurzeit einen sehr anstrengenden Job.
Welche Maßnahmen werden dort getroffen, um das Coronavirus einzudämmen?
Hinterding: Aus dem Kontaktbüro des Bistums Münster in Tamale höre ich, wie absolut unzureichend die medizinische Versorgung im Norden Ghanas ist. Coronatests können im ganzen Norden praktisch nicht durchgeführt werden. Es gibt keine Testkits und auch dort keine Schutzkleidung für medizinisches Personal. Proben müssen nach Kumasi oder Accra transportiert werden. Die Auswertung dauert tagelang. Und die medizinischen Hilfsmöglichkeiten sind sehr begrenzt. Die Schulen sind in ganz Ghana geschlossen. Auch von dort kommt die Nachricht, dass die Einheimischen das Coronavirus eher als Virus des „Weißen Mannes“ ansehen und entsprechend auch zu wenig ernst nehmen. Viel mehr als immer wieder aufklären und auf Hygienemaßnahmen verweisen, könne man nicht tun.
Mitglieder des Vereins, Sie eingeschlossen, haben geplant, im Frühsommer – wie immer auf eigene Kosten – Kulmasa zu besuchen, um den persönlichen Kontakt zu pflegen und um zu sehen, wie die Projekte, die Sie unterstützen, umgesetzt werden. Diese Reise ist abgesagt. Wird sie nachgeholt?
Hinterding: Neben dem Besuch in Kulmasa wollten wir auch beim 25-jährigen Jubiläum des Bistums Damongo, zu dem Kulmasa gehört, dabei sein. Auch das findet in der geplanten Form nicht statt. Wir hoffen, dass wir das Geld für unsere Flugtickets zurückbekommen. Aktuell kommt kein Flugzeug nach Ghana herein. Wie lange diese Beschränkungen noch weitergehen werden, weiß niemand. Wir planen für uns erst mal, unsere ausgefallene Reise im ersten Quartal 2021 nachzuholen, in der Hoffnung, dass bis dahin die Situation überschaubarer ist. Die Gesundheit geht bei allen Planungen natürlich vor.
Wie wollen Sie die Arbeit für Kulmasa in der aktuellen Krise fortsetzen?
Hinterding: Wir halten Kontakt zu unseren Partnern über WhatsApp und E-Mail. Wir hatten geplant, vor Ort mit dem Partnerkomitee aktuelle Hilfebedarfe zu besprechen und Unterstützung abzustimmen. Weil das so nicht möglich ist, haben wir uns entschieden, das Unterstützungsprojekt „Schulmöbel für Kulmasa“ noch einmal aufzugreifen. Auch wenn die Aktion im vergangenen Jahr ein toller Erfolg war und über 70 Schulbänke angeschafft werden konnten, ist das, gemessen am Gesamtbedarf, nicht viel mehr als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Man muss sich immer wieder vor Augen führen, dass die Gemeinde Kulmasa flächenmäßig mehr als 23 Mal so groß ist wie die ganze Stadt Hörstel.
Wer die Arbeit unterstützen möchte, hat dazu die Gelegenheit über das Vereinskonto: IBAN DE59 4035 1060 0074 0553 85; oder das Missionskonto Seelsorgeeinheit St. Antonius Hörstel: IBAN DE40 4036 1906 0813 0352 01
Hilfslieferung nach Kulmasa geplant
Arbeitskreis bittet um Sachspenden
Montag, 13. Juli 2020 von Marianne Sasse
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Der Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V. bittet um Sachspenden für einen Hilfsgütertransport nach Kulmasa/Ghana. Der Vorsitzende Ludger Hinterding und Schriftführerin Maria Hinterding freuen sich über diese bereits gespendeten Laborgeräte, die in Kulmasa dringend benötigt werden. Foto: Marianne Sasse
-ms- HÖRSTEL. Eine Kiste mit dringend benötigtem Inhalt in Kulmasa/Ghana, der Partnergemeinde der Kirchengemeinde St. Reinhildis, möchte der Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V. im September auf die Reise schicken. Das teilte der Vorsitzende Ludger Hinterding beim jüngsten Treffen des Aktionskreises mit.
Auf der Liste der Dinge, die versendet werden sollen, stehen unter anderem medizinische Geräte aller Art, insbesondere für die Geburtshilfe, ein Laptop und weitere technische Geräte für die Schule, Sportgeräte, vor allem für den Ballsport, gebrauchte Koffernähmaschinen sowie Nähzubehör. Der Aktionskreis bittet um derartige Sachspenden. Wer Fragen dazu hat, kann sich an Ludger Hinterding, unter ☎ 05459/4188, wenden.
Auch in diesem Jahr beteiligte sich der Aktionskreis an einem Spendenprojekt der Kreissparkasse Steinfurt für Schulmöbel in Kulmasa (wir berichteten).
Wie Hinterding sagte, wurden insgesamt 900 Euro gespendet. Die Sparkasse gab 500 Euro dazu. Der Aktionskreis stockte die Summe aus Eigenmitteln um 600 Euro auf, sodass 2.000 Euro für die Herstellung von Schulmöbeln nach Kulmasa überwiesen werden konnten. Father Tanti, der Priester vor Ort und Ansprechpartner des Aktionskreises, teilte bereits mit, dass der Auftrag an einen Schreiner vergeben wurde.
Weiter informierte der Vorsitzende über die Corona-Lage in Ghana und die dortigen Einschränkungen. „Täglich infizieren sich zurzeit zwischen 400 und 600 Menschen. Die Gefahr ist nicht vorbei,“ so Hinterding. Er teilte mit, dass der Arbeitsmarkt zusammenzubrechen drohe, die Versorgung mit frischen Lebensmitteln, wie zum Beispiel Gemüse aus Burkina Faso, wegen der geschlossenen Grenzen schwierig sei.
1400 Euro für Schulmöbel in Kulmasa
Spendenplattform der Kreissparkasse
Mittwoch, 26. August 2020 von Marianne Sasse
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Jörg Herrmann, Leiter des Sparkassen-Beratungs-Centers in Hörstel, überreicht das Geld an Ludger Hinterding, Vorsitzender des Vereins.
HÖRSTEL. Im vergangenen Jahr hat der Aktionskreis Kulmasa (Ghana) die Aktion „Schulmöbel für Kulmasa“ erfolgreich gestartet. Rund 70 Schulbänke für je zwei Schüler konnten angeschafft werden.
Aber es gibt weiterhin großen Bedarf in den 25 Außenstationen von Kulmasa, so der Verein. Denn dort lernen in den Buschdörfern die Kinder teilweise auf dem nackten Beton- oder Lehmboden. Da dem Aktionskreis in diesem Jahr fest eingeplante Einnahmen beispielsweise von Verkaufsaktionen wie den Hörsteler Frühlingsfarben, dem Marktzauber in Gravenhorst und Spenden beim Schützenfest coronabedingt wegfallen, hat der Verein eine Spendenaktion gestartet. Auf der OnlineSpendenplattform der Kreissparkasse Steinfurt sind so in den vergangenen Wochen 1400 Euro gespendet worden. 500 Euro kommen direkt von der Kreissparkasse. Der Rest der Summe setzt sich aus 25 Einzelspenden von Freunden und Förderern des Aktionskreises zusammen. Die Spende überreichte Jörg Herrmann, Leiter des Sparkassen-Beratungs-Centers in Hörstel, an Ludger Hinterding, Vorsitzender des Vereins.
Aktionskreis Kulmasa schickt Hilfsgüter in den Norden Ghanas
Drei Containerboxen sollen bis Weihnachten Ghana erreichen
Samstag, 17. Oktober 2020 von Marianne Sasse
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Der Vorsitzende des Aktionskreises Kulmasa Pater Hagen Hörstel e.V., Ludger Hinterding, Hermann Determeyer und Norbert Hembrock (v.l.) verluden die drei Containerboxen für den Transport nach Rotterdam. Von dort aus werden sie nach Ghana verschifft. Foto: Marianne Sasse
-ms- HÖRSTEL. Hilfsgüter schickt der Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen Hörstel e. V. auf die Reise in den Norden Ghanas nach Kulmasa. Spenden von Privatpersonen und Firmen haben diesen Transport möglich gemacht. Hermann Determeyer und Norbert Hembrock bauten dafür drei stabile Containerboxen mit je einem Kubikmeter Fassungsvermögen. Der Aktionskreis sammelte Hilfsgüter, die vor Ort benötigt werden.
Dazu gehören unter anderem verschiedene medizinische Geräte und medizinische Hilfsmittel sowie Verbandmaterial für die dortige Krankenstation, zehn Nähmaschinen mit Zubehör, auf denen junge Frauen das Nähen erlernen, um auf diese Weise selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen zu können, und 30 Laptops für die Schule. Auch kaufte der Aktionskreis von Spendengeldern 20 spezielle, kleine Wasseraufbereitungsanlagen, die auch in entlegenen Dörfern eingesetzt werden können und dort für sauberes Trinkwasser sorgen. Zudem spendete die Fußballabteilung des SC Hörstel viele Trikotsätze und Fußbälle.
Das alles verpackten der Vereinsvorsitzende Ludger Hinterding, Hermann Determeyer und Norbert Hembrock in die drei Boxen und machten diese für den Transport fertig.
Anschließend brachten Ludger Hinterding und Norbert Hembrock die Boxen nach Rotterdam, von wo aus sie verschifft werden. „Im Dezember, passend zu Weihnachten, werden die Hilfsgüter in Ghana ankommen“, sagt Hinterding. Und er dankt allen Spendern und Helfern.
Kolpingsfamilie Hörstel spendet an Aktionskreis Kulmasa
Montag, 19. Oktober 2020
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Foto: Marianne Sasse
Eine Spende in Höhe von 500 Euro überreichten jetzt die Vorstandsmitglieder der Kolpingsfamilie Hörstel, Linda Fislage und Ingrid Miethe, an Ludger und Maria Hinterding, Vorstandsmitglieder des Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel. Das Geld kommt aus der Schrottaktion der Kolpingsfamilie Hörstel, die seit vielen Jahren in Hörstel organisiert und durchgeführt wird. „Die Schrottaktion hat ein bemerkenswertes Ergebnis erbracht. Dafür bedankt sich die Kolpingsfamilie bei allen Spendern. Ohne die zahlreichen Schrottspenden wäre diese Spende an den Aktionskreis nicht möglich“, sagten Fislage und Miethe bei der Scheckübergabe. „Desweiteren möchte die Kolpingsfamilie auch den ehrenamtlichen Helfern der Schrottaktion danken. Den jahrelangen Organisatoren und Ausrichtern, die Kaffee und Brötchen für die Helfer vorbereitet haben, gilt außerdem der Dank“, fügten sie hinzu. Auch Ludger und Maria Hinterding sagten „Danke“ für die Spende, die in den Bildungsfonds fließt und der Schulbildung der Kinder in Kulmasa zugutekommt. Foto: Marianne Sasse
Spende an Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel
Dienstag, 29. Dezember 2020
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Beim Weihnachtsbaumverkauf auf dem Hof Verkamp in Ostenwalde durften bis zum Lockdown Verkaufsstände aufgestellt werden, unter anderem einer vom Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel. Eine Spendendose für den Aktionskreis Kulmasa blieb auch danach stehen. Heiligabend überreichte Dieter Verkamp (l.) die Summe aus der Spendendose, die er auf 500 Euro aufstockte, an die Vorstandsmitglieder des Aktionskreises Kulmasa, Ludger und Maria Hinterding (r.). Wie diese mitteilten, wurden bis zum Lockdown 125 Euro am Stand eingenommen, sodass insgesamt 625 Euro in die Vereinskasse fließen. Geld, das laut der Aktionskreis-Vorstandsmitglieder für die Bildungsarbeit in Kulmasa eingesetzt wird. Foto: Marianne Sasse
Jahresrückblick 2020
Das Jahr 2020 verlief ganz anders, als wir das noch zu Jahresbeginn gedacht hatten. Als die ersten Berichte über das Corona- Virus in den Nachrichten kamen, war das weit weg in China. Doch schon sehr bald sollten wir das auch zu spüren bekommen. Im März gab es einen bundesweiten Lock- down mit starken Auswirkungen auch für uns. Schon bald war klar, dass wir unsere geplanten Verkaufsaktivitäten beim Marktzauber in Gravenhorst und bei den Hörsteler Frühlingsfarben nicht umsetzen konnten. Beide Veranstaltungen waren eigentlich für unseren Finanzetat fest eingeplant. Diese Aktionen sind auch ein wichtiger Teil unserer Öffentlichkeitsarbeit.
m Mai wollten Franz- Josef Egelkamp, Maria und Ludger Hinterding zu unserer Partnergemeinde Kulmasa in Ghana fliegen. Dort wollten wir vor Ort mit dem dortigen Partnerschaftskomitee überlegen, wie wir die Partnerschaft weiter vertiefen und welche Projekte wir gemeinsam entwickeln können. Die Tickets waren schon im Januar gekauft, die Passbilder gemacht, der Impfschutz aufgebaut. Und dann kam der vorher nicht für möglich gehaltene weltweite Lockdown. Die Reise konnte nicht angetreten werden, die Teilnahme am Jubiläum der Diözese Damongo wurde abgesagt, der Besuch in Kulmasa konnte nicht stattfinden.
Father Tanti berichtete, dass es schwierig sei, die Bevölkerung über das Coronavirus zu informieren und von den notwendigen Schutzmaßnahmen zu überzeugen. Das Virus werde eher als Virus des „weißen Mannes“ gesehen. „Wenn wir daran sterben, dann sterben wir halt“, sei die oft geäußerte fatalistische Haltung. Die Einhaltung der Hygienevorschriften, insbesondere das häufige Händewaschen, sei schwierig, da sauberes Wasser ja nicht einmal im Alltag ausreichend zur Verfügung steht. Wir unterstützten die Gemeinde mit einem größeren Geldbetrag zur Anschaffung von Fieberthermometern, Desinfektionsmitteln, Mundschutz, Handwaschstationen usw. Insgesamt ist die Gemeinde Kulmasa wohl glimpflich davon gekommen. Father Tanti führt das auch auf die geringe Bevölkerungsdichte und auch auf die Feldarbeit im Freien mit geringen Kontakten zurück.
Im Frühjahr haben wir uns wieder an der Aktion „Einfach. Gut. Machen“ der örtlichen Sparkasse beteiligt. Wie schon im Jahr zuvor haben wir um Spenden zur Anschaffung von Schulmöbeln gebeten. Viele kleine und große Spenden sind eingegangen. Die Sparkasse hat noch einmal 500 Euro oben drauf gelegt und aus Vereinsmitteln haben wir den Betrag auf 2.000 Euro aufgestockt. Damit konnten dann in Wertschöpfung vor Ort wieder Schulbänke gebaut werden. Jetzt brauchen weitere rund 100 Kinder beim Unterricht nicht auf dem nackten Boden liegen. Ein dickes Dankeschön an alle Spender!
Wir hatten uns entschieden, eine Box mit Hilfsmitteln nach Kulmasa auf den Weg zu bringen. Geplant war eine Box, aufgebaut auf eine Europalette mit 1cbm Volumen. Der Arbeitskreis Pater Hagen aus Altenberge hatte Erfahrung mit solchen Boxen und hat uns beraten. Mehrfach hatte Father Tanti in der Vergangenheit den Wunsch nach Computern für die Schule geäußert. Diesen Wunsch haben wir aufgegriffen und hier vor Ort 30 Notebooks gesammelt, die wir mit neuen Festplatten ausgestattet haben. In der Gemeinde hatten wir nach gebrauchten Nähmaschinen gefragt. Diese sollen vor Ort Frauen die Möglichkeit eines Zuverdienstes geben. 20 Wasserfilter haben wir gekauft, damit die Kinder in den Buschschulen sauberes Wasser trinken können. Vom Sportverein SC Hörstel haben wir große Mengen an Trikotagen und Fußbällen bekommen. Firmen spendeten Verbandsmaterialien und weiteres Equipment für die Krankenstation in Kulmasa. Mikroskop, Autoklav, Zentrifuge, Blutzuckermessgeräte, Artikel für Corona- Schutzmaßnahmen kamen ebenfalls dazu. Für die Kirche Messgewänder, eine Monstranz, Rosenkränze, Heiligenbilder usw. Schnell wurde klar, dass all die gespendeten Sachen nicht in eine Box passen. Letztlich wurden es 3 Boxen mit je 1 cbm Hilfsmitteln für Kulmasa. Diese Boxen haben wir im Oktober zu einem Versender nach Rotterdam/ Niederlande gebracht. Von dort ging es mit dem Schiff dann nach Accra und weiter nach Kulmasa. Für die Hafengebühren und die Kosten des Transports nach Kulmasa haben wir noch einmal einen größeren Betrag überwiesen.
Im Sommer hatten wir einen interessanten und wichtigen Kontakt mit Martin Wilde und der Ordensschwester Ursula Maier von den Medical Mission Sisters. Pater Michael Hürter vom Referat Weltkirche des Bistums Münster vermittelte diesen Kontakt. Sr. Ursula Maier arbeitet seit mehreren Jahren als Ärztin im Krankenhaus von Techiman in Ghana. Ihr Orden plant eine Niederlassung in Kulmasa mit dem Schwerpunkt des Ausbaus der medizinischen Versorgung. Sie stellte das Vorhaben des Ordens vor und zukünftig können sich durchaus Kooperationen ergeben. Das wird die Zeit zeigen. Martin Wilde ist sehr erfahren in der Entwicklungshilfe. Er hat angeboten, uns bei weiteren Projekten beratend zu unterstützen. Zum Ende des Jahres werde er beruflich wieder nach Ghana gehen. Er konnte uns jetzt schon einige gute Tipps geben.
Father Tanti hatte Bilder von einem 7- jährigen Jungen geschickt, der infolge einer erworbenen massiven Deformation seines Fußes nicht mehr in der Lage war, zu laufen. Sr. Ursula Maier konnte bei unserem Treffen einen sehr erfahrenen Arzt benennen, dem das Kind vorgestellt werden sollte. Da die Familie kein Geld hatte, die Fahrt, Untersuchung und Operation zu bezahlen, haben wir auch hier mit einem größeren Betrag geholfen. Die Operation ist soweit gut verlaufen und der Junge ist jetzt in der Rehabilitation. Hoffen wir mit ihm und seinen Eltern, dass alles gut wird und er wieder richtig laufen und spielen kann.
Zum Erntedankfest im Oktober hatte die Kirchengemeinde zum Open- Air- Gottesdienst auf den Hof Grolle eingeladen. Wir bekamen die Möglichkeit, dort einen kleinen Verkaufsstand aufzubauen. In dem halbstündigen Stoßgeschäft nach dem Gottesdienst konnten wir noch einen guten Umsatz erzielen.
Verkaufsaktionen auf dem Martinimarkt in Bevergern oder dem Weihnachtsmarkt am Torfmoorsee fielen coronabedingt in diesem Jahr auch aus.
Beim Weihnachtsbaumverkauf auf dem Hof Veerkamp in Ostenwalde waren wir erstmals mit einem Stand unter Coronabedingungen vertreten. Leider mussten wir wegen der Coronaauflagen den Stand vorzeitig wieder abbauen. Wir danken Herrn Veerkamp für seine große Unterstützung.
Im Frühjahr konnte endlich das Presbyterium (Pfarrhaus) in Kulmasa baulich fertig gestellt werden. Hier hatte Pater Hürter vom Referat Weltkirche im Bistum Münster durch unsere Vermittlung finanziell geholfen. Im Herbst stellte sich dann heraus, dass das Gebäude noch nicht bezogen werden konnte, weil es kein Geld für die Möbel gab. Auch hier signalisierte Pater Hürter, dass es Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung gebe.
Im Sommer hatte das Land NRW ein Sonderprogramm an Coronahilfen aufgelegt. In Absprache mit dem Partnerkomitee Kulmasa haben wir einen Antrag auf Unterstützung bei der Bohrung nach Wasser gestellt. Nach eigenen Angaben der Staatskanzlei seien sie völlig überrollt worden mit Hilfsanträgen. Leider konnten nicht alle berücksichtigt werden. So haben auch wir leider keine Gelder zur Bohrung nach Wasser erhalten.
Auch wenn dieses Corona- Jahr viele Pläne über den Haufen geworfen hat, ist letztlich doch viel Aktivität gewesen. Ein herzlicher Dank gilt allen Aktiven und all den Spendern, die unsere dringend benötigte Hilfe in Kulmasa erst möglich macht. Danke!
Ludger Hinterding 1. Vorsitzender Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V.
Der Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V. freut sich über Spenden auf das Konto DE59 4035 1060 0074 0553 85 bei der Kreissparkasse Steinfurt für die vielfältigen Bildungsaufgaben. Spendenbescheinigung auf Wunsch.
Presse 2019
Serum gegen Schlangengifte rettet Leben
Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen
Freitag, 22. Feb. 2019 von Marianne Sasse
„Wir haben ein ereignisreiches Jahr hinter uns“, sagte Ludger Hinterding, der Vorsitzende des Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel, auf der Jahreshauptversammlung des Vereins am Donnerstagabend im Haus Elisabeth. Er erinnerte an Aktionen, die alle dazu dienten, die Arbeit des verstorbenen Paters fortzusetzen.
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Foto: Marianne Sasse Der Vorstand des Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen: Kassierer Franz-Josef Egelkamp (v.l.), Schriftführerin Maria Hinterding, Vorsitzender Ludger Hinterding, stellvertretende Vorsitzende Ulla Jung.
Bei den Hörsteler Frühlingsfarben etwa war der Verein mit einem guten Verkaufserfolg vertreten, ebenso beim Marktzauber in Gravenhorst. Ende Juni reiste eine Viererdelegation zur Partnergemeinde Kulmasa nach Ghana. Beim Besuch des Häuptlings wurde die Gruppe aus Hörstel von ihm und den Ältesten gebeten, etwas zur Versorgung mit Gegengift nach Schlangenbissen beizutragen. Die Gruppe richtete einen Fonds von 600 Euro ein, von dem Schlangengegengift auf Vorrat besorgt wurde. Wie Hinterding berichtete, schrieb Father Tanti, der dortige Pfarrer, im Herbst des vergangenen Jahres, dass bis dahin bereits rund 15 Mal ein Serum verabreicht wurde. Darunter waren vier Kinder, die sonst mit Sicherheit gestorben wären.
