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Presseinfos 2021


IVZ-Bericht vom 09. Oktober 2021


Hilfe aus Hörstel für Farm in Ghana


Hermann Determeyer und Ludger Hinterding reisen nach Kulmasa


Von Marianne Sasse

HÖRSTEL. Die Reisevorbereitungen laufen: Am 20. Oktober machen sich Hermann Determeyer und Ludger Hinterding auf den Weg nach Ghana. Sie wollen helfen, unter anderem bei einem Farmprojekt.

Vor über 40 Jahren war Hermann Determeyer als Entwicklungshelfer im Norden Ghanas tätig, in der Region, in der auch der verstorbene Weiße Vater, Pater Bernhard Hagen, lebte und arbeitete. Bis heute hat Determeyer eine Verbindung zu diesem afrikanischen Land. Immer wieder besuchte er es und suchte nach Lösungen, um das Leben der Menschen zu bessern. Als sich der Aktionskreis Kulmasa - Pater Hagen Hörstel, gründete, wurde er aktives Mitglied und reiste auch schon mit anderen aus dem Aktionskreis in den Norden Ghanas nach Kulmasa.

Viel verändert

Wie er beobachtet, hat sich das Land in den 40 Jahren verändert. „Die politische Lage hat sich stabilisiert. Stammeskämpfe gibt es nicht mehr. Die Städte sind heute größer und moderner, auch die Infrastruktur dort hat sich verbessert, insbesondere was Bildung und das Gesundheitswesen betrifft. Auf dem Land hat sich ebenfalls einiges zum Besseren gewendet, aber längst nicht so, wie in den Städten“, berichtet er.

Hermann Determeyer (r.) zeigt den Maisrebler und Ludger Hinterding
Hermann Determeyer (r.) zeigt den Maisrebler und Ludger Hinterding, der Vorsitzende des Hörsteler Aktionskreises Kulmasa, die Formen zum Seife herstellen. Beides nehmen sie mit, wenn sie jetzt nach Kulmasa reisen. Foto: Marianne Sasse

Nun haben sich in Kulmasa Schwestern der Medical-Mission-Sisters niedergelassen, um in einem Zehnjahresplan einiges zum Wohl der Bevölkerung voranzubringen. Begonnen haben sie vor einigen Wochen mit einem Seifenprojekt, in dem Frauen lernen, Seifen herzustellen und zu vermarkten, um so für ihren Lebensunterhalt selber sorgen zu können. Als Nächstes wollen sie eine Lern- und Lehrfarm auf bauen, die zu einem geplanten Krankenhaus gehören und die Versorgung der zukünftigen Patienten sichern soll. Der Bau des Krankenhauses steht am Ende des Zehnjahresplans. Fördermittel aus dem Topf „Engagement Global – NRW“, die Ludger Hinterding, der Vorsitzende des Hörsteler Aktionskreises Kulmasa, beantragte, wurden für die Farm genehmigt.

Neue Anbaumethoden

Die Missionsschwestern fragten Determeyer, ob er bereit sei, sie bei diesem Farm-Projekt beratend zu unterstützen. Er sagte zu. Mit ihm reist Ludger Hinterding, dessen geplante Reise nach Ghana im vergangenen Jahr coronabedingt ausgefallen ist. Viel landwirtschaftliches Wissen ist erforderlich, „immer mit der globalen Klimakrise, und auch mit der sinkenden Bodenfruchtbarkeit und weiteren Besonderheiten dieser Region im Blick“, sagt Determeyer. Wie Hinterding weiß, soll die Farm nach und nach auf zwölf Hektar Land anwachsen. Neue Anbaumethoden sollen ausprobiert und Gemüseanbau soll forciert werden, um die Ernährung der Menschen zu verbessern, nennt Determeyer Ziele dieses Farm-Projektes.

Hinterding wird fünf Wochen bleiben, Determeyer bis kurz vor Weihnachten. Mit im Gepäck haben sie Formen, um Seife zu gießen, für das Seifen-Projekt. Auch nehmen sie gespendete Kinderkleidung mit, ebenso einen Maisrebler, ein altbewährtes handliches Gerät zum Entkörnen von ausgereiften Maiskolben, was den Frauen die zeitaufwendige Handarbeit erspart.

Treffen mit Komitee

Sie werden sich die Projekte anschauen, die bislang vom Aktionskreis unterstützt wurden und immer noch werden, wie die Bezahlung von Hilfslehrern in entlegenen Gebieten. Mit dem Partnerschafts-Komitee wollen sie sich treffen, um über weitere Maßnahmen zu beraten, die vor Ort am dringendsten sind.

Und immer wieder wenden sich Dinge zum Guten, wie der Aktionskreis es gerade erlebte: Der Wunsch nach einer Getreidemühle war aus Kulmasa gekommen, weil viele Frauen weite Wege zur nächsten Mühle haben und dort lange warten müssen, bis ihr Getreide gemahlen wird. Vor einigen Wochen wurden dem Aktionskreis zwei Getreidemühlen gespendet – für eine dritte sind Geldspenden eingegangen. „Mit drei Getreidemühlen, die natürlich sinnvoll platziert werden, können sich viele Frauen sehr weite Wege ersparen“, wissen die Männer. So kommt die Hilfe in Kulmasa auch an.