Die Reiseteilnehmer berichteten bei verschiedenen Gruppen und Anlässen über diese Reise. „Auch da hat es mehrere Spenden in teils beachtlicher Höhe gegeben“, so Hinterding. Weiter sagte er, dass auf Fotos von der neuen Schule, dessen Bau über das Sternsingerwerk abgesichert wurde, zu sehen ist, dass die vorhandenen, alten Schulbänke für die älteren Schüler absolut zu klein sind.
Ein Wunsch der Gemeinde in Kulmasa ist es, in einem Anschlussprojekt einen Jugendtreff zu bauen. „Nach Rücksprache mit dem Sternsingerwerk sind die zu bewältigenden Hürden und Formalien höher, als man sich das in Ghana vorgestellt hatte. Ich konnte zumindest mit dem Sternsingerwerk verabreden, dass das diesjährige Sternsingergeld für ein zu entwickelndes Projekt in Kulmasa reserviert wird“, sagte Hinterding. Wie Father Tanti mitteilte, wird aktuell intensiv daran gearbeitet. Weiter informierte Hinterding, dass der Verein derzeit 15 Hilfslehrer finanziert. Auch wurde ein Bildungsfonds für bedürftige Schüler eingerichtet, und zu Weihnachten leistete der Verein einen finanziellen Beitrag zur Armenspeisung.
„Bei unserem Besuch wurden wir auch gebeten, die Gesundheitsstation mit zu unterstützten. Eine ‚Bettelaktion‘ bei einer Reihe großer deutscher Firmen brachte leider keine positive Bilanz“, sagte Hinterding. Die kfd Hörstel spendete dann 500 Euro zweckbestimmt für die Gesundheitsstation.
Der Vorsitzende machte deutlich, dass all diese Geldzuwendungen nur möglich sind, weil sich immer wieder großherzige Spender finden. Auch Spardosen für Kleingeld wurden im vergangenen Jahr ausgegeben, von denen einige schon gefüllt zurückgekommen sind. Und er sagte, dass der Verein nach einem größeren Posten gebrauchter Notebooks sucht, die die Schule in Kulmasa gerne übernehmen möchte.
Einen detaillierten Kassenbericht gab Kassierer Franz-Josef Egelkamp. „9000 Euro wurden im vergangenen Jahr gespendet, unter anderem durch Familienfeierlichkeiten, private Aktionen und Vereinsspenden“, sagte er abschließend. Der Vereinsvorsitzende fügte hinzu, dass auch in diesem Jahr Spenden in dieser Höhe erforderlich seien, um dauerhaft die Hilfslehrer bezahlen und Geld für den Bildungsfonds zur Verfügung stellen zu können.
Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstandes wurde besprochen, dass die Mitgliederwerbung verstärkt werden soll. Auch plant der Verein, beim Unterstützerprojekt der Sparkasse für neue Schulbänke in Kulmasa mitzumachen. Und ebenso über die anstehenden Veranstaltungen – den Marktzauber in Gravenhorst und die Hörsteler Frühlingsfarben – bei denen der Verein vertreten sein wird, sprachen die anwesenden Mitglieder.
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BLIND DATE MIT EINEM BUCH
Buchhandlung Hörstel verkauft Bücher für den guten Zweck
Stadtmagazin 2019-08
Eine gute Idee hatte das Team der Buchhandlung Hörstel anlässlich der Hörsteler Frühlingsfarben. „Wir bekommen regelmäßig Rezessionsexemplare von den Verlagen – quer durch alle Genres. Da hatten wir die Idee, diese Bücher gut getarnt in Papiertüten zu verpacken und dann pro Stück für 2,00 Euro abzugeben.“ Große Resonanz bei den Besuchern ließen so 150 Buch Wundertüten den Besitzer wechseln. „Da werde ich jetzt wohl mal einen Krimi lesen müssen“, schmunzelt eine Kundin nachdem sie die Tüte geöffnet hat. „Das schenke ich meinem Enkel“, erklärt 0pa Josef nach einem Blick in die Tüte „der lernt gerade lesen, das ist genau das richtige für ihn!“. Es gab allerdings auch unzählige erfreute und überraschte Gesichter beim Öffnen der Tüten. „Lesen für den guten Zweck. Da kann man direkt zwei gute Dinge miteinander verbinden.“
Anfang Juni haben Hannelore Overmeyer, Beatrix Kneemeyer und Irmgard Hagemann die eingenommenen 300 Euro an Ludger Hinterding und Franz-Josef Egelkamp vom Arbeitskreis Kulmasa weiter gegeben. Der Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V. ist ein offener Kreis von Unterstützern der Missionsarbeit von Pater Hagen.
CHRONIK (AUSZUG)
Oktober 2014: Der Bischof von Damongo, Peter Paul Angkyier, ist zu Besuch in Hörstel. Die Partnerschaft zwischen der geplanten Kirchengemeinde „Pfarrei der Heiligen Familie“ in Kulmasa und der Seelsorgeeinheit St. Antonius Hörstel wird vereinbart. Bereits im April 2015 können 5.000 Euro aus Spendensammlungen für das erste gemeinsame Projekt – die Wasserversorgung für die Kirche und die Schule – überwiesen werden. Juli 2016: Eine Delegation aus Hörstel überbringt gemeinsam mit Pater Hagen 3.400 Euro für die Anbindung von Kirche und Schule an die öffentliche Stromversorgung.
Juni 2018: Eine Delegation aus Hörstel ist bei der feierlichen Einweihung der Junior High School in Kulmasa dabei. Die Sternsinger aus Hörstel haben durch ihren Einsatz und mit Unterstützung des Kindermissionswerkes Aachen den Bau möglich gemacht. „Wir unterstützen die neue Pfarrei Kulmasa bei dem, was sie vor 0rt am Nötigsten gebrauchen. Nach Wasser und Strom investieren wir jetzt in die Bildung. Es wird dringend Geld benötigt, um die Lehrer in Kulmasa zu bezahlen. Das Jahresgehalt für einen Hilfslehrer beträgt 360 €. Dazu suchen wir Patenschaften. Bedürftige Schüler unterstützen wir bei der Anschaffung von z. B Lernmaterialien. Außerdem wollen wir hochbegabten Schülern eine Highschool-0ualifikation ermöglichen, um somit den Grundstein für eine bessere Zukunft zu legen“, erklärt Ludger Hinterding. Wir freuen uns über jede Unterstützung! Das Spendenkonto bei der Kreissparkasse Steinfurt eG lautet: Aktionskreis Kulmasa – Hörstel, Pater Hagen e. V.
IBAN: DE59 4035 1060 0074 0553 85 Verwendungszweck: Kulmasa Jeder gespendete Cent kommt an! Auf Wunsch erhalten Sie eine Spendenbescheinigung.
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Von sechs Jahren bis 15 Jahren die selbe Schulbank – der Arbeitskreis sammelt Geld, damit größere Bänke gebaut werden können
Kolpingsfamilie spendet an Aktionskreis Kulmasa
Samstag, 26. Oktober 2019 von Marianne Sasse
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Die Vorstandsmitglieder der Kolpingsfamilie Hörstel überreichten dem Aktionskreis Kulmasa-Peter Hagen, Hörstel e.V. jüngst eine Spende.
André Berghaus (2.v.r.) und Linda Fislage (2.v.l.) von der Kolpingsfamilie übergaben 300 Euro an Ludger Hinterding (r.) und Ursula Jung (l.) vom Vorstand des Aktionskreises Kulmasa-Peter Hagen, Hörstel e.V. Das Geld stammt aus dem Erlös des Konzertes mit Andrea Thalmann, das anlässlich des 90. Kolpinggeburtstags der Kolpingsfamilie durchgeführt wurde, sowie aus dem Erlös der Schrottsammelaktion.
Hinterding und Jung nahmen die Spende nicht nun dankend an und versicherten, dass das Geld die Arbeiten des Arbeitskreises unterstütze. Foto: Marianne Sasse
Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen
Neue Bänke für die Schüler
Samstag, 21. Dezember 2019
HÖRSTEL. Auf ein erfolgreich verlaufenes Jahr blickt der Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel, zurück. Die Unterstützung der Pfarrei der Heiligen Familie in Kulmasa im Norden Ghanas konnte auch in diesem Jahr fortgesetzt werden, teilt der Aktionskreis in einer Pressemitteilung mit.
Wie schon in den vergangenen Jahren sei es wieder möglich gewesen, 15 „Hilfslehrer“ an abgelegenen Schulen im Buschland finanziell zu unterstützen. Ebenso profitierten mehrere Schüler finanziell von einem Bildungsfonds.
Weiter teilt der Verein mit: „Als im vergangenen Jahr die neu gebaute Junior High School ihren Schulbetrieb aufnahm, zeigte sich, dass die Schulbänke für die großen Schüler viel zu klein waren. In vielen Dorfschulen im Hinterland gab es überhaupt keine Schulmöbel. Der Aktionskreis startete eine Unterstützungsaktion, und so wurden mit Hilfe der Sparkasse rund 70 Schulbänke bestellt. Ein Schreiner vor Ort fertigte die Zweier-Bänke. Die Junior High School wurde mit Unterstützung des Sternsingerwerkes in Aachen und der Sternsinger in Hörstel gebaut. Der Erlös aus der Sternsingeraktion wurde unter der Regie des Sternsingerwerkes für ein Schulgesundheitsprogramm in der Region eingesetzt.“
Der Pfarrer der Gemeinde, Father Tanti, teilte dem Verein in einem Schreiben mit, dass mit Hilfe des im vergangenen Jahr eingerichteten Schlangengiftfonds 15 Menschenleben gerettet wurden. Er dankte im Namen der ganzen Gemeinde allen Helfern und Unterstützern für die empfangene Hilfe.
Große Sorgen hätten aber im Herbst sehr ausgedehnte Regenfälle bereitet. Viele Hütten der Ärmsten der Armen hätten die Regenfälle nicht übestanden, sodass die Menschen ohne Dach über dem Kopf waren. Durch den anhaltenden starken Regen sei auch die Ernte in großen Teilen vernichtet worden. Die Region Kulmasa gehört zum Savannah-Grassland-Gürtel. Diese Region sei zunehmend betroffen von der Klimaveränderung. Die Regenzeit werde von einer Trockenzeit mit Temperaturen über 40 Grad abgelöst. Manchmal bleibe der Regen auch mehr oder weniger ganz weg. Das führe zu großen Problemen in der Landwirtschaft, von der die Menschen dort größtenteils leben.
Ausbleibende Ernten bedeuten Hunger und Mangel an Saatgut für die nächste Anbauphase. Auch hier setzte der Aktionskreis eine finanzielle Unterstützung der Ärmsten zu Weihnachten um. Weitere Hilfe ist nötig und so hofft der Aktionskreis Kulmasa auf weitere Zuwendungen. Auf Wunsch werden Spendenbescheinigungen ausgestell.
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Pfarrer Tanti übergab Schulbänke, die mit Unterstützung aus Hörstel angeschafft wurden, an eine kleine Dorfschule
Jahresrückblick 2019 des Vorsitzenden zur Generalversammlung am 04.03.2020
Liebe Akteure und Freunde der Partnerschaft mit der Gemeinde Kulmasa in Ghana.
Mit der Zeit kommt zunehmend mehr Routine in die Arbeit unseres Aktionskreises. Im vergangenen Jahr waren wir wieder mit Verkaufsständen beim Marktzauber in Gravenhorst, bei den Hörsteler Frühlingsfarben auch mit einem Café im Autohaus Tumbrink sowie erstmals auch beim Martinimarkt in Bevergern vertreten. Die Vorbereitungen und auch die Durchführung liefen gut und routiniert. Viele fleißige Hände packten mit an und so wurden die Belastungen für den Einzelnen nicht zu groß.
Im vergangenen Jahr haben wir wieder viel Unterstützung aus der Gemeinde erhalten. Ich nenne da beispielhaft Spenden bei Beerdigungen anstelle von Kränzen, bei Geburtstagsfeiern anstelle von Geschenken, oder die Aktion „Blind date mit einem Buch“ der Buchhandlung, die Unterstützung der Schützenvereine beim Schützenfest, wiederholt auch von „meinem“ Schützenverein Knobben- Poggenort.
Herausragend aber die Crowdfunding-Spendenaktion „Schulmöbel für Kulmasa“ in Zusammenarbeit mit der Kreissparkasse Hörstel. So konnten über 60 größere Schulbänke für die Junior- High School in Kulmasa angeschafft werden und nun haben auch die älteren Schüler passende Arbeitsplätze. Die kleineren Schulbänke nutzen nun Grundschüler, die zuvor auf dem Boden liegend dem Unterricht folgen, so haben sich durch diese Aktion die Lernbedingungen für diese Kinder auch wesentlich verbessert.
Wir unterstützen weiterhin 15 „Hilfslehrer“, die in den Schulen im Busch unterrichten und auch der so wichtige Bildungsfond für bedürftige Schüler wird regelmäßig von uns bestückt. Zu Weihnachten haben wir eine Lebensmittelspende für die Ärmsten finanziert.
Unser Ansprechpartner in Kulmasa, Father Tanti, hat im vergangenen Jahr mitgeteilt, dass die Schlangengift- Aktion weiterhin ein voller Erfolg ist. Mehrere Menschenleben konnten gerettet werden, darunter auch vier Kinderleben.
Von der Spende der Frauengemeinschaft (KFD Hörstel) konnten für die Gesundheitsstation Geräte für Labor- und Blutuntersuchungen angeschafft werden.
Die klimatischen Umwälzungen weltweit machen sich auch in der Region Kulmasa deutlich bemerkbar. Erst fehlte der Regen, dann war die letzte Regenzeit im Herbst sehr heftig, so dass große Teile der Feldfrüchte vernichtet wurden und eine Reihe von Häusern zusammengebrochen sind und die Bewohner ohne Dach über dem Kopf dastanden. Das Ausmaß der Schäden war aufgrund der Unpassierbarkeit der Wege in die Dörfer nicht abzusehen. Wir hatten von hier aus als Ersthilfe Unterstützung auf Kreditbasis angeboten. Nach reiflicher Überlegung des Partnerkomitees in Kulmasa haben diese entschieden, von hier keine geldliche Unterstützung anzunehmen, da die Betroffenen nicht in der Lage seien, jemals den Kredit zurückzuzahlen. Und verlorene Zuschüsse zu geben, übersteigt da deutlich unsere Möglichkeiten. Vom dortigen Partnerkomitee meines Erachtens insgesamt eine reife und faire Entscheidung.
Leider hat das Sternsingerwerk in Aachen sich nicht entscheiden können, das von Kulmasa geplante Projekt in die Förderung aufzunehmen. Es gibt aber gute Aussichten, dass die Aktion 2021 zweckbestimmt wird für ein Projekt in Kulmasa.
Im Dezember erreichte uns ein Hilferuf von Fr. Tanti. Es ging um ein junges Mädchen, das unter Vortäuschen falscher Tatsachen von einem Mann in den Süden des Landes gelockt worden war. Schnell stellte sich dann heraus, dass dieser nicht an der schulischen Weiterbildung interessiert war, sondern dass es um Sex ging. Dem Mädchen gelang es zu flüchten und nach Kulmasa zurückzukehren. 7 von 8 Geschwistern des Mädchens waren verstorben, ebenso der Vater, als sie noch klein war. Die verarmte Restfamilie konnte nicht helfen. Gern wollte die Gemeinde das Mädchen unterstützen, aber es fehlten die Mittel, dass das Mädchen eine Ausbildung machen konnte. Wir konnten das benötigte Geld zur Verfügung stellen und so konnte das Mädchen Anfang Januar in Sawla eine Ausbildung beginnen, die ihr später einen eigenen Lebensunterhalt möglich machen wird.
Im Oktober hatten Franz-Josef Egelkamp, Maria und Ludger Hinterding kurzfristig ein Treffen mit dem Bischof Peter Paul aus Damongo, der zu Gast in Nordwalde war. Wir hatten einen regen Gedankenaustausch bzgl. der weiteren Umsetzung zukünftiger Projekte mit dem Sternsingerwerk in Aachen.
Als wir vor 2 Jahren in Kulmasa waren, sind wir mit dem Bischof Peter Paul und Fr. Tanti über die Baustelle des Presbyteriums gegangen. Leider waren im Rohbauzustand die zur Verfügung stehenden geldlichen Mittel schon erschöpft und seitdem steht die Bauruine da. Die Auszahlung zugesagter Unterstützung durch Hilfswerke haben diese davon abhängig gemacht, dass es eine gesicherte Komplettfinanzierung gibt. Es fehlten rd. 17.000 Euro. Es ist mir gelungen, über Pater Hürter beim Bistum Münster den erforderlichen Betrag locker zu machen und jetzt kann der Bau endlich weitergeführt werden.
Im Austausch per Email mit Fr. Tanti zeigt sich immer wieder , wie schwierig eine schnelle Kommunikation doch ist. Immer wieder gibt es Störungen im Netz. Fr. Tanti muss oft 1 Stunde lang nach Wa hinfahren, um Emails zu verschicken, so z.B. bei Mails mit Anhängen, wie bei den Bauplänen oder den Projektbeschreibungen fürs Sternsingerwerk.
Über das Partnergruppentreffen in Nordhorn haben wir in früherer Versammlung schon gesprochen. Im November waren wir wieder mit ein paar Vertretern beim Partnerschaftsgruppentreffen in Münster. Schwerpunktthema neben dem Gedankenaustausch war Umweltschutz und Entwicklung.
Bei unserem letzten Besuch in Ghana haben wir uns intensiv mit der Problematik der Schlangenbisse beschäftigt. Oft kommt es zu Schlangenbissen gerade beim Sammeln der Sheabutternüsse. Ich habe zufällig etwas über Walnüsse und Walnusssammler gelesen. Ich dachte, dass könnte die Lösung sein und so habe ich verschiedene Firmen um eine Spende gebeten. Und tatsächlich haben wir 6 Walnusssammler gespendet bekommen. Diese werden wir bei unserer Reise Ende Mai mit nach Ghana nehmen. Ich hoffe, dass sich damit die Schlangenproblematik zumindest beim Sheabutternüssesammeln etwas entschärfen lässt.
Die Sammeldosenaktion kann man auch als Erfolg bezeichnen. Mit geringen Aufwand kamen bis Anfang Dezember über 880 Euro als Kleingeld zusammen. Und ich bin sicher, dass keinem, der in die Dosen gespendet hat, im Portemonnaie wirklich etwas gefehlt hat.
Die geplante Webseite ist noch nicht am Start. An ihr wird weiter gearbeitet.
Als Letztes in meinem Jahresrückblick möchte ich noch den Antrag ansprechen, den wir an die Gemeinde gestellt haben. Zwischen Feuerwehrhaus und Schule soll das neue Rathaus und ein Wohngebiet entstehen. Nach Rücksprache mit verschiedenen Personen haben wir einen Antrag über den vorschlagsberechtigten Heimatverein an die Stadt Hörstel gestellt, die dortige neue Straße nach Pater Bernhard Hagen zu benennen. Es ist noch nicht endgültig entschieden, aber die Vorzeichen stehen gut. Ich denke, dass eine solche Straßenwidmung die Arbeit von Pater Bernhard Hagen würdigt und sein Andenken ehrt.
Wenn ich anfangs von einer gewissen Routine gesprochen habe, meint das sicherlich nicht einschläfernde Routine, wie auch der Jahresrückblick zeigt. Aber der Start nach dem plötzlichen und unerwarteten Tod von Bernhard Hagen war nicht ganz einfach.
Beenden will ich meinen Jahresrückblick mit nochmaligem ganz herzlichen Dankeschön an alle Helfer und Unterstützer. Und dies auch ganz ausdrücklich im Namen von Fr. Tanti und dem dortigen Partnerkomitee. Gottes Segen für die weitere Arbeit!
Ludger Hinterding
Presse 2018
Mittwoch, 10. Januar 2018
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Mehr als 70 Kinder als Sternsinger in Hörstel und Ostenwalde unterwegs – 8.824,06 Euro gesammelt
Am 05. und 6. Januar waren in Hörstel und Ostenwalde – Seelsorgebezirk St. Antonius – die Sternsinger unterwegs. An den Häusern wurden sie freundlich empfangen, sodass die stolze Summe von 8.824,06 Euro gesammelt werden konnte. Mit dem Geld unterstützen die Kinder ein Projekt in Kulmasa/Ghana, das durch Pater Hagen betreut wurde. Ein großer Dank gilt den Kindern für ihren Einsatz, aber auch den Eltern, Fahrern und weiteren Ehrenamtlichen, die Kinder begleitet, betreut und bewirtet haben. Am Sonntag wurde die Sternsingeraktion mit einem feierlichen Dankgottesdienst, zelebriert von Pater B. Wernke, beendet.
Freitag, 9. Februar 2018
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500 Euro für Schule in Ghana
Für den „Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen“ hat die Kreissparkasse Steinfurt 500 Euro für ein Schulprojekt in Ghana gespendet. Mit diesem Geld werden dringend benötige Lehrer bezahlt. „Ohne diese Unterstützung könnten viele Kinder nicht unterrichtet werden“, betonten Kassierer Franz-Josef Egelkamp (l.) und der 1. Vorsitzende des Aktionskreises, Ludger Hinterding (Mitte). Sie freuten sich über die Spende, die ihnen Jörg Herrmann (r.), Filialdirektor der Kreissparkasse in Hörstel überreichte.
Sehen, wie Hilfen umgesetzt werden
Jahreshauptversammlung
Donnerstag, 15. Mrz. 2018 von Marianne Sasse
Zur ersten Jahreshauptversammlung des Vereins Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel begrüßte der Vorsitzende Ludger Hinterding die Anwesenden am Mittwochabend.
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Die drei Vorstandsmitglieder (v.l.) Franz Josef Egelkamp, Maria Hinterding und Ludger Hinterding mit dem Flyer, der jetzt überarbeitet neu gedruckt und mit einem Aufnahmeantrag für die Mitgliedschaft im Verein verteilt wird. Foto: Marianne Sasse
Wie er sagte, sei die Eintragung ins Vereinsregister auf dem Weg. Er informierte über die Hilfen, mit denen der Verein die Partnergemeinde in Kulmasa derzeit unterstützt. 15 Hilfslehrer finanziert der Verein, die in entlegenen Dörfern die Kinder unterrichten. Außerdem besteht ein Bildungsfonds, aus dem unter anderem Schulmaterial und -uniformen für Kinder bezahlt werden, deren Eltern sich eine Schulausbildung nicht leisten können.
Weiter gab der Vorsitzende bekannt, dass neue Flyer gedruckt werden, die Auskunft geben über die Projekte, die der Verein bereits finanziert hat und diejenigen, die er derzeit unterstützt. Hinterding hofft, dass die Flyer noch in dieser Woche fertig werden, damit sie bei den Hörsteler Frühlingsfarben am Sonntag ausgelegt werden können. Bei diesem Event betreibt der Verein das Café im Autohaus Tumbrink. „Der Erlös aus dem Café und dem Verkaufsstand kommt der Partnergemeinde in Kulmasa zugute,“ sagte Hinterding. Auch beim Marktzauber am Kloster Gravenhorst im Mai werde der Aktionskreis mit einem Stand vertreten sein.
Ein weiteres Thema war die Reise nach Kulmasa von vier Mitgliedern des Vereins im Juli. Sie diene der Kontaktpflege, die Mitglieder wollen sich aber auch ein Bild machen, wie die Hilfen aus Hörstel vor Ort umgesetzt werden.
Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen
Vier Mitglieder reisen nach Ghana
Samstag, 16. Juni 2018
-ms- HÖRSTEL. Als Ludger Hinterding, der Vorsitzende des „Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V.“ die zweite Vorsitzende Ulla Jung und zwei weitere Mitglieder vor genau zwei Jahren nach Ghana reisten, war Pater Bernhard Hagen noch dabei. Er zeigte ihnen das Land, das ihm zur Heimat geworden war, und besonders die Region im Norden, in der er ein Vierteljahrhundert als Missionar tätig gewesen war. Er machte sie mit Father Tanti, dem Priester in Kulmasa im nördlichen Ghana und mit weiteren Personen bekannt, weil es ihm wichtig war, dass die Partnerschaft zwischen Kulmasa und Hörstel eine gute und persönliche Grundlage hat.
Wenige Wochen nach der Reise verstarb der Pater, die Partnerschaft blieb bestehen, schon um die Arbeit, die Pater Hagen begonnen hat, fortzusetzen. „Bildung und Gesundheit waren ihm immer sehr wichtig“, sagt Ludger Hinterding. „Deshalb finanzieren wir aus SpendenHilfslehrer in entlegenen Dörfern, damit auch diese Kinder eine Chance auf Bildung haben. Und dank der finanziellen Hilfe aus Hörstel gibt es in Kulmasa sauberes Trinkwasser.“ Durch die Sternsingeraktion wurde in Kulmasa eine Junior-HighSchool neu gebaut. Hier bezuschusst der Verein Lehrmittel, Schuluniformen und Schulgeld, damit auch die Kinder Bildung erhalten, deren Eltern es sich nicht leisten können.
Sonntag, 24 Juni, fahren Hinterding und Jung zusammen mit den Mitgliedern Kathrin Lüttmann und Hermann Determeyer erneut nach Kulmasa, zur Kontaktpflege, um sich ein Bild von der geleisteten Hilfe zu machen, und um mit den Verantwortlichen vor Ort zu überlegen, welche der vielen Projekte Priorität haben sollen. Auch wird während des Besuches der Gruppe aus Hörstel die neue Junior High School eingeweiht.
Wer die Arbeit unterstützen möchte, kann eine Spende auf folgendes Konto bei der Kreissparkasse Steinfurt einzahlen: Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V., IBAN DE59 4035 1060 0074 0553 85, Verwendungszweck: Kulmasa.
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Kathrin Lüttmann, Ludger Hinterding, Ulla Jung und Hermann Determeyer (v.l.) vom Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V., reisen kommendes Wochenende nach Kulmasa/Ghana.
Messgewand und Kelch für Kulmasa
Sonntag 08.Juli 2018
GESCHENK Bei ihrer Reise zur Partnergemeinde Kulmasa in Ghana haben Mitglieder der Gemeinde in Hörstel auch einen Koffer mit liturgischen Gegenständen im Gepäck.
Sakrale Gegenstände, Altardecken, ein Messgewand, eine Fatima-Madonna, Rosenkränze, Gebetszettel in englischer Sprache und vieles mehr haben Ludger Hinterding, der Vorsitzende des Aktionskreises Kulmasa Pater Hagen Hörstel, und drei weitere Mitglieder in ihre Koffer gepackt. Viel Platz müssen sie schaffen, um alles unterzubringen. Sie freuen sich, diese Gegenstände als Gastgeschenke mitnehmen zu können in die Kirchengemeinde „Heilige Familie“ in Kulmasa/Ghana, der Partnergemeinde des Seelsorgebezirks Hörstel der Pfarrei St. Reinhildis. Die Partnerschaft zwischen dem Seelsorgebezirk Hörstel und der „Heiligen Familie“ in Kulmasa gründete der mittlerweile verstorbene Pater Bernhard Hagen. Ein Vierteljahrhundert war er im Norden Ghanas als Missionar tätig gewesen.
Weihwasser im Eimer
Von ihrem ersten Besuch in Kulmasa vor zwei Jahren, damals noch mit Pater Hagen, wussten Ludger Hinterding und Ulla Jung, die zweite Vorsitzende des Aktionskreises, die jetzt auch wieder mitfährt, dass es Father Tanti, dem dortigen Priester, an allen liturgischen Gegenständen und an einem Messgewand fehlt. Er habe sich aber sehnlichst ein liturgisches Gewand gewünscht, um würdig die Gottesdienste feiern zu können. „Für Weihwasser beispielsweise benutzt Father Tanti einen kleinen Plastikeimer“, sagt Hinterding. Vergeblich versuchte Hinterding, sakrale Gegenstände kostenfrei zu erhalten, bis er Kontakt zu Regionalbischof Christoph Hegge aufnahm. Dort erlebte er offene Türen und schnelle Hilfe.
Manfred Koers, der persönliche Referent des Weihbischofs, nahm sich des Anliegens an. „Er vermittelte mich an den Verein ,Schwester-Maria-Euthymia-Hilfsaktionen‘ in Rosendahl, der einen Fundus an sakralen Gegenständen aus Klöster- und Kirchenauflösungen hat“, sagt Hinterding. „Hier wurden wir reich beschenkt für Father Tanti und die Gemeinde in Kulmasa.“
Marianne Sasse
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Ludger Hinterding hat viele liturgische Gegenstände und ein Messgewand in seinen Reisekoffer gepackt. Foto: Marianne Sasse
Montag, 16. Juli 2018
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Kolping spendet für Aktionskreis Kulmasa
Eine Spende in Höhe von 300 Euro überreicht Ingrid (2.v.r.) und Burkhard Miethe (r) von der Kolpingfamilie Hörstel dem Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen Hörstel. Die Spende stammt aus der Schrottaktion im Frühjahr. Der Vorsitzende des Aktionskreises Ludger Hinterding (l.), seine Stellvertreterin Ulla Jung (2.v.l.) und Kassenwart Franz-Josef Egelkamp (M.) nahmen die Spende dankend entgegen. „Das Geld soll in die Bildungsarbeit in Kulmasa investiert werden“, sagte Hinterding, der gerade von einer Reise dorthin zurückgekehrt ist. Foto: Marianne Sasse
Dank Sternsingerhilfe: Neue Schule in der Partnergemeinde Kulmasa eingeweiht
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Der Bischof war zur feierlichen Einweihung der Junior High School nach Kulmasa gekommen
Partnerschaftsbäume gepflanzt
Donnerstag, 2. August 2018
Hörstel Vom Anfang an schwierig gestalltete sich der Weg einer Hörsteler Reisegruppe, die jüngst die Partnergemeinde Kulmasa in Ghana besuchte. In Düsseldorf schon mit Verspätung gestartet, war in Lissabon der Anschlussflug nach Accra/Ghana weg. So begann eine Odysee über Senegal nach Togo, von dort zur Elfenbeinküste, und dann endlich nach Accra/Ghana. Dort angekommen, waren die Hörsteler bereits über 36 Stunden unterwegs. Wegen der massiven Verspätungen war der Weiterflug nach Tamale dann auch erst am folgenden Tag möglich.
Von da an war die Weiterreise dann ohne größere Probleme möglich. In Damango hatte Bischof Peter Paul Angkyier sich für die Reisegruppe Zeit genommen, um den Hörstelern Dank zu sagen für die Unterstützung beim Bau der Junior High School in Kulmasa. Am nächsten Tag gab es schon ein Wiedersehen mit dem Bischof, der zur feierlichen Einweihung der Junior High School nach Kulmasa gekommen war.
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Ein Transparent zur Begrüßung.
Vertreter des Schulministeriums, der bischöflichen Verwaltung, der muslimischen Gemeinde und der Ältesten waren bei dem Festakt ebenso dabei wie rund 600 Schüler, Lehrer und Eltern. Nach dem Festakt in der Kirche und einem Gebet an der neuen Schule schnitten der Bischof und Ludger Hinterding, Vorsitzender des „Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V.“ gemeinsam das Absperrband durch. Nach dem Segnen der Räume durften die Schüler ihre neue Schule in Besitz nehmen.
Der Bau der Junior High School wurde mit Mitteln des Sternsingerwerkes finanziert. Die Sternsinger in Hörstel und Gravenhorst haben in den vergangenen Jahren bei Wind, Regen, Kälte nd Schnee Geld für den Schulneubau gesammelt. Auch ihnen galt großer Dank und der Applaus des Bischofs und der Festgemeinde für diese sagenhafte unterstüzung.
Für die Einrichtung und Ausstatung einer Schulbibliothek haben die Hörsteler eien Spende von 3.000 Euro an den leitenden Pfarrer Thomas überreicht.
In verschidenen Gesprächsrunden mit Gruppen aus der Gemeide berichteten diese von ihren Alltagssorgen und Wünschen. Ein wichtiges Thema war die Versorgung mit einem Gegengift nach Schlangenbissen. jedes Jahr kommt es zu einer Reihe von Todesfällen nach Schlangenbissen, weil die Versorgung des Nordens von Ghana mit einem Gegengift nicht gut funktioniert. In Absprache mit den Einheimischen richteten die Hörsteler eien Fond mit 600 Euro ein, der sicherstellen soll, dass immer ein gegengift vorrätig ist. Die Betroffenen können dann anschließend nach persönlichem Vermögen das Geld für das Serum zurückzahlen, sodass der Fonds wwieder aufgefüllt wird.
Auch für die Reparatur von Schulmöbeln in der Primary School wurde ein Betrag von 100 Euro überreicht.
Ein weiterer Höhepunkt des Besuches in Kulmasa war das Pflanzen von drei Partnerschaftsbäume, einer davon zum Gedenken an den verstorbenen Pater Bernhard Hagen, der in der Region viele Jahre gearbeitet hat, ein Partnerschaftbaum zur 2015 begründeten Partnerschaft sowie ein Baum zur Einweihung der neuen Schule.
Auf der Fahrt zu einem Dorf im Hinterland, weit abgeschieden von allem, wurde noch einmal sehr deutlich, unter welch schwierigen Bedingungen die Menschen dort in der Savane auf kargen Boden leben. Gleichzeitig beeindruckte die Lebensfreude und die Gastfreunschaft dieser Menschen.
Beim Besuch eines Waisenhauses wurden den Hörstelern auch die beiden jüngsten Waisenkinder gezeigt, die erst vier und sieben Wochen alt sind. Auch hier unterstützen die Hörsteler mit einer Geldspende die Arbeit vor Ort.
Eine kleine Fotosafarie in einem Nationalpark entschädigte ein wenig für die Strapazen der Reise. Auf der Weiterreise gab es dann das nächste Problem: das Auto ging im Niemandsland kaputt, war vor Ort nicht zu reparieren.
So mussten die Vertreter des Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V. auf einen Bus ausweichen, der frühmorgens um 4 Uhr die Millionenstadt Accra erreichte. So voll und laut die Straßen tagsüber waren, so leer und ruhig war die Stadt in der Nacht. Der Rückflug nach Deutschland verlief endlich problemlos.
Wer die Arbeit des Aktionskreises unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf das Vereinskonto bei der Kreissparkasse Steinfurt (IBAN DE59 4035 1060 0074 0553 85) tun.
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Das Pflanzen von drei Partnerschaftsbäumen gehört zu den Höhepunkten des Reiseprogramms.
Aktionskreis Kulmasa
Reinhildisbrief Ferienausgabe vom 05.08.-01.09.2018
Im Juli war eine Delegation des Aktionskreises KulmasaPater Hagen, Hörstel e.V. zu einem Besuch in der Partnergemeinde Kulmasa in Ghana. Die Teilnehmer waren dabei, als die neu gebaute Junior High School feierlich eingeweiht wurde.
Bischof Peter Paul Angkyer aus Damongo und Pfarrer Thomas aus Kulmasa bedanken sich ganz herzlich für die Unterstützung beim Bau der Junior High School bei dem Arbeitskreis Kulmasa – Pater Hagen Hörstel e.V. und allen Spendern aus der Gemeinde. Ein ganz besonderer Dank gilt den Sternsingern, die mit ihrem Einsatz bei Wind, Regen und Kälte wesentlich dazu beigetragen haben, dass die Schule gebaut und jetzt Anfang Juli feierliche eingeweiht werden konnte. Für die Einrichtung einer Schulbibliothek und zur Anschaffung von Arbeitsmaterialien konnte die Hörsteler Delegation 3.000 € in bar übergeben
Ein großes Problem sind in der Region Kulmasa verschiedene Giftschlangen. Meistens fehlt es an einem Gegenserum, so dass jedes Jahr eine Reihe Menschen an Schlangenbissen sterben. Mit
Hörsteler Hilfe ist jetzt ein Hilfsfond eingerichtet worden, mit dem ausreichend Gegenserum angeschafft werden kann. Der Betroffene kann dann später nach individueller Möglichkeit das Geld für das Serum zurückzahlen.
Gemeinsam mit Priestern und Katecheten haben die Hörsteler drei Partnerschaftsbäume vor Ort gepflanzt. Ein Baum erinnert an Pater Bernhard Hagen, ein Baum wurde anlässlich der Schuleinweihung, der dritte für die Partnerschaft gepflanzt. In Diskussionsrunden mit verschiedenen Gruppen wurden deren Fragen, Sorgen und Wünsche erörtert
Die Vertreter aus Hörstel waren angetan von dem guten Miteinander, auch mit der muslimischen Gemeinde. Wer die Arbeit des Aktionskreises unterstützen möchte, kann dies gerne tun mit einer Spende auf das folgende Vereinskonto: Kreissparkasse Steinfurt, IBAN: DE59 4035 1060 0074 0553 85. Auf Wunsch werden vom Verein gerne Spendenbescheinigungen ausgestellt.
Dienstag, 28. August 2018
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Partnerschaftskreise tauschen sich über Ghana aus
Zu einem Partnerschaftstreffen sind am Samstagnachmittag im Pfarrzentrum St. Antonius Vertreter von Partnerschaftskreisen aus Hörstel, Nordhorn, Rheine und Haren-Altenberge zusammengekommen, die in Partnergemeinden in den Bistümern Damongo und Tamale im Norden Ghanas aktiv sind. Der Hörsteler Verein „Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen“ organisierte dieses Treffen. Die Arbeitskreise sind verbunden mit dem verstorbenen Pater Bernhard Hagen. Das Treffen diente in erster Linie dem Gedankenaustausch. Außerdem wurden verschiedene Projekte der Kreise vorgestellt. Und Ludger Hinterding (r.) vom Hörsteler „Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen“ berichtete von der im Sommer durchgeführten Reise nach Ghana. Am Ende des Treffens nahmen die Teilnehmer am Gottesdienst in der St.-Antonius-Kirche teil, der auch im Jahresgedenken für Pater Hagen gefeiert wurde.
Aktionskreis Kulmasa
„Millionenfacher“ Dank für Schlangengiftfonds
Freitag, 14. Dezember 2018
HÖRSTEL. Thomas, Pfarrer der Hörsteler Partnergemeinde Kulmasa in Ghana, berichtet der Gemeinde in einem Schreiben von dem Erfolg des „Schlangengift-Fonds“, den die Reisegruppe aus Hörstel bei ihrem Besuch im Sommer eingerichtet hatte.
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Die neue Schule hat den Betrieb aufgenommen. Für größere Schüler wird’s aber eng in den Bänken. Foto: Aktionskreis Kulmasa
In der Region gibt es viele Giftschlangen und es kommt immer wieder zu Schlangenbissen, die tödlich enden, wenn kein Gegenserum gespritzt wird. Durch den Fonds kann ein Gegenserum bevorratet werden, so dass im Notfall gespritzt werden kann, teilt die Gemeinde mit. Laut Pfarrer Tanti konnte in diesem Herbst so rund 15 Menschen geholfen werden. Darunter waren vier Kinder, die ohne das Gegenserum sicher gestorben wären, heißt es in seinem Schreiben. Pfarrer Tanti, die Ältesten des Ortes sowie die ganze Gemeinde danken allen Hörstelern „millionenfach“ für die Unterstützung. Er berichtet weiter davon, wie schwer es vielen Betroffenen fällt, die Kosten von rund 60 Euro pro Injektion aufzubringen.
Darüber hinaus berichtet der Geistliche von der feierlichen Einweihung der Junior High School in Kulmasa im Sommer. Diese habe man bauen können, weil die Hörsteler und Gravenhorster Sternsinger fleißig Geld für den Schulbau gesammelt haben. Das Sternsingerwerk in Aachen habe das Projekt finanziell abge sichert. Inzwischen hat die Schule ihren Betrieb aufgenommen und Schülern wie Lehrern macht das Lernen in den neuen Räumen viel Spaß.
Für die Zukunft gebe es viele weitere Wünsche und Pläne. So werde über den Bau eines Jugendtreffs nachgedacht, ebenso wie über eine Unterkunft für Schüler aus dem Hinterland, damit diese die Schule trotz der weiten Wege regelmäßig besuchen können. Kulmasa ist mehr als 23 Mal so groß wie das Stadtgebiet von Hörstel. Auch müssten die Möbel in der Junior High School an die älteren Schüler angepasst werden. Auf jeden Fall soll das jetzt von den Sternsingern gesammelte Geld für die Gemeinde Kulmasa reserviert werden.
Jahresbericht 2018 des Vorsitzenden, Generalversammlung 21.02.2019
Wir haben seit der letzten Generalversammlung ein ereignisreiches Jahr hinter uns. Nach einigem Bürokratieaufwand ist unser Verein endgültig ins Vereinsregister eingetragen worden. Notar Laumann aus Riesenbeck hat uns dabei gut unterstützt. Dankenswerterweise hat er sein Honorar dem Verein gespendet. Bei den „Hörsteler Frühlingsfarben“ 2018 waren wir erstmals mit einem Verkaufsstand vertreten. In der Autohalle der Firma Tumbrink hatten wir bei widrigen Außentemperaturen und entsprechend auch nicht so riesigem Besucherandrang trotzdem mit dem Café einen guten Verkaufserfolg. Auch der „Marktzauber“ im Mai in Gravenhorst war ein toller Erfolg.
Ende Juni 2018 reiste eine 4-er Delegation (Ulla Jung, Kathrin Lüttmann, Hermann Determeyer, Ludger Hinterding) zu unserer Partnergemeinde Kulmasa. Das Hauptereignis war vorneweg sicher die feierliche Einweihung der neuen Junior High School. Ebenfalls haben wir die praktische Anwendung von Tafelfarbe für die Schulen gezeigt. Diese hatten wir mit einem Container von Altenberge nach Kulmasa geschickt. Eine bleibende Erinnerung an den Besuch war auch das Pflanzen von Partnerschaftsbäumen.
Beim Besuch des Häuptlings wurden wir von ihm und den Ältesten gebeten, ob wir etwas beitragen können zur Versorgung mit einem Gegengift nach Schlangenbissen. Nachdem wir uns ausführlich über die Versorgungssituation informiert hatten, haben wir einen Fond von 600 Euro eingerichtet, von dem Schlangengift auf Vorrat besorgt werden kann. Father Tanti hat im Herbst geschrieben, dass inzwischen ca. 15 mal ein Serum nach Schlangenbiss verabreicht worden ist. Darunter waren 4 Kinder, die sonst mit Sicherheit gestorben wären. Ich glaube, dass man sagen darf, dass dieses das nachhaltigste Ergebnis des Besuchs in Kulmasa ist. Bei verschiedenen Gruppen und Anlässen haben wir im Nachhinein über diese Reise berichtet. Auch da hat es mehrere Spenden in teils beachtlicher Höhe gegeben.
Die neue Schule hat ihren Betrieb aufgenommen. Father Tanti hat etliche Fotos geschickt. Da wurde schnell deutlich, dass die vorhandenen Schulbänke für die älteren Schüler absolut zu klein sind. Der Neubau der Schule wurde über das Sternsingerwerk abgesichert. Ein Wunsch der Gemeinde Kulmasa war, in einem Anschlussprojekt einen Jugendtreff zu bauen. Nach Rücksprache mit dem Sternsingerwerk sind die zu bewältigenden Hürden und Formalien höher als man sich das in Ghana vorgestellt hatte. Ich konnte zumindest mit dem Sternsingerwerk verabreden, dass das diesjährige Sternsingergeld für ein zu entwickelndes Projekt in Kulmasa reserviert wird. Nach Mitteilung von Father Tanti wird aktuell intensiv an einem Projekt gearbeitet.
Kurz vor Weihnachten hat Father Tanti sein Silbernes Priesterjubiläum gefeiert. Neben unseren Glückwünschen haben wir ihm auch einen Geldbetrag zur persönlichen Verwendung zukommen lassen. Auch für die Armenspeisung zu Weihnachten konnten wir einen finanziellen Beitrag leisten.
Jeweils im Februar und im September schicken wir Geld nach Kulmasa zur Finanzierung von Hilfslehrern in den Dörfern im Hinterland. Für 15 Hilfslehrer wenden wir jeweils 2.500 Euro auf. Einen Bildungsfond für bedürftige Schüler bestücken wir 2 x mit jeweils 500 Euro. Father Tanti schickt regelmäßig Belege/Quittungen über die ordnungsgemäße Auszahlung der Gelder.
Bei unserem Besuch wurden wir auch gebeten, die Gesundheitsstation mit zu unterstützen. Eine „Bettelaktion“ bei einer Reihe großer deutscher Firmen brachte leider keine positive Bilanz. Die Frauengemeinschaft Hörstel hat aber den stolzen Betrag von 500 Euro zweckbestimmt für die Gesundheitsstation gespendet. Alle diese Geldzuwendungen sind nur möglich, weil sich hier immer wieder großherzige Spender finden. Auch an dieser Stelle denen allen ein ganz herzliches Dankeschön, auch im Namen der gesamten Pfarrgemeinde Kulmasa so wie auch der Ältesten und des Häuptlings.
Im vergangenen Jahr haben wir einige Spardosen für Kleingeld, das im Portemonnaie nur Platz wegnimmt, ausgegeben. Die ersten Dosen sind schon gefüllt zurück. So kommt mit geringstem Aufwand auch was zusammen. Weitere Dosen zur Ausgabe stehen noch bereit.
Im August letzten Jahres haben sich Partnerschaftsgruppen aus der Region hier in Hörstel zu einem Gedankenaustausch getroffen. Beendet haben wir dieses Treffen am Todestag von Bernhard Hagen mit der Teilnahme am Samstagabend- Gottesdienst.
Im November haben wir mit drei Personen an der Jahrestagung des Ghanaforums des Bistums im Franz- Hitze- Haus in Münster teilgenommen. Hier gab es neben dem Gedankenaustausch unter anderem Tipps zur Finanzierung von Besuchen aus den Partnergemeinden aus Ghana sowie z.B. auch kostengünstiges Verschicken von Paketen.
Von der angedachten Sammelaktion gebrauchter Handys haben wir uns wegen des Arbeitsaufwandes und der geringen Gewinnerwartung verabschiedet.
Weiter suchen wir nach einem größeren Posten an gebrauchten Notebooks, die die Schule in Kulmasa gern übernehmen möchte. Da sind wir bislang noch nicht fündig geworden. Da bitte ich alle, die Ohren offen zu halten, wenn sich irgendwo in Firmen abzeichnet, dass Geräte getauscht werden sollen.
Ein herzlicher Dank gilt euch allen und allen Spendern, die unsere Arbeit unterstützen.
Ludger Hinterding 1. Vorsitzender Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen e. V
Presse 2017
Sternsinger sammeln im Sinne von Pater Hagen für Ghana
Donnerstag, 12. Januar 2017
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Am Sonntag wurden im Seelsorgebezirk St. Bernhard Gravenhorst 14 Sternsinger ausgesandt. Sie sammelten dort die sehr gute Summe von 888 Euro. Die Gemeinde dankt allen Spender und besonders natürlich den Sternsingern und ihren Fahrern. Der Erlos der Sternsingeraktion kommt der Projektgruppe Kulmasa (Ghana) zugute. Das Projekt wurde von Pater Hagen ins Leben gerufen, der 2016 leider verstarb. Die Projektgruppe führt sein Lebenswerk in seinem Sinne fort.
Donnerstag, 12. Januar 2017
Sternsinger in St. Reinhildis Hörstel unterwegs
Am 6. und 7. Januar waren fast 80 Kinder als Casper, Melchior und Balthasar in den Straßen des Seelsorgebezirks Hörstel und Ostenwalde in ihren farbenfrohen Kostümen zu sehen. Trotz des nicht ganz so guten Wetters konnte die Aktion durchgeführt werden und die Kinder haben 8.650,61 Euro (Stand: 7.1.2017) gesammelt. das Geld geht nach Kulmasa in Ghana, wohin die Pfarrgemeinde St. reinhildis gute Kontakte pflegen und Spenden dringend benötigt wird. Mit einem Dankgottesdienst am Sonntag, in dem Pfarrer Thorsten Weßling sich auch bei den Helfern und Spendern bedankte, ging die diesjährige Sternsingeraktion zu Ende.
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Ghana-Treffen bei den Weißen Vätern in Hörstel
Dienstag, 21. Februar 2017
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Foto: Marianne Sasse
Zu einem Partnerschaftstreffen der Ghana-Partnergemeinden im Bistum Damongo im Norden Ghanas kamen am Sonntagnachmittag Vertreter der Partnerschaftskreise aus Freren, Nordhorn, Nordwalde, Haren-Altenberge und des „Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen“ aus Hörstel, sowie einige Gäste, die ebenfalls mit Ghana verbunden sind, im Haus der Weißen Väter in Hörstel zusammen. Diese Arbeitskreise sind verbunden mit dem verstorbenen Pater Bernhard Hagen. Es war das erste Treffen nach seinem Tod im verganngenen August und wohl das letzte Treffen im Haus der Weißen Väter in Hörstel, da es verkauft werden soll. Die Zusammenkunft diente dazu, sich kennenzulernen, sich auszutauschen, Probleme zu besprechen, voneinander zu lernen und sich zu vernetzen, da das „Bindeglied“ Pater Hagen mit all seinem Wissen nicht mehr da ist. Deutlich wurde auf dem Treffen einmal mehr, was für ein besonderer Mensch Pater Hagen war. Die Mitglieder des „Aktionskreises Pater Hagen“ aus Haren-Altenberge hatten Fotos, unter anderem vom Grabstein des verstorbenen Paters mitgebracht, auf dem geschrieben steht: „Brückenbauer zwischen Menschen“ und „Anwalt der Armen“. Ein weiteres Treffen im August in Haren-Altenberge geplant.
Junior High School in Kulmasa wird gebaut
„Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen“ finanziert 13 Hilfslehrer
-ms- Hörstel 13 Hilfslehrer in Kulmasa/Ghana finanziert der „Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen“ seit dem vergangenen Herbst. Das gab Ludger Hinterding, Sprecher des Aktionskreises, am Mittwochabend im Haus Elisabeth bei einem Treffen der Mitglieder bekannt.
Hilfslehrer sind meistens Studenten, die eingesetzt werden, um Kindern, auch in entlegenen Dörfern, eine Grundausbildung zu vermitteln. Damit wird das Lebenswerk des Afrikamissionares Pater Bernhard Hagen fortgeführt, dem es immer wichtig war, den Menschen im Norden Ghanas, wo er als Missionar tätig war, einen Zugang zu Bildung zu ermöglichen.
Die Finanzierung dieser Hilfslehrer ist möglich dank regelmäßiger Spenden von Privatpersonen, machte Hinterding deutlich. Alleine für die Hilfslehrer hat der Aktionskreis bislang 5.500 Euro an Father Tanti, den Priester der Pfarrgemeinde Heilige Familie in Kulmasa, überwiesen. Die Pfarrgemeinde in Kulmasa ist die Partnergemeinde der Seelsorgeeinheit St. Antonius der Pfarrgemeinde St. Reinhildis.
Und eine weitere erfreuliche Nachricht konnte der Sprecher des Aktionskreises vermelden. „Das Sternsinger-Werk in Achen hat eine Kostenzusage in Höhe von 49.600 Euro für den Bau der Junior High School in Kulmasa gemacht“. Allerdings erwartet das Sternsinger-Werk, dass weitere Sternsinger-Aktion zu diesem Zweck durchgeführt werden, so Hinterding. Wie Father Tanti in einer E-Mail geschrieben hat, hofft er, dass die Schule zum nächsten Schuljahr fertiggestellt sein wird.
Die Mitglieder des Aktionskreises freuen sich über weitere Personen, die für das Hilfslehrerprojekt spenden möchten, und auch über Interessierte, die im „Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen“ mitarbeiten möchten. Wer weitere Informationen haben möchte, kann sich an den Sprecher des Aktionskreises, Ludger Hinterding, wenden.
Besuch aus Ghana
Donnerstag, 27. Juli 2017
Luccilla und Oxford Dayuori beim Aktionskreis Kulmasa zu Gast
HÖRSTEL Luccilla und Oxford Dayuori aus Tuna in Ghana besuchten kürzlich die Mitglieder des „Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen“. Auf Einladung eines „Pater-Hagen-Aktionskreises“ in A1lensbach kam das Ehepaar nach Deutschland. Eng verbunden sind die Eheleute Dayuori mit dem im vergangenen August verstorbenen Weißen Vater Pater Bernhard Hagen.
Seit ihrer Jugend hat Luccilla Dayuori, die sich in ihrer Heimat besonders für die Bildung von Frauen einsetzt, Kontakt zu Pater Hagen. Er war es auch, der sie zu dieser Tätigkeit ermutigte. Um die Lebensumstände in den Familien zu verbessern, bat Pater Hagen sie, alle Frauen darin zu unterweisen, ihre Häuser sauber zu halten, sauberes Wasser zu trinken, die Kinder in die Schule zu schicken und bei Krankheiten die Krankenstation aufzusuchen.
Seit vielen Jahren unterrichtet sie ghanaische Frauen in unterschiedlichen Bereichen. Unter anderem lehrte sie 150 ‚Frauen, wie man Obst und Gemüse anbaut, wie man Honig, Seife und Kerzen produziert, wie man webt und näht.
Diese Frauen geben ihr Wissen nun weiter an viele andere Frauen. Diese Projekte dienen nicht nur dazu, den Frauen ein Einkommen zu ermöglichen, sie tragen auch zur Entwicklung der Region bei. „Für ihr Engagement, den Hunger zu stoppen, bekam Luccilla im Frühjahr in Paris einen Preis, den ,Stop Hunger Award‘ verliehen“, informiert Ludger Hinterding, Sprecher des Hörsteler „Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen“. „Pater Hagen war es, der mir die Chance gab, auf diese Weise tätig zu werden“, sagt die Frau aus Tuna. „Ich vermisse Pater Hagen sehr“, fügt sie hinzu. Neben Hörstel war das Ehepaar Dayuori auch bei den Pater-Hagen-Aktionskreisen in Nordhorn und in Altenberge bei Haren/Ems, dem Geburtsort des Paters, zu Gast. In Haren besuchte es auch das Grab des Weißen Vaters.
Bei dem Treffen in Hörstel gab es einen regen Gedankenaustausch. „Es ist wichtig, persönlichen Kontakt zu haben“, miteinander meint Hinterding. Kulmasa gehörte bis vor wenigen Jahren zu Tuna, der Gemeinde, in der Pater Hagen tätig war. Als Kulmasa eigenständig wurde, setzte sich der Weiße Vater für eine Partnerschaft mit der neuen Pfarrgemeinde in Kulmasa ein.
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Die Mitglieder des „Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen“ und der Weiße Vater Pater Bernhard Wernke (7.v.r.) freuten sich über den Besuch von Licilla (5.v.l.) und Oxford Dayuori (3.v.r.) aus Tuna/Ghana. Foto: Marianne Sasse
Der „Aktionskreis Kulmasa“ möchte das Lebenswerk des verstorbenen Weißen Vaters fortsetzten. Einiges konnte der Arbeitskreis bereits bewegen. Insbesondere werden Projekte für sauberes Trinkwasser und für Bildung gefördert, denn diese lagen Pater Hagen immer sehr am Herzen. Wer die Arbeit des „Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen“ unterstützen möchte, wird gebeten, sich an Ludger Hinterding, 05459/4188, zu wenden.
Am 25. August des vergangenen Jahres starb Pater Hagen, kurz nachdem er noch einmal in Ghana war. In Hörstel wird ein Gottesdienst im ersten Jahresgedenken Sonntag, 27. August, 10:30 Uhr, in der St.-Antonius-Kirche gefeiert.
Wo Entwicklungshilfe viele Früchte trägt
20. August 2017
AFRIKA Der vor einem Jahr verstorbene Weiße Vater Pater Bernhard Hagen aus Hörstel bleibt auch in Ghana unvergessen. Bei einem Besuch erzählte Luccilla Dayuori, wie bedeutsam die Entwicklungsarbeit des Missionars war.
Ich tue es für Gott, sagt Luccilla Dayuori aus Tuna/Ghana. Sie meint damit ihr Engagement für Frauenbildung in ihrer Heimat. »Pater Hagen war es, der mir die Chance gab, auf diese Weise tätig zu werden«, fährt sie fort.
Zusammen mit ihrem Ehemann Oxford besuchte sie die Mitglieder des »Aktionskreises Kulmasæ — Pater Hagen« in Hörstel und erzählte unter anderem von einigen ihrer Frauenprojekte. Der im vergangenen August verstorbene Weiße Vater Pater Bernhard Hagen, der als Missionar in Tuna lebte und arbeitete, und den Luccilla Dayuori seit ihrer frühen Jugend kannte, ermutigte sie dazu und unterstützte Projekte.
So kaufte er Webstühle, auf denen sie junge Mütter das Weben lehrt, damit sie für sich und ihre Kinder sorgen können. Er finanzierte Nähmaschinen, auf denen Frauen unter ihrer Anleitung das Nähen lernen. Sie unterrichtet ghanaische Frauen in vielen weiteren Bereichen des Lebens, wie landwirtschaftliches Arbeiten, Kerzen ziehen, Honig und Seife produzieren, mit denen sich die Frauen Einkommensquellen erschließen können.
»Für ihr Engagement, den Hunger zu stoppen, bekam Luccilla im Frühjahr in Paris einen Preis verliehen, den Stop Hunger informiert Ludger Hinterding, Sprecher des »Aktionskreises Kulmasa — Pater Hagen.
Als Pater Hagen nach seiner Zeit in Tuna nach Deutschland zurückkehrte, blieb Luccilla Dayuori Mittlerin zwischen Hilfsbedürftigen in Tuna und dem Pater. Sie trug ihre Bitten an ihn heran. »Wenn er Geld hatte, gab er es«, erinnert sie sich.
Neben ihren Lehrprojekten kümmert sie sich unter anderem um ausgegrenzte alte Frauen, die zusammen in einem Haus leben. »Zu Weihnachten und zu Ostern hat Pater Hagen mir immer Geld gegeben, damit ich für die Frauen gutes Essen kaufen konnte. «Pater Hagen habe immer gesagt: »Weihnachten und Ostern essen alle gut, dann sollen es auch diese Frauen können. «Und er unterstützte ein Waisenhaus, in dem zwei Ordensschwestern 35 Kinder betreuen. »Als diese ein Kind aufgenommen hatten, dessen Mutter bei der Geburt gestorben war und sie kein Geld hatten, um Nahrung für das Neugeborene zu kaufen, half Pater Hagen«, erzählt sie.
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Mitglieder des »Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen« und dessen Sprecher, Ludger Hinterding (links), freuten sich über den Besuch von Luccilla (2. von links) und Oxford Dayuori (6. von links) aus Tuna/Ghana. Auch der Weiße Vater Pater Bernhard Wernke (rechts) war bei dem Treffen dabei. Foto: Sasse
»Er fehlt mir und vielen anderen in Ghana sehr«, sagt die Frau aus Tuna. Bei ihrem Deutschlandaufenthalt besuchte sie auch das Grab des Missionars in seiner Heimatstadt im emsländischen Altenberge bei Haren.
Bei dem Treffen in Hörstel gab es einen regen Gedankenaustausch, und für einige auch ein Wiedersehen mit Luccilla und ihrem Mann. »Es ist wichtig, persönlichen Kontakt miteinander zu haben«, meint Ludger Hinterding, der zusammen mit weiteren Mitgliedern des Aktionskreises und Pater Hagen wenige Wochen vor dessen Tod nach Ghana reiste. Dabei war es dem Weißen Vater wichtig, dass die Hörsteler neben Illna auch Kulmasa kennen lernten, ein Gebiet, das bis vor wenigen Jahren zu Tuna gehörte und dann abgespalten wurde. Pater Hagen gründete eine Partnerschaft zwischen St. Antonius Hörstel und der Gemeinde »Heilige Familie« in Kulmasa.
Am 25. August jährt sich der Todestag von Pater Hagen, einem der Mitgründer der Bistumspartnerschaft mit den fünf nordghanaischen Diözesen. In der Hörsteler St.-Antonius-Kirche wird am Sonntag, 27. August, um 10.30 Uhr ein Gottesdienst im ersten Jahresgedenken an Pater Hagen gefeiert. Der Aktionskreis möchte das Lebenswerk des verstorbenen Weißen Vaters fortsetzten. Projekte für sauberes Trinkwasser und Bildung werden derzeit gefördert, denn diese waren dem Ordensmann immer sehr wichtig. Wer die Arbeit des Aktionskreises Kulmasa unterstützen möchte, kann sich an Ludger Hinterding, Tel. 0 54 59/41 88, wenden.
Marianne Sasse
Kolpingsfamilie Hörstel spendet für Aktionskreis Kulmasa
14. Oktober 2017
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Foto: Marianne Sasse
Eine Spende in Höhe von 300 Euro aus der Schrottsammelaktion der Kolpingsfamilie Hörstel überreichten im Pfarrzentrum St. Antonius Dorothee Gehring (2.v.r. ), Bernhard Reeker (6.v.r. ) und Martin Egelkamp (4.v.l.) an den Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen. Die Mitglieder des Aktionskreises und Pater Bernhard Wernke (2.v.l. ), Eine-Welt-Verantwortlicher in St. Reinhildis, freuen sich über die Spende, hilft sie doch, das Lebenswerk des verstorbenen Paters in Kulmasa, im Norden Ghanas, fortzusetzen. Ludger Hinterding (4.v.r.), Sprecher des Aktionskreises, sagte, dass das Geld in Bildung investiert wird. Unter anderem finanziert der Aktionskreis Hilfslehrer in Kulmasa, die Kinder in entlegenen Dörfern unterrichten, und ein Bildungsfonds ist eingerichtet, aus dem Kinder unterstützt werden, deren Eltern die Schulbildung nicht finanzieren können.
Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen
Pfarrbrief Dezember 2017
Nach dem unerwarteten plötzlichen Tod von Pater Hagen im vergangenen Jahr stellte sich die Frage, wie es weitergehen sollte mit der Partnerschaft der Pfarrei der Heiligen Familie in Kulmasa. Für die Mitglieder des Arbeitskreises war klar, dass wir versuchen mussten, die Arbeit von Pater Hagen fortzusetzen. An vielen Stellen zeigte sich, dass sein Rat fehlte.
Durch Öffentlichkeitsarbeit, Vorträge usw. haben wir versucht, das Anliegen in die Bevölkerung zu tragen. Dabei haben wir viel Unterstützung erfahren. Wir haben Bargeldspenden von Privatpersonen, Spenden aus Verzicht auf z.B. Geburtstagsgeschenke, Kranzgeldspenden bei Beerdigungen, Spenden von Vereinen usw. bekommen. Eine wichtige Einnahmequelle ist auch der Erlös von handgestrickten Socken, Handarbeiten und Eingemachtem, wofür viele ehrenamtlich tätig sind. Die Sternsinger waren für Kulmasa unterwegs und haben viel Geld gesammelt für den Bau einer Junior High School in Kulmasa. Im Juli dieses Jahres konnte mit dem Bau der Schule vor Ort begonnen werden. Bevor es losging, mussten die Ziegel selbst geformt und in der Sonne getrocknet werden. Der Bau geht zügig voran und Ende September ist das Gebäude schon eingedeckt.
Dank der eingegangenen Spenden können 13 Hilfslehrer mit monatlich 30 Euro finanziell unterstützt werden. Das entspricht der Summe von rd. 4.700 Euro jährlich.
Zuletzt konnte in Absprache mit dem Partnerkommittee Kulmasa ein Bildungsfond eingerichtet werden, in den wir 2.000 Euro einzahlen konnten. Aus diesem Etat werden z.B. Schulmittel oder Schulgeld für Bedürftige bezahlt. Wir freuen uns über die bisherige und hoffentlich weitere Unterstützung aus der Gemeinde.
Spenden sind willkommen auf das Konto der Kirchengemeinde bei der Volksbank Hörstel mit der IBAN DE40 4036 1906 0813 0352 01 unter dem Stichwort: Kulmasa. Auf Wunsch erhalten Sie eine Spendenbescheinigung. Jede einzelne Spende hilft, den Menschen in Kulmasa/ Ghana eine Zukunftsperspektive zu geben. Herzlichen Dank allen Spendern!
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„Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen“ wird Verein
21. Dezember 2017
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Aus dem „Aktionskreis Kulmasa — Pater Hagen“, ein offener Kreis von Unterstützern der Missionsarbeit des verstorbenen Weißen Vaters Bernhard Hagen, wird jetzt ein Verein. Die Gründungsversammlung war am Montagabend im Pfarrzentrum St. Antonius. Die Anwesenden wählten Ludger Hinterding (2.v.r.) zum ersten Vorsitzenden, Ulla Jung (2.v.l.) zur zweiten Vorsitzenden, Franz-Josef Egelkamp (l.) zum Kassierer und Maria Hinterding (r.) zur Schriftführerin. Wer Interesse hat, Mitglied oder Förderer des Vereins zu werden, wird gebeten, sich an eines der Vorstandsmitglieder zu wenden. Das nächste Treffen des „Aktionskreises Kulmasa — Pater Hagen e.V.“ ist Mittwoch, 24. Januar, 20 Uhr, im Haus Elisabeth. Auch da sind weitere Interessierte gern gesehen.
Foto: Marianne Sasse
Presse 2016
Wasserprojekt abgeschlossen
Arbeitskreis Kulmasa besteht ein Jahr / Mitglieder reisen nach Ghana
Samstag, 30. Januar 2016
-ms- HÖRSTEL. Gut ein Jahr besteht der Arbeitskreis Kulmasa im Seelsorgebezirk Hörstel-Gravenhorst. Anlass, diesen Arbeitskreis einzurichten, war die Gründung der Pfarrgemeinde „Heilige Familie“ in Kulmasa, im Norden Ghanas, wo der Weiße Vater Pater Bernhard Hagen einst tätig war (wir berichteten).
Sauberes Trinkwasser war ein großes Anliegen der Menschen in Kulmasa. Doch das Geld für eine Pumpe, eine Wasserleitung und einen Tank, um das Wasser speichern zu können, fehlte. Die Mitglieder des Arbeitskreises in Hörstel sammelten im vergangenen Jahr durch verschiedene Aktionen Spendengelder, die Ludger Hinterding, Sprecher des Arbeitskreises, für die technische Ausstattung der Anlage nach Kulmasa schickte. Die Bauarbeiten erledigten die Menschen vor Ort.
Gegründet wurde die Pfarrgemeinde „Heilige Familie“ am 27. Dezember, 2014, und genau ein Jahr später floss sauberes Wasser bis ins Pfarrzentrum. Zeitgleich wurden am Gründungstag in der Pfarrgemeinde in Kulmasa und in der St.-Antonius-Kirche in Hörstel Gottesdienste gefeiert. Pater Hagen, der die Messe in Hörstel zelebrierte, stellte mit seinem Smartphone eine Verbindung zum Gottesdienst nach Kulmasa her. Jana-Marlen Kolaan aus Hörstel, Mitglied des Arbeitskreises Kulmasa, hielt sich zu der Zeit mit ihrer Familie in Ghana auf und war zu diesem Gottesdienst, zu dem auch der Bischof gekommen war. Sie berichtete live aus der dortigen fröhlichen Messfeier, besonders auch über das Wasserprojekt, über das sich alle Menschen in Kulmasa freuen.
Mittwochabend, beim Treffen des Arbeitskreises Kulmasa im Haus Elisabeth, berichtete sie anhand von Bildern und kurzen Videos über ihre Reise nach Ghana und speziell auch über ihren Aufenthalt in Kulmasa.
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Jana-Marlen Kolaan (vorne Mitte) war über Weihnachten in Ghana und berichtete anhand von Fotos und Videos über ihren Aufenthalt in Kulmasa. Im Juli reisen Ludger Hinterding (vorne l.), Ursula Jung (vorne r.) und Pater Bernhard Hagen (hinten) nach Kulmasa. Foto: Marianne Sasse
Damit sich die Mitglieder des Arbeitskreises aus Hörstel ein noch besseres Bild machen können, wie es in Kulmasa aussieht und welche Projekte als nächstes umgesetzt werden sollen, reisen im Juli vom Arbeitskreis aus Hörstel Ludger Hinterding, Ursula Jung und Pater Bernhard Hagen nach Kulmasa. Die Reise dauert zwei Wochen. Ein Platz in dieser Reisegruppe ist noch frei. Wer Interesse hat mitzufahren, kann sich an Ludger Hinterding wenden.
Das nächste Treffen des Arbeitskreises Kulmasa, zu dem Interessierte eingeladen sind, ist Mittwoch, 6. April, im Haus Elisabeth.
Für die Menschen da
Pater Bernhard Hagen wird heute 80 Jahre
Donnerstag, 17. März 2016
-ms- HÖRSTEL. „Eine offizielle Einladung gibt es nicht, aber vom 17. bis zum 20. März bin ich zu Hause in Hörstel. Ich freue mich dann über jeden, der kommt und wünsche mir, dass jeder Herzlichkeit und gute Laune mitbringt“, sagt Pater Bernhard Hagen, Harkenbergstraße 11, der heute, Donnerstag, 17. März, auf 80 erfüllte Lebensjahre zurück blickt
Pater Hagen ist ein Missionar, der in seinem Missionsgebiet im Norden Ghanas 25 Jahre lang mit den Menschen lebte, als wäre er einer von ihnen. Einfühlsam ging er mit den Riten und Gewohnheiten der Einheimischen um, er stülpte ihnen nicht seinen Glauben über. Seine wichtigsten Aufgaben sah er zunächst darin, den Menschen Bildung und Gesundheitsvorsorge zu bringen. Er baute Schulen, Krankenstationen und Kirchen. Das Wichtigste aber: Er war für die Menschen da.
Auch wenn er seit 21 Jahren wieder in Deutschland lebt, ist der Kontakt nach Ghana lebendig. Noch heute gibt er Rat und Hilfe, stößt Projekte an und hilft bei der Durchführung. Immer wieder besucht er sein Missionsgebiet. Seine nächste Reise nach Ghana, auf die er sich sehr freut, steht im Juni an. Doch jetzt wird erst einmal vier Tage lang Geburtstag gefeiert.
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Pater Bernhard Hagen
Pfadfinder spenden an Arbeitskreis
Donnerstag. 14. April 2016
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Hendrik Westermann und Lennart Greiwe von der Leiterrunde der DPSG-Pfadfinder Hörstel waren in dieser Woche zu Gast beim Arbeitskreis Kulmasa – und hatten einen Scheck über 400 Euro dabei. Diesen Betrag spendeten die Pfadfinder der DPSG Hörstel für Aufgaben in der Partnergemeinde Kulmasa in Ghana. Seit rund einem Jahr gibt es diese Partnerschaft nun bereits. Der Arbeitskreis Kulmasa in Hörstel konnte in dieser Zeit schon viel Unterstützung für die neu gegründete Pfarrei im Norden Ghanas leisten, heißt es in einer Pressemitteilung.
Pfarrbrief Ostern 2016
Neues aus Kulmasa
Die Kirchengemeinde „Heilige Familie“ hat erstmals fließendes Trinkwasser. Seit offiziell einem guten Jahr besteht die Kirchengemeinde „Heilige Familie“ in Kulmasa im Norden Ghanas. Anlässlich ihres ersten „Geburtstages“ besuchte die Familie Kolaan die Feierlichkeiten der jungen Gemeinde und freute sich über das erste abgeschlossene Projekt, das in Verbindung mit der St. Reinhildis Kirchengemeinde realisiert werden konnte.
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Die Patengemeinde aus Afrika wünschte sich bei ihrer Gründung Ende 2014 eine regelmäßige Entnahmestation für frisches Trinkwasser. Gemeinsam mit Pater Bernhard Hagen, der zur dortigen Region aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit als Weißer Vater gute Kontakte pflegt, gründete sich ein Arbeitskreis in Hörstel, der mit verschiedenen Aktionen Spendengelder für die Finanzierung des großen Anliegens sammelte.
Seither sei ein Jahr vergangen und die Wasserversorgung stehe, weiß Jana-Marlen Kolaan, die gebürtig aus Hörstel stammt. Wassertank und Entnahmestelle für das Trinkwasser stehen direkt neben der Kirche der Gemeinde. Aus einer Entfernung von rund 1 Kilometern werde das kühle Nass aus einem Bohrloch herangepumpt und könne von allen Bewohnern genutzt werden. Der Grund für die weite Entfernung bis zum Bohrloch erkläre sich dabei ganz einfach: Nahe der Kirche vorgenommene Bohrungen wären nicht auf Wasser gestoßen.
Dass dem Arbeitskreis die Aufgaben ausgehen könnten, das sieht Jana-Marlen Kolaan nicht. Vielmehr dürfte die erfolgreiche Umsetzung der Wasserversorgung Mut für die nächsten Projekte machen. Im Sommer ist ein weiterer Besuch von Mitgliedern des Arbeitskreises in Kulmasa geplant. Dabei gehe es unter anderem um die neusten Projekte: Neben der Installation einer stabilen Stromversorgung ist der Aufbau einer weiterführenden Schule geplant.
Hörsteler Gruppe reist nach Ghana
Besuch der Partnergemeinde in Kulmasa
Dienstag, 7.Juni 2016
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Die Mitglieder des Arbeitskreises Kulmasa, Ulla Jung (l.), Ludger Hinterding (hinten, Mitte), Pater Bernhard Hagen (vorne, Mitte) und Ingrid Stegemann (r.) reisen nach Kulmasa in Ghana. Foto: Marianne Sasse
-ms- HÖRSTEL. Die notwendigen Impfungen sind gemacht, die Visa da, die Flüge gebucht. Am 9. Juli reisen Ludger Hinterding, Sprecher des Arbeitskreises Kulmasa, Ulla Jung und Ingrid Stegemann in den Norden des afrikanischen Landes Ghana, um das Leben der Menschen dort kennenzulernen. Um zu sehen, was mit den Hilfsgeldern aus Hörstel bereits umgesetzt worden ist, und welche Hilfsprojekte jetzt dringend sind.
Bei ihrer Ankunft in Accra, der Landeshauptstadt, treffen sie den Weißen Vater Bernhard Hagen, der zuvor mit einer Reisegruppe aus seiner Heimatgemeinde Altenberge bei Haaren unterwegs war. Pater Hagen war es, der sich für die Partnerschaft zwischen dem Seelsorgebezirk Hörstel der Pfarrgemeinde St. Reinhildis und der Weihnachten 2014 gegründeten Pfarrgemeinde „Heilige Familie“ in Kulmasa eingesetzt hat. Er freut sich, dass jetzt eine Abordnung aus Hörstel nach Ghana fährt, denn er hält es für wichtig, sich mit den Menschen vertraut zu machen.
Die Vorbereitungen für die Reise laufen auf Hochtouren. Da jeder rund 50 Kilo Gepäck mitnehmen darf, wird überlegt, welche Hilfsgüter mit auf die Reise gehen. Kinderkleidung will die Gruppe mitnehmen. Wer gut erhaltene Sommerkleidung für Kinder bis zu zehn Jahren spenden möchte, kann sie bei Ludger Hinterding, Einsteinstraße 11, abgeben.
Die Reiseroute ist festgelegt. In Accra besucht die Gruppe einen Gottesdienst im Slum-Viertel. Dann geht es zur Cape Coast, von wo aus einst die ersten Sklaven nach Amerika verschifft wurden, und weiter durch den Regenwald Richtung Norden nach Kulmasa. Auch will die Gruppe die Gastfamilien besuchen, bei der Linda Hinterding als Missionarin auf Zeit und Mareike Jung als Semesterpraktikantin gelebt haben.
In Damongo, dem Bischofssitz, treffen die Hörsteler den Bischof sowie Vertreter des Sternsinger-Finanzkomitees, denn seit Jahren gehen Sternsingerspenden aus St. Reinhildis in den Norden Ghanas.
Hilfe wird im Norden Ghanas dringend benötigt
Mitglieder des Arbeitskreises Kulmasa zu Besuch in der Partnergemeinde
Samstag, 16. Juli 2016
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Die Mitglieder des Arbeitskreises Kulmasa, Ulla Jung (vorne kniend 3.v.l.), Ingrid Stegemann (vorne kniend 2.v.l.), Ludger Hinterding (l.) und Pater Bernhard Hagen (2.v.r.) sind derzeit in Kulmasa und wurden hier in der Schule herzlich empfangen.
-ms- HÖRSTEL/KULMASA. zu Besuch in der Pfarrgemeinde „Heilige Familie“ in Kulmasa/Ghana, der Partnergemeinde des Seelsorgebezirks Hörstel der Pfarrgemeinde St. Reinhildis, sind derzeit Ludger Hinterding, Ulla Jung, Ingrid Stegemann und der Weiße Vater Bernhard Hagen.
Sie sind alle Mitglieder des Hörsteler Arbeitskreises Kulmasa. Pater Hagen war in Tuna, zu dessen Bereich Kulmasa einst gehörte, als Missionar tätig und hat den Kontakt hergestellt.
Die anderen Arbeitskreis-Mitglieder sind dorthin gereist, um das Leben der Menschen kennenzulernen, persönliche Kontakte zu knüpfen und zu sehen, was mit den Hilfsgeldern aus Hörstel bereits umgesetzt worden ist und welche Hilfsprojekte dringend anstehen.
„Wir haben in Kulmasa die Schule besucht und wurden herzlich willkommen geheißen. In den nächsten Tagen fahren wir in andere Dörfer, die zur Gemeinde gehören“, haben sie sich jetzt aus Ghana gemeldet.
In Damongo, dem Bischofssitz, werden sie noch den Bischof sowie Vertreter des Sternsinger-Finanzkomitees treffen. Seit Jahren gehen Sternsingerspenden aus St. Reinhildis in den Norden Ghanas, um dort diverse Hilfsprojekte zu unterstützen.
„Ich habe starke Frauen gesehen“
30. Juli 2016
Die Mitglieder des Arbeitskreises Kulmasa sind zurück aus Ghana / Spendengelder überreicht
Von Marianne Sasse
HÖRSTEL. Mich haben die vielen jungen, engagierten Leute beeindruckt, die das Land voranbringen wollen. Und ich habe engagierte und starke Frauen gesehen, die die Situation in ihren Familien und die des Landes verbessern wollen“, sagt Ulla Jung, Mitglied des Arbeitskreises Kulmasa. Zusammen mit Ludger Hinterding, Ingrid Stegemann und Pater Bernhard Hagen, ebenfalls Mitglieder des Arbeitskreises, besuchte sie die Pfarrgemeinde „Heilige Familie“ in Kulmasa/Ghana, die Partnergemeinde des Seelsorgebewirks Hörstel der Pfarrgemeinde St. Reinhildis.
Am Mittwochabend, beim Treffen des Arbeitskreises im Haus Elisabeth, erzählten die Reisenden von ihren Erlebnissen und ihren persönlichen Eindrücken. In Accra, der Hauptstadt des Landes, habe ich viele elektrische Geräte, wie Kühlschränke und Waschmaschen, am Straßenrand gesehen. Das hat mich schockiert denn die Menschen können damit nichts anfangen. Stundenlang gibt es dort keinen Strom“, erzählt Ingrid Stegemann. Ich habe das Gefühl, dass viel Schrott von hier nach Afrika verschifft wird“, fügt sie hinzu.
Die Gastfreundschaft, die große Armut im ganzen Land, obwohl man das Gefühl hat, dass die Menschen nicht unzufrieden sind, ist das, was Ludger Hinterding beeindruckt hat. „Das Wasser wird in Gefäßen auf dem Kopf nach Hause getragen.Das ist Mädchenarbeit. Schon Kinder übernehmen diese Aufgabe“, sagt er. „Die Gesellschaft hat sich wahnsinnig verändert, sowohl wirtschaftlich als auch sozial und kulturell, seitdem ich das Land kenne“, lautet das Fazit von Pater Hagen.
Ich habe das Gefühl,dass viel Schrott von hier nach Afrika verschifft wird.
Ingrid Stegemann
Von Süd nach Nord und zurück bereisten die vier das Land. Immer wieder mussten sie anhalten, weil jemand Pater Hagen begrüßen wollte. Der Pater war sogar beim Präsidenten des Landes, John Dramani Mahama, eingeladen. Dieser stammt aus dem Norden Ghanas Im Norden war auch Pater Hagen tätig, und er kennt die Familie der Eltern des Präsidenten.
Das Augenwerk der Partnergemwinde, in der sie herzlich empfangen wurde, wo sie mit der Gemeinde Gottesdienste feierte, die Schulen und zur Gemeinde gehörende Dörfer besuchte, einen Häuptling traf. Immer wieder beeindruckte sie das einfache Leben der Menschen. Auf dem Weg nach Kulmasa machten die Hörsteler Station bei einer Frau, die sichum alleinlebende Jugendliche kümmert. Sie baute gerade sein Haus für ihre Schützlinge. Und für die Dachkonstruktion war Pater Hagens Rat als Zimmermann und Maurer gefragt.
Neben Sachspenden und Geschenken, vor allem für Schüler, hatte die Reisegruppe 3500 Euro an Spendengeldern dabei. 100 Euro übergab sie dieser Frau. Die Kinderkleidung bekam ein Kinderheim, das dringend Bedarf hatte, denn teilweise liefen die Kleinen nackt herum. Die Geschenke überreichte die Gruppe im Abschlussgottesdienst. Die Verantwortlichen vor Ort sollen sie in der Schule verteilen, so, wie sie benötigt werden. Die restlichen 3400 Euro übergab Ludger Hinterding im Begrüßungsgottesdienst Father Tanti, dem Priester der Gemeinde, der, wie die Reisenden sagte, überwältigt war.
Auch trafen sich die Vier aus Hörstel mit dem Partnerschaftskomitee, das zumeist aus jungen Leuten aus allen Dörfern besteht. In diesem Kreis werden Wünsche geäußert, und die mögliche Umsetzung wird besprochen.,Wir wollen unterstützen“, sagt Ludger Hinterding. „Aber das Komitee soll selbst entscheiden, wie das Geld eingesetzt wird.“
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Dieses Land auf der Karte von Süd nach Nord und zurück bereisten die Mitglieder des Arbeitskreises Kulmasa v.. Ulla Jung, Ludger Hinterding, Sprecher des Arbeitskreises, Pater Bernhard Hagen und Ingrid Stegemann Foto: Marianne Sasse
Dringend ist, dass die Wasserleitung, die mit Unterstützung aus Hörstel bereits bis zur Kirche geht, zu den Schulen weitergeleitet wird. Wichtig sei es auch, den Schülern aus dem Hinterland Unterkunft und Betreuung am Schulstandort zu ermöglichen. Dafür sollen Häuser gebaut werden, für Mädchen und Jungen getrennt. Als weiteres Problem nannte Tanti die Lehrerbezahlung, die nicht gesichert ist. Da Kulmasa selbstständig geworden ist, sei es aus vielen Förderprogrammen herausgefallen. Ein Lehrergehalt beträgt im Monat rund 35 Euro.
Nun ist es ein Anliegen des Hörsteler Arbeitskreises Kulmasa, Paten für Lehrergehälter zu finden. Auch einmalige Spenden sind gern gesehen und können überwiesen werden auf das Missionskonto Katholische Kirchengemeinde Hörstel, IBAN: DE40 4036 1906 0813 0352 0l, BIC: GENODEMIIBB, Verwendungszweck Kulmasa.
Im Abschlussgottesdienst, an dem rund 700 bis 800 Menschen, teilnahmen, erzählte Hinterding von den Projekten des Arbeitskreises in Hörstel.
Gruppen, die mehr über die Reise nach Kulmasa wissen möchten, können sich an den Sprecher des Arbeitskreises, Ludger Hinterding, Telefon 05459/4188 wenden. Ein Mitglied der Reisegruppe berichtet dann gern.
„Er liebte uns Afrikaner“
26. August 2016
Noch im Juli bereiste Pater Bernhard Hagen Ghana
-bee- HÖRSTEL. Pater Bernhard Hagen, der Brückenbauer – so werden ihn viele Menschen in Afrika und in Deutschland in Erinnerung behalten. Am Donnerstag ist Pater Hagen im Alter von 80 Jahren verstorben.
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Pater Bernhard Hagen ist am Donnerstag gestorben.
Auf beiden Kontinenten, so unterschiedlich sie auch sein mögen, fand er seine Heimat. Denn Heimat, so sagte er es einmal, ist für ihn dort, wo seine Freunde sind. Und Freunde fand er viele. Mit seinem freundlichen Humor und seiner menschlichen Anteilnahme gewann er die Menschen um sich.
Nur wenige Wochen vor seinem Tod bereiste er noch einmal seinen wohl wichtigsten Wirkungsort: Ghana. 25 Jahren wirkte er dort als Missionar. Und selbst 21 Jahre nach seiner Rückkehr zu den Weißen Vätern in Hörstel wird er dort geehrt als ein Mann der Kirche, der für Glaubwürdigkeit und Nächstenliebe steht.
Im Norden des Landes hat er seit 1970 tiefe Spuren hinterlassen. Nie war es sein Bestreben, den Menschen den Glauben überzustülpen. Vielmehr lebte er seinen christlichen Glauben vor, lebte mit und für die unterdrückten Menschen. Ein Afrikaner formulierte es einmal so: „Wir merkten, er mal so: „Wir merkten, er sere Gemeinschaft. Er sah in uns nicht die geistig unter entwickelten Schwarzen, wie viele Weiße es uns sonst häufig spüren ließen.“ Die, Menschen seiner Gemeinde empfanden Pater Hagen als einen Segen. Und umgekehrt fühlte der sich magisch zu den Menschen von Tuna gezogen. „Nach Ghana habe ich Heimweh. Wenn es zu groß wird, fahre ich hin“, sagte er einmal.
Bis zuletzt lebte er diesen intensiven Austausch, feierte in Ghana Gottesdienste und begeisterte in Hörstel wiederum jüngere Menschen, diesen Geist der Verständigung aktiv weiterzuleben. Stets gab er wertvollen Rat, stieß Projekte an und half bei deren Umsetzung.
In Hörstel und in der Gemeinde St. Reinhildis war er hoch geschätzt und beliebt. Erst im vergangenen März wurde er, kurz vor seinem 80. Geburtstag, aus dem Seelsorgeteam verabschiedet. Christen in Tuna und Hörstel trauern nun gemeinsam um Pater Hagen.
Die Vorabendmesse am Samstag um 16.45 Uhr in St. Antonius wird im besonderen Gedenken an Pater Hagen gefeiert. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, sich in der Friedhofskapelle von dem Verstorbenen zu verabschieden. Die Beerdigung ist zu einem späteren Zeitpunkt in seinem Heimatort Altenberge bei Haaren.
Seine Arbeit in Ghana wied weitergeführt
Abschied von Pater Hagen
IVZ vom 02. September 2016
-ms- Hörstel/Altenberge. Unter sehr großer und internationaler Beteiligung wurde Pater Bernhard Hagen am Mittwochnachmittag in seinem Heimatort Altenberge bei Haren zu Grabe getragen. Es war sein Wunsch, dort seine letzte Ruhe zu finden. Auch Wegbegleiter aus Hörstel nahmen an seiner Beisetzung teil. Ein Blumengesteck schmückte den Sarg, ein afrikanisches Tuch war darum drapiert. Trommelmusik klang aus der Einsegnungshalle nach draußen, wo sich mehrere Hundert Menschen versammelt hatten, um Pater Hagen auf seinem letzten Weg zu begleiten.
In der Eucharistierfeier in der St. Bonifatius-Kirche mit mehr als 20 Pristern im Altarraum wurde die außergewöhnlich große Lebensleistung des Verstorbenen gewürdigt. Immer wieder bezeichnenten die Redner ihn als Brückenbauer. Wie Vorstandsmitglieder des Aktionskreises Pater Hagen aus Altenberge, sagten, wurden zeitgleich in Kalba und in Tuna Trauergottesdienste für Pater Hagen gefeiert. Und sie machten deutlich, dass Pater Hagen Arbeit auf jeden Fall fortgesetzt wewrden soll.
Auch aus der neuen Pfarrei Kulmasa im Norden Ghanas, schrieb der dortige Pfarrer, Father Tanti, in einer Mail an den Hörsteler Arbeitskreis Kulmasa: „Wir sind alle geschockt und können die Nachrichten kaum mglauben. Überall stehen Gruppen zusammen und diskutieren das Unfassbare. Wir sind voller Trauer. Das Leben in Tuna, Kalba und Kulmasa scheint stillzustehen. Wir beten, dass der gute Gott ihn aufnehem möge in sein Himmelreich, und er dort seinen ewigen frieden finden möge.“
Ludger Hinterding, Sprecher des Hörsteler Arbeitskreises Kulmasa, sagte: „Vergangene Woche Montag hatten wir in unserem letzten Telefonat verschidene Dinge besprochen. Bernhard beendete diese telefonat mit dem Satz: „Es ist gut zu wissen, dass man sich auf euch verlassen kann“. In der Stunde des Abschieds bekommt der Satz eine neue Dimension. Es wird zur Verpflichtung für uns alle, das begonnene Werk und die Partnerschaft mit Kulmasa fortzusetzen.“
Kirche und Leben
Mehr als 300 Kinder standen am Straßenrand und riefen »Welcome to you«, als Pater Bernhard Hagen, Ludger Hinterding, Ulla Jung. und Ingrid Stegemann in Kulmasa im Norden Ghanas eintrafen. In einer Prozession zogen die Kinder dann zur Kirche, wo die Hörsteler ein großes Partnerschaftsplakat überreicht bekamen. Sie übergaben eine Spende in Höhe von 3400 Euro für anstehende Projekte. Father Tanti, der Gemeindepfarrer, war überwältigt. Hundert Euro hatten die Besucher zuvor auf dem Weg in den Norden einer Frau gegeben, die sich um alleinlebende Jugendliche kümmert. Kleiderspenden erhielt ein Waisenhaus, das diese dringend benötigte.
Die noch junge Pfarrgemeinde Heilige Familie in Kulmasa ist die Partnergemeinde des Seelsorgebezirks Hörstel der Pfarrei St. Reinhildis. Mitgründer der Partnerschaft war Pater Hagen, der mehr als 25 Jahre als Missionar im Norden Ghanas tätig war. Auch wenn er schon lange wieder in Deutschland, genauer gesagt in Hörstel lebte, war Pater Hagen noch sehr mit Nordghana verwurzelt. Immer wieder sagte er auf der Reise den Satz: »Bei uns im Norden.«
»Pater Hagen war zuhause«, stellten seine Mitreisenden fest. Ein Polizeibeamter, einer »seiner Jungs«, fuhr und begleitete die Gruppe. Aus Dankbarkeit zu Pater Hagen hat er dafür seinen Jahresurlaub genommen.
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Pater Bernhard Hagen (2.v.l.) zeigte wenige Wochen vor seinem Tod das Partnerschaftsplakat. Das Plakat bekamen Pater Hagen und die Mitglieder des Arbeitskreises Kulmasa, Ulla Jung, Ludger Hinterding und Ingrid Stegemann, bei ihrer Ankunft in Kulmasa geschenkt. Hier zeigten sie es vor der St.-Antonius-Kirche in Hörstel. Foto: Sasse
Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht, dass der Pater im Land war. Auf dem Weg in den Norden musste das Auto immer wieder anhalten, weil Menschen ihn begrüßen wollten. Die Gruppe bekam Ziegen und Hühner geschenkt, die sie auf dem Pickup ihres Fahrers mit nach Kulmasa nahmen. Dort wurden die Tiere zum Abschlussfest für ein großes gemeinsames Essen geschlachtet.
Allein zum Abschlussgottesdienst waren 800 Menschen auch aus den umliegenden Dörfern gekommen. Während ihrer Zeit in Kulmasa feierte die Gruppe mit der Gemeinde Gottesdienste, besuchte Schulen und Dörfer. Beeindruckt war sie vom einfachen Leben der Menschen. Die Hörsteler trafen einen Häuptling, Pater Hagen sogar den Präsidenten des Landes, John Dramani Mahama.
Sie hatten auch ein Gespräch mit dem Partnerschaftskomitee, das zumeist aus jungen Leuten besteht. Hier werden Wünsche geäußert, und es wird besprochen, welche Projekte umgesetzt werden. »Wir wollen unterstützen«, sagt Ludger Hinterding. »Aber das Komitee soll selbst entscheiden, wie das Geld eingesetzt wird.«
Mit finanzieller Hilfe des Arbeitskreises wurde bereits ein Brunnen gebohrt und eine Wasserleitung bis zur Kirche gelegt. Wichtig ist es jetzt, dass sie bis zu den Schulen führt. Und für die Kinder aus dem Hinterland, die in Kulmasa die Schule besuchen, muss Unterkunft und Betreuung ermöglicht werden. Häuser für Jungen und Mädchen sollen gebaut werden. Ein Anfang ist schon gemacht.
Ein Problem ist die Bezahlung der Lehrer. Ein Lehrer verdient monatlich rund 35 Euro. Dieses Geld ist nicht gesichert. Kulmasa ist selbstständig geworden, und damit sei es aus vielen Förderprogrammen des Landes herausgefallen, informierte der Priester. Eine Aufgabe des Arbeitskreises Kulmasa ist es nun, in Hörstel Paten für Lehrergehälter finden.
Marianne Sasse
Zum Bericht
Einige Tage nach seiner Rückkehr aus Ghana sprach Kirche+Leben-Mitarbeiterin Marianne Sasse mit Pater Bernhard Hagen über seine Reise und die Hilfsoroiekte des Arbeitskreises Kulmasa.
Spontane Versteigerung bringt 800 Euro
Stehtischverkauf ermöglicht Spende für den Arbeitskreis Kulmasa
IVZ vom 15. September 2016
-ms- HÖRSTEL. Über eine Spende in Höhe von 800 Euro freuen sich die Mitglieder des Arbeitskreises Kulmasa. Das Geld ist der Erlös aus der Versteigerung von vier Stehtischen. Zwei Hörsteler hatten die Tische für die Party anlässlich ihrer 60. Geburtstage, die sie gemeinsam gefeiert haben, gebaut. Die Partygäste waren so begeistert von den großen, stabilen Stehtischen, dass eine Versteigerung noch auf der Party unvermeidlich war.
Die Geburtstagskinder machten gleich deutlich, dass sie das Geld aus der Versteigerung dem Arbeitskreis Kulmasa für die Arbeit in Kulmasa, im Norden Ghanas, zukommen lassen. „Wir freuen uns sehr über diese große Spende, denn auch nach dem Tod von Pater Hagen soll sein Lebenswerk im Norden Ghanas fortgeführt werden“, sagt Ludger Hinterding, der Sprecher des Arbeitskreises Kulmasa. „Es gibt im Sinne von Pater Hagen noch viel zu tun“, fügt er hinzu.
Der Arbeitskreis Kulmasa möchte die Idee mit den selbst gebauten Tischen aufgreifen und weitere Tische bauen, um Geld für die Arbeit in Kulmasa zu sammeln. Wer Interesse an so einem Stehtisch hat, kann sich an Ludger Hinterding wenden, 05459/4188.
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Über eine Spende in Höhe von 800 Euro freuen sich die Mitglieder des Arbeitskreises Kulmasa (Foto) in Hörstel. Sie entstammt einer spontanen Versteigerung von Stehtischen. Foto: Marianne Sasse
Spende an Aktionskreis ,„ Kulmasa – Pater Hagen“
IVZ vom 18. November 2016
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Foto: Marianne Sasse
Eine Spende in Höhe von 400 Euro überreichten Cilli Ruffert (2.v.l.) und Maria Knobbe (2.v.r.) von der kfd St. Antonius Hörstel dem …Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen“. Ludger Hinterding (r.), Sprecher des Aktionskreises und die Mitglieder Ursula Jung (Mitte) und Ingrid Stegemann (1.) nahmen die Spende dankend entgegen. Das Geld stammt aus der Sammlung, die auf der kfd-Jahreshauptversammlung am vergangenen Sonntag durchgeführt und aus der kfd-Kasse auf diesen Betrag aufgerundet wurde. Hinterding, Jung und Stegemann waren im Sommer zusammen mit dem im August verstorbenen Pater Bernhard Hagen in Kulmasa (wir berichteten). An diesem Abend hielten sie einen Vortrag über ihre Reise. Und der Gruppensprecher informierte über Zukunftspläne des Aktionskreises. Nach der Hilfe bei der Versorgung mit Wasser und Strom soll jetzt in Bildung investiert werden. Geld wird benötigt, um Hilfslehrer in Kulmasa zu bezahlen. Dafür möchte der Aktionskreis Patenschaften gewinnen.
Presse 2015
Arbeitskreis Ghana nimmt Fahrt auf
Ludger Hinterding ist Sprecher / Kontaktaufnahme mit Gemeinde Kulmasa geplant
Mittwoch, 21. Januar 2015
von Marianne Sasse
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Pater Bernhard Hagen (vorne, l.), der die Gemeinde Tuna in Ghana aufgebaut hat, von der Kulmasa jetzt abgetrennt wurde, informierte die Mitglieder des Arbeitskreises Ghana über das Land, die Kultur, die Menschen und die Probleme vor Ort. Foto: Marianne Sasse
Hörstel. Informationen aus erster Hand von Pater Bernhard Hagen gab es beim Treffen des noch jungen Arbeitskreises Ghana am Freitagabend im Haus Elisabeth. Der Arbeitskreis Ghana möchte die Patenschaft mit der neu gegründeten katholischen Kirchengemeinde in Kulmasa/Ghana mit Leben füllen.
Kulmasa gehörte früher zur Gemeinde Tuna, die Pater Hagen aufgebaut hat. Jetzt wurde Kulmasa ausgegliedert und selbstständige Pfarrei. Am 28. Dezember des vergangenen Jahres weihten die dortigen Christen im Beisein ihres Bischofs ihre neue Kirche ein. Priester ist Theodulis Tanti.
Die Fläche der neuen Gemeinde beträgt 2.500 Quadratkilometer und wird von zirka 2.500 Menschen bewohnt. Die katholische Bevölkerung ist noch im Aufbau und beträgt weniger als zehn Prozent der Gesamtbevölkerung der Region. Die Gemeinde hat 25 Außenstationen. So steht es in einem Informationsschreiben an den Arbeitskreis.
In einem Brief stellt Pfarrer Nicholas Apetorbgor, der das Gebiet Kulmasa bislang mitbetreut hat, die Gemeinde, Kultur und Landschaft vor und formuliert auch, was es dort dringend zu tun gibt. Analphabetismus beschreibt er unter anderem als eines der großen Probleme, jedoch seien durch den Einfluss der Kirche nun viele Eltern bereit, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Momentan gebe es eine Grundschule in Kulmasa, ein Schulgebäude für die weiterführende Junior High School werde dringend benötigt. Eine Klasse dieser Schule sei jetzt anderweitig untergebracht, was umständlich für Schüler und Lehrer sei. „Wir benötigen definitiv einen Klassenraum für die Schule des zweiten Jahres im August 2015“, schreibt er.
Pater Hagen schlug vor, auf verschiedenen Ebenen mit den Menschen in Kulmasa Kontakt aufzunehmen. Auch solle der Arbeitskreis anfragen, welche Projekte umgesetzt werden sollen und wie der Arbeitskreis diese unterstützen kann. Und er hält es für wichtig, dass Mitglieder des Arbeitskreises nach Kulmasa reisen, um sich vor Ort von anstehenden Projekten ein Bild zu machen und mit den Menschen in direkten Kontakt zu kommen. All diese Anregungen wurden positiv aufgenommen.
Die Anwesenden waren sich einig, dass der Patenschafsgedanke mit Kulmasa in die verschiedenen Gruppen in Hörstel getragen werden soll, um die Herzen der Menschen für diese Patenschaft und die damit verbundene Unterstützung von Projekten zu öffnen. Ludger Hinterding wurde zum Sprecher der Gruppe ernannt. Er wird auch den Brief beantworten und nach anstehenden Projekten fragen.
Andere Anwesende zeigten Interesse, nach Kulmasa zu reisen, oder sich in Hörstel um die Verbreitung des Patenschafsgedankens zu kümmern. Das nächste Treffen des Arbeitskreises Ghana ist Freitag, 6. März, 19.30 Uhr im Haus Elisabeth. Interessierte sind gern gesehen.
Aufbau neuer Freundschaften im Partnerbistum
PARTNERSCHAFT Ein neuer Arbeitskreis in Hörstel strebt mit einer Pfarrei in Nordghana eine Zusammenarbeit an. Mit dabei ist der Weiße Vater Pater Bernhard Hagen, der 25 Jahre in Ghana lebte und ein »Motor« der Bistumspartnerschaft ist.
Sonntag, 15. Februar 2015
Gemeinde + Leben
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Einige Mitglieder des in Hörstel gegründeten Arbeitskeises Kulmaaa erzählen über ihre Beweggründe, Wünsche und Hoffnungen (von link): Ludger Hinterding, Kathrin Lüttmann, Lena Roß und Pater Bernhard Hagen. Foto: Sasse
»Einer trage des anderen Last.« So lautet das Lebensmotto von Ludger Hinterding sowohl beruflich als auch privat. »Wenn sich jeder an seiner Stelle und mit seinen Möglichkeiten einbringt, kann man viel bewegen«, sagt er.
So hörte der 62-jährige Sozialarbeiter denn auch mit offenen Ohren zu, als der Weiße Vater Bernhard Hagen ihn bat, an einer Partnerschaft zwischen dem Seelsorgebezirk Hörstel der Pfarrei St. Kalixtus und der neu gegründeten Pfarrgemeinde „Heilige Familie“ in Kulmasa im Norden Ghanas mitzuarbeiten.
»Die Partnerschaft ist mir ein Anliegen« sagt der Weiße Vater »weil Hörstel eine aktive Gemeinde für die Missionsarbeit ist und einige Projekte ausgelaufen sind.« Außerdem bestehe eine Partnerschaft zwischen der Diözese Münster und der Kirchenprovinz Nordghana, informiert der Pater weiter der mehr als zwei Jahrzehnte in Ghana als Missionar tätig war. Er baute die Gemeinde Tuna auf, ein riesiges Gebiet in unwegsamen Gelände. Die Gemeinde Tuna wurde im Lauf der Jahre in die Gemeinden Tuna und Kalba geteilt. Nun wurde von Tuna noch einmal ein Stück abgetrennt. Im Norden entstand die Gemeinde Kulmasa als selbstständige Pfarrei.
»Die Fläche der neuen Gemeinde beträgt immer noch 2.500 Quadratkilometer und wird von etwa 23.500 Menschen bewohnt«, weiß Pater Hagen. Am 28. Dezember des vergangenen Jahres weihten die dortigen Christen im Beisein ihres Bischofs ihre neue Kirche ein. Gemeindepriester ist Theodulis Tanti.
Der noch junge Arbeitskreis Kulmasa in Hörstel erhielt einen Brief von Pfarrer Nicholas Apetorbgor, der das Gebiet Kulmasa bislang mitbetreut hat, in dem er die Region, die Gemeinde und große Probleme beschreibt, die dringend gelöst werden müssen.
»Partnerschaft braucht Gesichter«, sagt Pater Hagen. Deshalb wünscht er sich, dass Mitglieder des Arbeitskreises die Menschen in Kulmasa besuchen. »Wer sich aufmacht, wird begeistert sein von Land und Leuten. Und ich brauche nicht mehr zu sagen, was fehlt.«
Vorbild Weiße Väter
Pater Hagen kennt Tuna und auch das Gebiet Kulmasa seit 1971. »Durch den Arbeitskreis Kulmasa fühle ich mich in meiner Missionsarbeit bestätigt und freue mich, dass es in Hörstel Menschen gibt, die diese Arbeit aufgreifen und weiterführen«, so der Weiße Vater.
Tatsächlich fanden sich Interessierte aller Altersgruppen in einem Arbeitskreis Kulmasa zusammen. Kathrin Lüttmann (36) ist eine von ihnen. Schon 1998 wollte sie für ein Jahr nach Ghana. Es war damals aber nicht so durchführbar wie sie es sich vorstellte. So ging sie für eineinhalb Jahre nach Australien, lebte lange Zeit in Lateinamerika und ist bis heute immer wieder im Ausland.
Die Biologin möchte jetzt die Chance ergreifen, doch noch nach Ghana zu reisen. »Ich habe immer wieder gehört, dass die Menschen in Ghana andere mit ihrer Fröhlichkeit mitreißen«, sagt sie. »Ich kann zwei Hände geben und anfassen.« Sie hofft, dass die Bindung zwischen Kulmasa und Hörstel stärker wird und gegenseitige Besuche stattfinden, und dass das Geld, das von Hörstel nach Kulmasa fließt, sinnvoll eingesetzt wird.
Lena Roß (29) macht ebenfalls im Arbeitskreis Kulmasa mit. Sie erzählt, dass sie mit zwei Frauen befreundet ist, die lange Zeit in Ghana gelebt haben, und sie sei gefesselt von den Erzählungen, von den Lebensbedingungen in Ghana und von Projekten in diesem Land. Aus Berichten weiß die Sozialarbeiterin, dass in Afrika Kinder vieles auf sich nehmen, damit sie sich den Traum von Schulbildung erfüllen können.
Ihr Interesse am Arbeitskreis erklärt sie so: »Ich bin behütet aufgewachsen und möchte mich nicht darauf ausruhen, sondern offen sein für Menschen in anderen Lebenssituationen. Ich möchte über den Tellerrand hinausschauen.«
Das nächste Treffen des Arbeitskreises Ghana ist am 6. März um 19:30 Uhr im Haus Elisabeth in Hörstel. Sprecher des Arbeitskreises ist Ludger Hinterding. Marianne Sasse
KIRCHENPROVINZ TAMALE/NORDGHANA
Seit fast drei Jahrzehnten besteht die Diözesanpartnerschaft zwischen dem Bistum Münster und den nordghanaischen Diözesen Tamale, Damongo, Wa, Navrongo-Bolgatanga und Yendi. In diesem Rahmen engagieren sich mit Leidenschaft Menschen in fast 30 Pfarreien des Bistums Münster. Ihr Bemühen um freundschaftliche Beziehungen mit Pfarrgemeinden in Nordghana hat das Ziel, Glaubenserfahrungen miteinander zu teilen, miteinander die Kultur des anderen zu entdecken und am Leben der anderen teilzuhaben. Seit 2002 besteht auch eine Partnerschaft zwischen der Katholischen Studierenden- und Hochschulgemeinde (KSHG) Münster und der Saints Peter & Paul Parish in Tamale, deren Schwerpunkt in der Jugend- und Studierendenpastoral liegt.
© Kirche + Leben
Hilfe für Gemeinde in Ghana
Arbeitskreis Kulmasa
Sonntag, 08. Mrz. 2015
von Marianne Sasse
Der Arbeitskreis Kulmasa will die katholische Partnergemeinde in Ghana weiter unterstützen. Dafür ist in diesem Jahr unter anderem ein ghanaisches Essen geplant. Die Mitglieder würden sich außerdem über weitere Unterstützung freuen.
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Die Mitglieder des Arbeitskreises Kulmasa lesen den Brief, den Pfarrer Theodolus Tanti aus Kulmasa in Ghana nach Hörstel geschickt hat. Foto: Marianne Sasse
HÖRSTEL. Welche Projekte unterstützen wir? Und wie wollen wir es finanzieren? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Mitglieder des noch jungen Arbeitskreises Kulmasa des Seelsorgebezirkes Hörstel der Pfarrgemeinde St. Reinhildis im Haus Elisabeth. Der Arbeitskreis möchte die Patenschaft mit der neu gegründeten katholischen Kirchengemeinde in Kulmasa/Ghana mit Leben füllen. Kulmasa gehörte früher zur Gemeinde Tuna, die der Weiße Vater Pater Bernhard Hagen aufgebaut hat. Ende des vergangenen Jahres wurde Kulmasa ausgegliedert und ist jetzt selbstständige Pfarrei (wir berichteten).
In einem Brief an den Arbeitskreis schreibt Pfarrer Theodolus Tanti unter anderem von den Defiziten in der Bildung. Es gebe immer noch Tausende von Kindern in der Gemeinde Kulmasa, die nicht zur Schule gehen. Dann beschreibt er die Probleme: Es fehlen Schulen, die Entfernung zu den Schulen beträgt oft viele Kilometer, und das Geld für Lehrer fehlt – ein Grundschullehrer bekommt etwa 25 Euro im Monat.
Als Prioritäten für die Pfarrei nennt der Priester jedoch Wasser, Strom und eine Gemeindehalle. Da ohne Wasser kein Leben möglich ist, stehe es an erster Stelle. Einen Brunnen – die Kosten betragen nach seinen Einschätzungen etwa 6000 Euro – bezeichnet er als Segen für die Gemeindemitglieder. Und auf 5000 Euro beziffert er die Versorgung des Gemeindehauses mit Strom. Die Kosten für den Bau der Gemeindehalle, in der alle sozialen Aktivitäten stattfinden könnten, seien noch nicht errechnet. Die Mitglieder des Arbeitskreises berieten über die genannten Projekte und entschieden sich, zunächst das Wasserprojekt finanziell zu unterstützen.
Ludger Hinterding, Sprecher des Arbeitskreises, sagte, dass die Frauengruppen aus dem Seelsorgebezirk Hörstel, die Kulinarisches zubereitet und Handarbeiten gefertigt haben, sowie den Erlös aus dem Verkauf dem mittlerweile abgeschlossenen Hilfsprojekt Kinderheim in Chelmno/Polen zukommen ließen, weiterhin tätig sein wollen. Jetzt soll der Erlös nach Kulmasa fließen.
Um weiteres Geld für das Projekt zusammenzubekommen, will der Arbeitskreis in den Sommerferien ein Ghanaisches Essen anbieten, zu dem alle Bürger eingeladen sind. Voraussichtlich wird ein Ghanaer landestypische Gerichte zubereiten, für die von jedem Gast eine Spende erbeten wird. Ort und Zeit werden noch abgestimmt.
Natürlich nimmt der Arbeitskreis Kulmasa auch gerne Spenden entgegen, als Einzelspenden oder auch als Daueraufträge. Spenden kann man auf das Missionskonto der Pfarrgemeinde St. Reinhildis, Verwendungszweck Kulmasa, VR Bank Kreis Steinfurt, GENODEM1IBB, DE40 4036 1906 0813 0352 01. Spendenquittungen werden auf Wunsch ausgestellt. Einige Mitglieder des Arbeitskreises denken darüber nach, in diesem Jahr Kulmasa zu besuchen.
Das nächste Treffen des Arbeitskreises ist Freitag, 8. Mai, 19.30 Uhr im Haus Elisabeth.
Partnerschaft mit Kulmasa hat begonnen
Osterpfarrbrief 2015
Samstag, 28. März 2015
Ende Dezember 2014, am Sonntag der Heiligen Familie, wurde in Kulmasa in Nordghana feierlich die neue Kirche eingeweiht und die neue „Pfarrei der Heiligen Famlie“ gegründet. Zur gleichen Zeit haben wir hier Gottesdienst gefeiert und waren im Gebet miteinander verbunden.
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Feierlicher Einzug des Bischofs in die neue Kirche
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Der feierliche Eröffnungsgottesdienst in Kulmasa
Unsere Seelsorgeeinheit St. Antonius ist eine Partnerschaft mit dieser neuen Pfarrei eingegangen. Es hat sich ein „Arbeitskreis Kulmasa/Ghana“ gebildet, der sich zur Aufgabe gesetzt hat, diese Partnerschaft mit Leben zu füllen. Zum Sprecher wurde Ludger Hinterding ernannt
Der Arbeitskreis hat sich inzwischen mehrmals getroffen, um zu überlegen, wie diese Partnerschaft mit Leben gefüllt werden kann.
Sicher geht es auch um finanzielle Unterstützung, der Bedarf ist riesengroß, aber wichtig im sinne einer Partnerschaft ist auch, sich eben partnerschaftlich zu begegnen. Dazu soll auch ein persönliches Kennenlemen gehören. Bei Redaktionsschluss war noch offen, ob vielleicht bereits in diesem Frühjahr Kathrin Lüttmann, die zum Arbeitskreis Kulmasa/Ghana gehört, nach Ghana reisen wird und dann auch Kulmasa besuchen wird. Und sicher wird es irgendwann auch Gegenbesuche aus Kulmasa hierher geben.
Im letzten Weihnachtspfarrbrief haben wir schon einen ersten Eindruck zu der neuen Pfarrei vermittelt, die ein Gebiet von 2.500 km² umfasst. (Der Kreis Steinfurt ist rd. 1.800 km² groß.)
Dem Arbeitskreis liegt eine ganze Liste von wünschen und projekten vor. Wir warten auf Nachricht von dem neu bestellten Priester Thomas, dass er mitteilt, bei welchen Aufgaben er am ehesten Unterstützung wünscht. Dringlich ist sicher der Bau weiterer Klassenräume für die Junior Highschool. Gelder aus der Stemsingeraktion gehen schon in dieses Projekt, die Mittel reichen aber bei weitem noch nicht.
Wer die neue Pfarrei in Ghana finanziell unterstützen möchte, kann das gern mit einer Geldspende auf das Konto der Kirchengemeinde, Kontonummer 813 035 201, BLz. 403 61 906 tun. Wichtig der Verwendungshinweis: Kulmasa. Auf wunsch stellt das Pfarrbüro auch Spendenbescheinigungen aus.
Der Arbeitskreis würde sich feuen, wenn weitere Gemeindemitglieder zu den Treffen kommen. Die Termine werden jeweils in der Tagespresse und im Publikandum bekannt gemacht.
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Ein großes Fest für die neue Gemeinde
St. Antonius Hörstel beginnt Partnerschaft mit neuer Pfarrei in Ghana!
Ghana-Rundbrief / Info „Partnerschaft aktuell“
4/2015
Pater Bemhard Hagen von den Weissen Vätem hat viele Jahre als Missionar in Ghana/ Afrika gearbeitet. Schon lange hatte er den Wunsch, dass die Seelsorgeeinheit St. Antonius Hörstel eine Partnerschaft mit einer Pfarrei in Ghana eingeht. Jetzt wurden diese Pläne konkret. ln der Region nördlich von Tuna sollte in Kulmasa eine neue Pfarrei gegründet werden.
Und er dachte: Hier könnte die Seelsorgeeinheit St. Antonius Hörstel aktiv werden.
Kulmasa liegt im Nordwesten von Ghana, an der einzigen befestigten Straße zwischen den Städten Bole und Wa. Kulmasa hat eine Fläche von 2.500 km2. Dort leben ca. 23.500 Menschen. (Zum Vergleich: Die Stadt Hörstel hat rd. 107 km2 und eine Bevölkerung von rd. 20.000 Bewohnem, der Kreis Steinfurt ist 1.792 km2 groß.)
Kulmasa und 3 weitere Dörfer liegen an der einzigen asphaltierten Hauptstraße, die restlichen Dörfer sind durch Straßen, die nur in einem schlechten Zustand sind, verbunden. Es gibt 25 Aussenstationen, die von einem Priester und zwei Katecheten mehr oder minder regelmäßig aufgesucht werden. Das ist wegen der Straßenverhältnisse, insbesondere in der Regenzeit, mit vielen Schwierigkeiten verbunden.
Die Menschen in der Region sprechen 4 verschiedene Dialekte, die Amtssprache ist Englisch. Die meisten Personen sind Anhänger traditioneller afrikanischer Religionen. Außerdem gibt es Muslime und Angehörige anderer christlicher Glaubensgemeinschaften. Die meisten Menschen arbeiten als Bauern und haben folglich einen sehr niedrigen Lebensstandard.
Analphabetismus ist ein großes Problem bei den Menschen in Kulmasa. Die meisten Erwachsenen sind Analphabeten. Gern möchten sie ihre Kinder in die Schule schicken, damit ihnen nicht die gleiche Zukunft wie den Eltern bevorsteht. In Kulmasa gibt es aktuell eine Grundschule. Die Bezirksregierung hat der Kirche die Erlaubnis zur Gründung einer Junior High School gegeben, dafür muss dringend ein Schulgebäude enichtet werden. Wegen der großen Entfernungen will die Kirche zusätzliche Schulen in entlegenen Dörfern errichten, damit möglichst viele Kinder an Bildung teilhaben können. In Kulmasa gibt es ein kleines staatlich betriebenes Gesundheitszentrum. Bei etwas schwereren Erkrankungen müssen die Patienten nach Wa (40km) oder nach Bole(83km) gebracht werden.
In Kulmasa konnte im Sommer 2014 der Bau einer Kirche vollendet werden. Es fehlt aber wegen mangelnder Gelder noch an Tabemakel, Kirchenbänken, Ventilatoren und Lautsprechem. In den meisten Dörfern gibt es keinen anständigen Ort für Goftesdienste. Viele Dörfer sammeln Gelder, um eine würdige Kapelle zu bauen.
Ein wichtiges Verbindungsglied zwischen den Gemeindemitgliedern und den Priestern sind die Katecheten. Diese leben in den Gemeinden und geben ein Vorbild katholisch christlicher Lebensweise. Sie führen Andachten durch, wenn die Priester nicht da sind und lehren die Katechese. Es gibt den dringenden Wunsch, in Kulmasa ein Pfarrhaus zu bauen, damit ein Priester vor Ort sein kann.
Der Bischof von Damongo, Peter Paul Angkyier war im vergangenen Herbst mit Pater Bernhard Hagen in Hörstel. Er hat sich u.a. mit Vertretern des Missionsausschusses bei der Familie Ludger Hinterding getroffen.
Bischof Peter Paul spricht recht gut deutsch, so dass eine Verständigung problemlos möglich ist. Er hat bei diesem Treffen seinen Wunsch nach einer Partnerschaft für die neu zu gründende Pfarrei bekräftigt. Er teilte mit, dass am Sonntag nach Weihnachten, dem Fest der Heiligen Familie, die neue Pfarrei offiziell begründet werden solle mit dem Namen „Pfarrei der heiligen Familie“.
Er fände es sehr schön, wenn die Seelsorgeeinheit St. Antonius Hörstel sich entschließen könnte, eine Partnerschaft mit dieser neuen Pfarrei zu gründen.
Wichtig im Sinne einer Partnerschaft ist ihm dabei auch ein gegenseitiges Kennenlemen mit Besuchen jeweils vor Ort.
In der Vergangenheit sind mehrere Mitglieder unserer Gemeinde bereits zu Einsätzen in Ghana gewesen. Linda-Marleen Hinterding war 2005/2006 über 7 Monate in Tuna/ Ghana, der Gemeinde, die Pater Bernhard Hagen gegründet und aufgebaut hat. Jana Lüttmann und Mareike Jung waren ebenfalls zu längeren Arbeitseinsätzen in Ghana. Ein von Linda-Marleen Hinterding begründetes Hilfisprojekt läuft noch heute, bei mehreren Besuchen hat sie sich überzeugen können, dass die Spendengelder verabredungsgemäß eingesetzt werden.
Bischof Peter Paul bei seinem Besuch in Hörstel im Oktober 2014
Nach Bekanntmachen des Projektes im Publikandum und in der Lokalpresse hat sich ein bislang noch kleiner Kreis vor Interessierten im „Arbeitskreis Kulmasa/Ghana“ gefunden. Es wäre schön, wenn dieser Kreis sich noch deutlich erweitern würde. Gesucht werden die verschiedensten Talente von Jugendlichen, Männem und Frauen, Handwerkern, Organisatoren und Unterstützem. Zum Sprecher wurde Ludger Hinterding ernannt.
Partnerschaft mit Kulmasa hat begonnen
Ende Dezember 2014, am Sonntag der Heiligen Familie, wurde in Kulmasa in Nordghana dann feierlich die neue Kirche eingeweiht und die neue „Pfarrei der Heiligen Famlie“ gegründet. Zur gleichen Zeit haben wir hier Gottesdienst gefeiert und waren im Gebet miteinander verbunden.
Einzug zum Festgottesdienst
Ein großes Fest für die neue Gemeinde
Der feierliche Eröffnungsgottesdienst in Kulmasa
Unsere Seelsorgeeinheit St. Antonius ist diese Partnerschaft mit der neuen Pfarrei eingegangen. Der „Arbeitskreis Kulmasa/Ghana“ hat sich zur Aufgabe gesetzt, diese Partnerschaft mit Leben zu füllen.
Der Arbeitskreis hat sich inzwischen mehrmals getroffen, um zu überlegen, wie diese Partnerschaft mit Leben gefüllt werden kann. Sicher geht es auch um finanzielle Unterstützung, der Bedarf ist riesengroß, aber wichtig im Sinne einer Partnerschaft ist auch, sich eben partnerschaftlich zu begegnen. Dazu soll auch ein persönliches Kennenlernen gehören. Bei Redaktionsschluss war noch offen, ob vielleicht bereits in diesem Jahr Mitglieder des „Arbeitskreis Kulmasa/Ghana“ reisen werden. Und sicher wird es irgendwann auch Gegenbesuche aus Kulmasa hierher geben.
Dem Arbeitskreis liegt eine ganze Liste von Wünschen und Projekten vor. In Absprache mit dem neu bestellten Priester Thomas haben wir hier entschieden, dass wir als erstes beim Ausbau der Wasserversorgung helfen wollen. Eine sichere Wasserversorgung ist Voraussetzung für alle weitere Entwicklung. Dank verschiedener großzügiger Spenden aus der Gemeinde konnte Fr Thomas schon in der Woche nach Ostern die freudige Nachricht übermittelt werden, dass die erforderlichen 5.000 Euro beisammen sind und er mit dem Bohren des Wasserloches beginnen kann. Die Stromversorgung ist wichtig. Dringlich ist sicher auch der Bau weiterer Klassenräume für die Junior Highschool. Gelder aus der Sternsingeraktion gehen schon in dieses Projekt, die Mittel reichen aber bei weitem noch nicht.
Wer die neue Pfarrei in Ghana finanziell unterstützen möchte, kann das gern mit einer Geldspende auf das Konto der Kirchengemeinde, Kontonummer:813035201, Blz:40361906 tun. Wichtig der Verwendungshinweis: Kulmasa. Auf Wunsch stellt das Pfarbüro auch Spendenbescheinigungen aus.
Ludger Hinterding
Wasser bei Bohrung gefunden
Der Arbeitskreis Kulmasa berichtet aus Nord-Ghana
Samstag, 23. Mai 2015
HÖRSTEL. Beim letzten Treffen des Arbeitskreises Kulmasa berichtete der Sprecher Ludger Hinterding von einer erfolgreichen Bohrung nach Wasser in der neu gegründeten Pfarrei Kulmasa in NordGhana. Dank vieler Spenden konnte der Arbeitskreis Kulmasa den stolzen Betrag von 5000 Euro überweisen, heißt es in einer Pressemitteilung. Das machte die Bohrung nach Wasser möglich. Nach mehreren vergeblichen Versuchen an verschiedenen Stellen mit bis zu 80 Meter Tiefe wurde endlich in 40 Meter Tiefe ein vielversprechendes Wasserreservoir gefunden. Das Bohrloch liegt in einiger Entfernung zu dem Gelände der Pfarrei mit Kirche und Schule. Das Bohrloch muss jetzt gefasst und eine Wasserleitung verlegt werden.
Der Arbeitskreis beschloss weiter, am Samstag, 29. August, auf dem Gelände der Weißen Väter einen afrikanischen Abend mit ghanaischem Essen anzubieten. Dann werden Gäste aus Tuna, der Gemeinde, in der Pater Hagen lange Jahre gearbeitet hat, dort sein. Tuna liegt in nächster Nachbarschaft zu Kulmasa. Der Erlös aus dieser Aktion soll für weitere Aktivitäten in der Partnerschaft mit Kulmasa verwendet werden.
Der Arbeitskreis Kulmasa freut sich, dass der Missionsausschuss tatkräftig die Arbeit unterstützt. So soll der Erlös vom Verkaufsstand beim „Marktzauber“ nächstes Wochenende in Gravenhorst auch in die Projektarbeit fließen. Auch in der Antoniusapotheke sollen demnächst neben den bestehenden Verkaufsstellen im Samariterwerk und bei Berufsmoden Sand handgestrickte Socken verkauft werden. Auch diese Erlöse fließen in die Partnerschaftsarbeit.
Erlös kommt Wasserprojekt zugute
Ghana-Abend
Mittwoch, 08. Jul. 2015
von Marianne Sasse
Mit einem Ghana-Abend am Samstag, 29. August geht der noch junge Arbeitskreis Kulmasa erstmals an die Öffentlichkeit. Alle Interessierten sind eingeladen, ghanaische Spezialitäten zu probieren und einen lauschigen Ghana-Sommerabend im Garten der Weißen Väter an der Harkenbergstraße zu verbringen.
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Beim letzten Treffen des Arbeitskreises Kulmasa machte auch das Buch „Allein habe ich nichts gemacht!“, das Gudrun Gundlach über Pater Hagen geschrieben hat, die Runde. Alle schauten interessiert in das Buch. Viele haben es bereits gekauft und begonnen, die spannende Lektüre, die einen tiefen Einblick in das Leben des Missionars Pater Hagen gibt, zu lesen. Foto: Marianne Sasse
Denn dort, bei den Afrika-Missionaren, soll das Event durchgeführt werden.
Dieser Ort wurde gewählt, weil der weiße Vater Bernhard Hagen 25 Jahre als Missionar in Tuna, im Norden Ghanas, tätig war. Kulmasa gehörte früher zur Gemeinde Tuna, die Pater Hagen aufgebaut hat. Kulmasa wurde abgetrennt. Im vergangenen Jahr wurde dort eine neue Pfarrei gegründet. Pater Hagen fädelte eine Patenschaft zwischen der neuen Pfarrgemeinde in Kulmasa und dem Seelsorgebezirk Hörstel/Gravenhorst der Pfarrgemeinde St. Reinhildis ein. Ein Arbeitskreis Kulmasa wurde gegründet, der die Patenschaft mit Leben füllen möchte.
Dieser Ghana-Abend am 29. August bei den Weißen Vätern ist nun eine erste Aktion, den Patenschaftsgedanken an alle Bürgerinnen und Bürger zu tragen, um sie für diese Patenschaft und die damit verbundene Unterstützung von Projekten zu öffnen.
Die Ghanaerin, Lucilla Dayuori, Vorsitzende der Frauengemeinschaft in der Gemeinde Tuna, ist Ende August zu Besuch in Hörstel und wird mit weiteren Helferinnen und Helfern das Essen zubereiten. Dazu bringt sie sogar einiges aus Ghana mit. Sie freut sich, wenn viele kommen, um ihre Speisen zu probieren. Natürlich ist ebenfalls für Getränke gesorgt.
Auch Hermann Determeyer, der vor langer Zeit im Rahmen der Entwicklungshilfe in der Gemeinde Tuna tätig war, will sich kulinarisch beteiligen. Er will Yams und Bohnen in einer speziellen Vorrichtung kochen. Eine Kostprobe gibt es schon beim nächsten Treffen des Arbeitskreises Kulmasa, Mittwoch, 19. August, 20 Uhr, im Haus Elisabeth. Wer sich für den Arbeitskreis interessiert, ist gern gesehen.
Der Ghana-Abend bei den Weißen Vätern, Samstag, 29. August, beginnt mit dem Vorabendgottesdienst in der St.-Antonius-Kirche, in dem es Informationen zum Arbeitskreis und zum Wasser-Projekt, das der Arbeitskreis als erstes unterstützt, geben soll. Danach sind alle in den Garten der Weißen Väter an der Harkenbergstraße zum Schmausen und Klönen eingeladen. Neben Lucilla werden weitere Frauen aus Ghana erwartet. Für das Essen wird um eine Spende gebeten, die dem Wasserprojekt in Kulmasa zugute kommt.
Begegnungen der Einen Welt
Ghana-Abend in Hörstel
Sonntag, 23. August 2015 aus Kirche + Leben
Zu einem Ghana-Abend im Garten des Missionshauses St. Paulus, des Domizils der Weißen Väter in Hörstel, Harkenbergstraße 11, lädt der Arbeitskreis Kulmasa des Seelsorgebezirks Hörstel/Gravenhorst Pfarrei St. Reinhildis Hörstel ein. Das Treffen mit tüpisch ghanaischen Gerichten ist am 29. August. Der Abend beginnt mit einer Eucharistiefeier um 16:45 Uhr in der St. Antonius Kirche, in der es Informationen über den Arbeitskreis geben wird. Danach ist das Beisammensein bei den Weißen Vätern. Für das Essen wird um eine Spende gebeten, die einem Wasserprojekt in Kulmasa zugute kommen.
Afrikatag
Sonntag, 23. August 2015 aus Kirche + Leben
Am Samstag, dem 29. August 2015, lädt der Arbeitskreis Kulmasa/Ghana zu einem Afrikatag ein. In der Abendmesse werden Gäste aus Ghana über das Leben am Rande der Sahelzone berichten. Danach ist die Bevölkerung zu einem ghanaischen Essen in die Anlagen der Weißen Väter an der Harkenbergstraße eingeladen. Der Arbeitskreis Kulmasa/Ghana bittet für das Essen um Spenden, um damit ein Wasserprojekt in der Partnergemeinde Kulmasa finanzieren zu können. Spenden können auch auf das Konto Nr. DE40 4036 1906 0813 0352 O1 bei der Volksbank Kreis Steinfurt überwiesen werden. Auf Wunsch werden auch Spendenbescheinigungen ausgestellt.
Kochprobe für den Ghana-Abend
Arbeitskreis Kulmasa lädt am Samstag alle Interessierten ein
Donnerstag, 27. August 2021
von Marianne Sasse
HÖRSTEL. Ein Weidenkorb, auf dessen Boden ein schwarzer, mit Baumwolle und Heu gefüllter Baumwollsack liegt, steht in der Küche der Familie Determeyer. Hermann Determeyer, der vor 36 Jahren als Entwicklungshelfer in Ghana war, drückt ein Nest in die Mitte des Sacks. Am Abend zuvor eingeweichte weiße Bohnen kocht er mit etwas Salz auf dem Herd auf und stellt den Topf dann in das Nest im Weidenkorb.
Nun deckt er ihn mit einem schwarzen Baumwollkissen, ebenfalls mit Baumwolle und Heu gefüllt, zu, „um die Hitze gefangen zu halten“, wie er sagt. Zweieinhalb Stunden bleibt der Topf in dem Korb, einer sogenannten Kochkiste. Dann sind die Bohnen gar. „Bohnen dauern in der Kochkiste am längsten“, klärt Determeyer auf. „Kartoffeln, Gemüse und Reis sind schneller zubereitet.
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Zum Ghana-Abend kocht Hermann Determeyer Yams und Bohnen in Kochkisten. Foto: Marianne Sasse
Zum Probieren brachte er die Bohnen jüngst mit zum Treffen des Arbeitskreises Kulmasa ins Haus Elisabeth. „Lecker“, meinten die Teilnehmer übereinstimmend. „So lässt sich auch in unseren Breitengraden Energie sparen“, klärt Determeyer auf. „Und durch diese Kochmethode kann man in Afrika mindestens zwei Drittel des Holzverbrauches einsparen, und noch mehr, wenn man auch das Wasser in einer doppelwandigen Einwegflasche solar vorerwärmt.“
Yamsknollen und Bohnen in der Kochkiste zubereiten will Hermann Determeyer auch beim Ghana-Abend, Samstag, 29. August, im Garten der Weißen Väter an der Harkenbergstraße. Wer sich näher für diese Garmethode interessiert, dem gibt er gerne Auskunft.
Reis mit Erdnuss- und Gemüse-Fleisch-Sauce, typisches Essen aus der ghanaischen Küche bereitet an diesem Abend die Ghanaerin Lucilla Dayuori, Vorsitzende der Frauengemeinschaft in der Gemeinde Tuna in Ghana, mit weiteren Helferinnen und Helfern zu. Natürlich ist auch für Getränke gesorgt. Auch typisch Ghanaisches ist dabei.
Der Arbeitskreis Kulmasa hat sich um die Jahreswende auf Anregung des weißen Vaters Bernhard Hagen gegründet. Pater Hagen war 25 Jahre als Missionar in Tuna im Norden Ghanas tätig. Kulmasa gehörte damals noch zu Tuna, ist aber seit Ende des vergangenen Jahres eine eigenständige Pfarrei
Pater Hagen sorgte für eine Partnerschaft zwischen der neuen Gemeinde in Ghana und dem Seelsorgebezirk Hörstel/Gravenhorst der Pfarrgemeinde St. Reinhildis.
In einem Brief, den der Pastor der Gemeinde in Kulmasa, Thomas, in der zweiten Julihälfte an den Arbeitskreis geschrieben hat, teilt er mit, dass es im Monat Juli noch nicht geregnet hat. „Allerdings haben wir Angst, dass es nicht genügend Regen geben wird, um unsere Farmarbeiten zu erledigen. Dies bereitet uns große Sorgen, da wir nächstes Jahr Hunger leiden, wenn es nicht regnet“, heißt es in dem Brief.
In Kulmasa gibt es viel zu tun. Dringend notwendig ist sauberes Trinkwasser. Auch wenn viel Eigenleistung erbracht wird, kosten die Bohrungen und die Leitungen Geld, das die neue Gemeinde nicht hat. Dieses Wasserprojekt möchte der Arbeitskreis Kulmasa unterstützen. Deshalb wird für das Essen um eine Spende für das Wasserprojekt gebeten.
Samstag um 16.45 Uhr, im Vorabendgottesdienst in St. Antonius gibt es Informationen zum Arbeitskreis und zum Wasserprojekt. Direkt im Anschluss, ab 17.45 Uhr, beginnt der Ghana-Abend bei den Weißen Vätern, zu dem alle Interessierten eingeladen sind.
Pito-Bier für den Ghana-Abend
Samstag, 29. August 2015
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von Marianne Sasse
Eine Flasche Pito, aus dem in Ghana Bier hergestellt wird, und weitere ghanaische Produkte, wie Kräuter und Gemüse aus dem eigenen Garten, sowie Gewürze hat Lucilla Dayuori (r.) aus Tuna in Ghana jetzt mit nach Hörstel gebracht. Auch hier stellt die Ghanaerin aus dem Pito Bier her, aus den anderen Produkten kocht sie ein ghanaisches Essen, das es am heutigen Samstag, ab 17.45 Uhr, im Rahmen eines GhanaAbends, im Garten der Weißen Väter an der Harkenbergstraße zu probieren gibt. Beim Ghana-Abend dabei sind unter anderem auch ihre Tochter Justina (l.) sowie Linda Hinterding (Mitte), die sieben Monate bei Lucillas Familie gelebt hat, als sie als Missionarin in Ghana war, und die Mitglieder des Arbeitskreis Kulmasa/Ghana, die zu diesem Abend einladen.
Spezialitäten beim Ghana-Abend
Partnerschaft mit der Pfarrei Kulmasa
Donnerstag, 3. September 2015
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Groß war der Andrang, die verschiedenen Spezialitäten beim Ghana-Abend zu probieren.
HÖRSTEL. Der Arbeitskreis Kulmasa/Ghana hatte zu einem Ghana-Abend eingeladen. Pater Hagen feierte mit der Gemeinde einen Gottesdienst mit Afrikaflair. Trommeln und afrikanischer Gesang hallten durch die Pfarrkirche. Die Vorsitzende der Frauengemeinschaft der „Christian mothers“ aus Tuna, Lucilla Dayouri, berichtete beeindruckend über ihre Arbeit. Die neu gegründete Pfarrei „Von der Heiligen Familie“ in Kulmasa ist aus der Pfarrei Tuna hervorgegangen. Die Seelsorgeeinheit St. Antonius Hörstel ist eine Partnerschaft mit der Pfarrei Kulmasa eingegangen.
Nach dem Gottesdienst war die Gemeinde in den Garten der Weißen Väter eingeladen. Ludger Hinterding als Sprecher des Arbeitskreises Kulmasa/Ghana begrüßte die zahlreichen Gäste und lud ein, die vielen ghanaischen Spezialitäten zu probieren. Frauen aus Ghana hatten in den Tagen zuvor verschiedene ghanaische Alltagsgerichte, aber auch Spezialitäten gekocht. Zu den Spezialitäten gehörte auch „Pito“, ein aus Hirsesirup gebrautes Bier.
Die Besucher unterstützten mit Spenden das Wasserprojekt in Kulmasa. Dabei konnten 1000 Euro für eine Wasserleitung überwiesen werden. Weitere Spenden sind willkommen auf das Konto der Kirchengemeinde St. Antonius bei der VRBank Kreis Steinfurt, IBAN: DE40 4036 1906 0813 0352 01, BIC GENODEM1IBB.
Spendenscheck für Wasserprojekt in Ghana
Samstag, 5.September 2015
Anlässlich des Ghana-Abends des Arbeitskreises Kulmasa/Ghana haben Mitglieder der Kolpingsfamilie Hörstel einen Spendenscheck für das Wasserprojekt in Kulmasa übergeben. Die Spende stammt aus dem Erlös der Schrottsammlung der Kolpingsfamilie. Freudig nahmen Mrs. Lucilla Dayouri als Gast aus Tuna (Bildmitte), Pater Hagen als Schirmherr (rechts) und der Sprecher des Arbeitskreises Ludger Hinterding (links) den Spendenscheck in Höhe von 300 Euro entgegen.
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Ein Jahr Partnerschaft Hörstel – Kulmasa
Pfarrbrief 4-2015
Im Dezember des vergangenen Jahres begann eine Partnerschaft mit einer neu gegründeten Pfarrei in Kulmasa. Das ist ein Ort im Norden von Ghana. Die neu gebildete Pfarrei ist zum Teil ausgegliedert aus der Pfarrei Tuna, in der Pater Bernhard Hagen viele Jahre als Missionar tätig war. Er hatte auch angeregt, über eine Partnerschaft mit einer Pfarrgemeinde in Ghana nachzudenken.
Nachdem die Hilfstransporte in das Kinder- und Altenheim in Chelmno/ Polen nach 25 Jahren eingestellt wurden, überlegte sich auch der Missionsausschuss, ein neues Projekt in Angriff zu nehmen. Und so trafen sich zwei Ideen.
Im Herbst des Jahres 2014 gab es vorbereitende Gespräche und am Sonntag nach Weihnachten, dem Festtag der Heiligen Familie, wurde die Partnerschaft offiziell ins Leben gerufen. In Kulmasa wurde an diesem Tag die neu gebaute Kirche feierlich eingeweiht und die neue Pfarrei offiziell gegründet. Sie erhielt den Namen „Pfarrei der heiligen Familie“. Zeitgleich wurde in Hörstel und Kulmasa Gottesdienst gefeiert und so war man in Gebet und Gedanken miteinander verbunden.
In Hörstel hat sich ein Arbeitskreis Kulmasa gebildet, der sich alle 8 – 10 Wochen trifft und sich zur Aufgabe gemacht hat, diese Partnerschaft mit Leben zu füllen. Erste Erfolge kann dieser Arbeitskreis inzwischen auch vermelden. Aufgrund der großen Spendenbereitschaft der Gemeinde konnte ein Betrag von 5.000 Euro zur Suche nach Wasser zur Verfügung gestellt werden. Nach mehreren vergeblichen Versuchen mit Bohrungen bis in 80 Meter Tiefe konnte eine gute Wasserader erschlossen werden in 40 Metern Tiefe. Nachteilig ist dabei, dass dieses Bohrloch 1.500 Meter vom Pfarrbezirk mit Kirche, Schule und Kindergarten entfernt ist. So musste per Handarbeit ein Graben über die ganze Strecke ausgehoben werden.
Auch bei der Finanzierung der Wasserleitung konnten wir helfen: Im August hatte der Arbeitskreis zu einem Ghanaabend eingeladen. Im Gottesdienst mit P. Hagen am Samstagabend gab es Trommelklang und afrikanischen Gesang und Gebete in der Pfarrkirche. Mrs. Lucilla Dayouri aus Tuna berichtete über ihre Arbeit als Vorsitzende der dortigen Frauengemeinschaft. Nach dem Gottesdienst war die Gemeinde eingeladen in die Anlagen der Weissen Väter zu einem Essen mit ghanaischen Spezialitäten. Lucilla Dayouri und ihre Tochter Justina hatten tagelang dieses Essen vorbereitet. Natürlich gehörte auch selbstgebrautes Pito, Bier aus Hirse, dazu. Den Gästen schmeckte das Essen, alle Töpfe waren am Ende leer. Gut gefüllt war dagegen die Spendenbox. Ge-nau 1.000 Euro waren an dem Abend von den Gästen gespendet worden. Die Kolpingsfamilie Hörstel spendete weitere 300 Euro aus ihrer Schrottaktion. Durch weitere Spendenüberweisungen auf das Missionskonto der Pfarrgemeinde belief sich das Gesamtergebnis auf rd. 2.000 Euro. Ein stolzes Ergebnis. Der Arbeitskreis Kulmasa möchte auch auf diesem Weg allen Helfern und Spendern ganz herzlich danken für die tolle Unterstützung. Es gibt viele weitere Projekte, die Unterstützung von hier gebrauchen. So ist zu überlegen, wie man das Wasser aus dem Bohrloch ins Gemeindezentrum bringt. Für eine elektrische Pumpe müsste eine Stromleitung gelegt werden, will man die Pumpe mit Solarstrom betreiben, braucht man einen Wasserspeicher, damit auch in den Abend- und Nachtstunden Wasser zur Verfügung steht.
Der Arbeitskreis Kulmasa überlegt weitere Aktionen, um Geld zu erwirtschaften. Angedacht ist z.B. ein Sponsorenlauf der Hörsteler Schulen und ein (Brief-)Kontakt der hiesiger Schüler mit den Schülern in Kulmasa. Wichtig im Sinne einer Partnerschaft ist das persönliche Kennenlernen und der Austausch. So soll es voraussichtlich im nächsten Jahr die ersten Besuchskontakte in Kulmasa geben. Und sicher wird es irgendwann auch Gegenbesuche aus Kulmasa hierher geben.
Die Termine der Treffen des Arbeitskreises werden jeweils in der Tagespresse und im Publikandum bekannt gemacht. Weitere Helfer und Unterstützer sind herzlich eingeladen, mitzumachen. Auch finanzielle Untersützung ist gern gesehen. So können runde Geburtstage, Jubiläen oder sonstige Anlässe Gelegenheit sein, eine Spende zu überweisen auf das Missionskonto der Pfarrgemeinde bei der Volksbank Kreis Steinfurt, BIC: GENODEM1IBB, IBAN: DE40 4036 1906 0813 0352 01. Als Verwendungszweck: Kulmasa.
Allen Spendern schon im Voraus ein ganz herzliches Dankeschön!!
Presse 2014
Neue Pfarrei in Ghana unterstützen
St. Antonius gründet Partnerschaft
Donnerstag, 4. Dezember 2014
Hörstel. In Ghana wird in der Gemeinde Kulmasa eine neue Pfarrei gegründet. Pater Bernhard Hagen von den Weißen Vätern hat 25 Jahre in Ghana als Missionar gearbeitet und dort auch die Pfarrei Tuna im Nordwesten Ghanas gegründet.
Jetzt wird angrenzend an diese Pfarrei eine neue gegründet. Das Gebiet umfasst etwa 2500 Quadratkilometer. Dort leben etwa 23.500 Menschen. Die neue Kirchengemeide soll den Namen „Pfarrei der Heiligen Familie“ bekommen und am Sonntag nach Weihnachten offiziell gegründet werden, wie Bischof Peter Paul Angkyier bei einem Besuch in Hörstel mitteilte. Die Seelsorgeeinheit St. Antonius in der Pfarrei St. Reinhildis möchte mit der neuen Pfarrei in Ghana eine Partnerschaft eingehen.
Zu einem ersten Treffen am Dienstag, 9. Dezember, um 19:30 Uhr im Pfarrsaal sind alle Intressierten eingeladen, die dieses Vorhaben unterstützen möchten.
Aktionskreis Ghana
Sonntag, 7. Dezember 2014, Kirche und Leben
Ende Dezember wird in Kulmasa, das ist im Nordwesten von Ghana/Afrika, eine neue Pfarrei gegründet. Diese neue Pfarrei liegt zum Teil auf dem Gebiet der Pfarrei Tuna in Ghana, die Pater Bernhard Hagen von den Weißen Vätern gegründet hat und wo er 25 Jahre tätig war. Auf seine Anregung hin will die Seelsorgeeinheit St. Antonius Hörstel mit der neuen Pfarrei in Kulmasa eine Partnerschaft eingehen. Dazu soll sich ein Aktionskreis bilden. Zu einer ersten Zusammenkunft sind alle Intressierten am Dienstag, dem 9. Dezember 2014, um 19:30 Uhr in den Pfarrsaal eingeladen. Zwei Referenten aus anderen Partnerschaftsgemeinden werden an dem Abend über ihre Erfahrung mit Ghana-Partnerschaften berichten.
Hörsteler Gemeinde gründet Partnerschaft mit Kulmasa
Aktionskreis Ghana freut sich auf weitere Interessierte
Montag, 15. Dezember 2014
von Ibbenbürener Volkszeitung (Redaktion)
Die Seelsorgeeinheit St. Antonius Hörstel begründet eine Partnerschaft mit der neuen Pfarrei Kulmasa/Ghana. Kulmasa liegt im Nordwesten von Ghana an der einzigen befestigten Straße zwischen den Städten Bole und Wa. Kulmasa hat eine Fläche von rund 2500 Quadratkilometern.
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Foto: Privat Pater Bernhard Hagen von den Weißen Vätern (2.v.r.) freut sich, dass sich ein Arbeitskreis Ghana bildet. Die Partnerschaftsidee soll jetzt mit Leben gefüllt werden. Wer dabei mitwirken möchte, ist zum nächsten Treffen am 16. Januar eingeladen.
HÖRSTEL. Die Seelsorgeeinheit St. Antonius Hörstel begründet eine Partnerschaft mit der neuen Pfarrei Kulmasa/Ghana. Kulmasa liegt im Nordwesten von Ghana an der einzigen befestigten Straße zwischen den Städten Bole und Wa. Kulmasa hat eine Fläche von rund 2.500 Quadratkilometern. Dort leben etwa 23.500 Menschen. Zum Vergleich: Die Stadt Hörstel hat rund 107 qkm und 20.000 Bewohner, der Kreis Steinfurt ist 1.792 qkm groß.
Die neue Pfarrei Kulmasa wird am Sonntag nach Weihnachten, am Festtag der heiligen Familie, formal gegründet. Sie wird den Namen „Pfarrei der heiligen Familie“ tragen.
Zu einem ersten Treffen kamen in dieser Woche Interessierte zusammen und gründeten einen „Aktionskreis Ghana“. Pater Bernhard Hagen von den Weißen Vätern hat 25 Jahre in der Region als Missionar gearbeitet. Er beschrieb bei diesem ersten Treffen die Entwicklung und Veränderung missionarischer Tätigkeit der Kirchen in den vergangenen 2000 Jahren. Er machte deutlich, dass die Missionsarbeit im klassischen Sinne auslaufe. Die Kirchen vor Ort verselbstständigten sich immer mehr und übernähmen zunehmend Verantwortung mit einheimischen Priestern und Ordensleuten. Das begrüßte Pater Hagen.
Es begründeten sich immer mehr Partnerschaften. Diese seien nicht mehr nur Einbahnstraßen, sondern es gebe ein gegenseitiges Geben und Nehmen, Sich-Kennenlernen. Er freue sich, dass es jetzt in Hörstel eine (noch kleine) Gruppe von Interessierten gebe, die diese Partnerschaftsidee mit Leben füllen wollen.
Am Sonntag nach Weihnachten soll in Hörstel im Gottesdienst in besonderer Weise für das Gelingen der Partnerschaft gebetet werden. Der Aktionskreis Ghana will sich am Freitag, 16. Januar, um 19.30 Uhr im Pfarrsaal treffen. Dann soll konkreter überlegt werden, wie praktisches Handeln und Unterstützen gestaltet werden können. Weitere Interessierte an dem Partnerschaftsprojekt sollten sich den Termin merken; sie sind willkommen zu diesem Treffen.
Weitere Informationen bei Pater Bernhard Hagen, 05459/9140, oder bei Familie Hinterding, 05459/4188.
Partnerschaft mit neuer Pfarrei in Ghana?!
Pfarrbrief Weihnachten 2014
Pater Bernhard Hagen von den Weißen Vätem hat viele Jahre als Missionar in Ghana/ Afrika gearbeitet. Schon lange hatte er den Wunsch, dass die Seelsorgeeinheit St. Antonius Hörstel eine Partnerschaft mit einer Pfarrei in Ghana eingeht. Jetzt werden diese Pläne konkret. ln der Region nördlich von Tuna soll in Kulmasa eine neue Pfarrei gegründet werden.
Kulmasa liegt im Nordwesten von Ghana, an der einzigen befestigten Straße zwischen den Städten Bole und Wa. Kulmasa hat eine Fläche von 2.500 km². Dort leben ca. 23.500 Menschen. (Zum Vergleich: Die Stadt Hörstel hat rd. 107 km² und eine Bevölkerung von rd. 20.O0O Bewohnern, der Kreis Steinfurt ist 1.792 km² groß.)
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Kulmasa und 3 weitere Dörfer liegen an der einzigen asphaltierten Hauptstraße, die restlichen Dörfer sind durch Straßen, die nur in einem schlechten Zustand sind, verbunden. Es gibt 25 Aussenstationen, die von einem Priester und zwei Katecheten mehr oder minder regelmäßig aufgesucht werden. Das ist wegen der Straßenverhältnisse, insbesondere in der Regenzeit, mit vielen Schwierigkeiten verbunden.
Die Menschen in der Region sprechen 4 verschiedene Dialekte, die Amtssprache ist Englisch. Die meisten Personen sind Anhänger traditioneller aftikanischer Religionen. Außerdem gibt es Muslime und Angehörige anderer christlicher Glaubensgemeinschaften. Die meisten Menschen arbeiten als Bauern und haben folglich einen sehr niedrigen Lebensstandard.
Analphabetismus ist ein großes Problem bei den Menschen in Kulmasa. Die meisten Erwachsenen sind Analphabeten. Gern möchten sie ihre Kinder in die Schule schicken, damit ihnen nicht die gleiche Zukunft wie den Eltern bevorsteht. ln Kulmasa gibt es aktuell eine Grundschule. Die Bezirksregierung hat der Kirche die Erlaubnis zur Gründung einer Junior High School gegeben, dafür muss dringend ein Schulgebäude errichtet werden. Wegen der großen Entfernungen will die Kirche zusätzliche Schulen in entlegenen Dörfern errichten, damit möglichst viele Kinder an Bildung teilhaben können.
ln Kulmasa gibt es ein kleines staatlich betriebenes Gesundheitszentrum. Bei etwas schwereren Erkrankungen müssen die Patienten nach Wa (40km) oder nach Bole (83km) gebracht werden.
ln Kulmasa konnte in diesem Sommer der Bau einer Kirche vollendet werden. Es fehlt aber wegen mangelnder Gelder noch an Tabernakel, Kirchenbänken, Ventilatoren und Lautsprechern. ln den meisten Dörfern gibt es keinen anständigen Ort für Gottesdienste. Viele Dörfer sammeln Gelder, um eine würdige Kapelle zu bauen.
Ein wichtiges Verbindungsglied zwischen den Gemeindemitgliedern und den Priestern sind die Katecheten. Diese leben in den Gemeinden und geben ein Vorbild katholisch christlicher Lebensweise. Sie führen Andachten durch, wenn die Priester nicht da sind und lehren die Katechese.
Es gibt den dringenden Wunsch, in Kulmasa ein Pfarrhaus zu bauen, damit ein Priester vor Ort sein kann.
Der Bischof von Damongo, Peter Paul Angkyier war vor ein paar Wochen mit Pater Bernhard Hagen in Hörstel. Er hat sich u.a. mit Vertretern des Missionsausschusses bei der Familie Ludger Hinterding getroffen.
Bischof Peter Paul spricht recht gut deutsch, so dass eine Verständigung problemlos möglich ist. Er hat bei diesem Treffen seinen Wunsch nach einer Partnerschaft für die neu zu gründende Pfarrei bekräftigt. Er teilte mit, dass am Sonntag nach Weihnachten, dem Fest der Heiligen Familie, die neue Pfarrei offiziell gegründet werden soll mit dem Namen “ Pfarrei der heiligen Familie“. Er fände es sehr schön, wenn die Seelsorgeeinheit St. Antonius Hörstel sich entschließen könnte, eine Partnerschaft mit dieser neuen Pfarrei zu begründen.
Wichtig im Sinne einer Partnerschaft ist ihm dabei auch ein gegenseitiges Kennenlernen mit Besuchen jeweils vor Ort.
ln der Vergangenheit sind rnehrere Mitglieder unserer Gerneinde bereits zu Einsätzen in Ghana gewesen. Linda-Marleen Hinterding war 2005/2006 über 7 Monate in Tuna/Ghana, der Gemeinde, die Pater Bernhard Hagen gegründet und aufgebaut hat. Jana Lüttmann und Mareike Jung waren ebenfalls zu längeren Arbeitseinsätzen in Ghana. Ein von Linda-Marleen Hinterding begründetes Hilfsprojekt läuft noch heute, bei mehreren Besuchen hat sie sich überzeugen können, dass die Spendengelder verabredungsgemäß eingesetzt werden.
Trauen wir uns als Kirchengemeinde eine Partnerschaft zu?
Ein kleiner Kreis von lnteressierten hat sich bereits gefunden. Es wäre schön, wenn dieser Kreis sich noch deutlich erweitern würde. Gesucht werden die verschiedensten Talente von Jugendlichen, Männem und Frauen, Handwerkern, Organisatoren und Unterstützern.
Für weitere lnformationen stehen Pater Bernhard Hagen, Tel. 93140 oder die Familie Hinterding, Tel. 4188 gern zur Verfügung.
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Bischof Peter Paul bei seinem Besuch in Hörstel im Oktober 2014
Ludger Hinterding