■ Wer sich näher über die Arbeit des Aktionskreises Kulmasa informieren oder ihn unterstützen möchte, ist richtig auf der Homepage

© Ibbenbürener Volkszeitung

IVZ-Bericht vom 01. Oktober 2021


„Glücks-Scheine“ für eine bessere Zukunft


Kommunionkinder malen Bilder für Aktionskreis Kulmasa


Von Marianne Sasse

HÖRSTEL. Wir sind der Arbeitskreis Kulmasa – Pater Hagen Hörstel e.V. und möchten mit euren gemalten Bildern ,Glücks-Scheine‘ für eine bessere Zukunft für Kinder in Ghana erstellen.“ So steht es auf der Einladung, die die Kommunionkinder aus St. Antonius beim Kommunionfrühstück am Tag nach der Erstkommunion erhielten. Die Malaktion für diese Bilder startete am Dienstagnachmittag im Pfarrzentrum St. Antonius.

Kommunionkinder malen mit Freude für einen guten Zweck
Kommunionkinder malten mit Freude für einen guten Zweck. Ulla Jung (hinten l.) hatte die Idee, „Glücks-Scheine“ von Kommunionkindern bemalen zu lassen. Sie lief bei Julia Minnerup (hinten r.), die die Kommunionvorbereitung leitet, offene Türen ein. Angelika Wallmeyer (hinten Mitte) unterstützte die Malaktion mit Kuchen und Getränken. Foto: Marianne Sasse

Die zweite Vorsitzende des Hörsteler Aktionskreises Kulmasa, Ulla Jung, hatte die Aktion auf den Weg gebracht. Da wegen Corona einige Veranstaltungen, bei denen der Aktionskreis normalerweise mit einem Infound Verkaufsstand vertreten ist, weggefallen sind, ist Kreativität gefragt, damit der Kreis weiterhin in Kulmasa helfen kann.

Ulla Jung wandte sich an Julia Minnerup, die die Kommunionvorbereitung in St. Antonius leitet und lief offene Türen ein. „Ich finde die Idee super“, meinte Minnerup. „Es ist echt schön, dass sich die Kommunionkinder jetzt noch einmal treffen, Gemeinschaft erleben und dabei eine gute Sache unterstützen.“

Neben Jung und Minnerup machte auch Angelika Wallmeyer vom Aktionskreis Kulmasa mit. Sie versorgte die Kinder mit Kuchen und Getränken. Da das Wetter gut war, hatten die drei Frauen Tische und Stühle auf die Terrasse des Pfarrsaals getragen. Hier legten die Kinder los. Auch sie fanden die Aktion toll und malten mit Eifer. Und wer keine Zeit hatte zu kommen, konnte auch zuhause Bilder gestalten. Folgende acht Themen waren vorgegeben: Saatgut, Gemüsegarten, Hühnerfarm, Ziege, Bienenstock, Wasserfilter, Krankenversorgung und Lehrergehalt für einen Monat.

Die gemalten Bilder dienen als Grundlage für Spenden-Gutscheine, sogenannte Glücks-Scheine“, die der Aktionskreis in der Vorweihnachtszeit anbieten möchte. Bei diesen „Glücks-Scheinen“ handelt es sich um zweckgebundene Spenden im Wert von fünf Euro, zum Beispiel für Saatgut, über 35 Euro für eine Ziege bis hin zu 50 Euro für einen Bienenstock.

Ich freue mich riesig, dass wir Unterstützung bekommen und so viele tolle Bilder gemalt werden. Auch Kinder, die den Jugendtreff St. Antonius besuchen, malen mit Michael Kijewski Bilder für diese Aktion“, informierte Jung. „Der Erlös aus den Bilder-Gutscheinen verhilft Familien in Kulmasa, und damit auch deren Kinder, zu einer besseren Zukunft.“

Verkauft werden die „Glücks-Scheine“ in der Vorweihnachtszeit bei den Vorstandsmitgliedern und bei eventuell noch stattfindenden Veranstaltungen, bei denen der Aktionskreis dabei ist.

© Ibbenbürener Volkszeitung

IVZ-Bericht vom 12.07.2021


Jahreshauptversammlung des Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V.


Wunsch nach mobiler Getreidemühle


Montag, 12. Juli 2021

von Marianne Sasse

-ms- HÖRSTEL. Der bisherige Vorstand ist auch der neue. Auf der Jahreshauptversammlung des Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V., die eigentlich schon im Februar hätte sein sollen, wurden alle Vorstandsmitglieder einstimmig für eine neue Amtszeit wiedergewählt. Somit bleibt Ludger Hinterding erster Vorsitzender, Ulla Jung zweite Vorsitzende, Franz-Josef Egelkamp erster Kassierer und Maria Hinterding Schriftführerin.

Dass auch in der Pandemiezeit ein intensiver Kontakt nach Kulmasa bestand, und der Vorstand unermüdlich gearbeitet hat, wurde deutlich im Jahresbericht des Vorsitzenden. Obwohl geplante Verkaufsaktivitäten des Aktionskreises – beispielsweise beim Marktzauber in Gravenhorst oder bei den Hörsteler Frühlingsfarben – nicht stattfinden konnten und damit Einnahmen, die in den Finanzetat fest eingeplant waren, weg- gefallen sind, war es dem Kreis dennoch möglich, wichtige Projekte in Kulmasa finanziell zu unterstützen.

Der alte und neue Vorstand
Der alte und neue Vorstand des Aktionskreises Kulmasa - Pater Hagen, Hörstel e.V., v.l.n.r: erster Kassierer Franz Josef Egelkamp, zweite Vorsitzende Ulla Jung, erster Vorsitzender Ludger Hinterding und Schriftführer Maria Hinterding Foto: Marianne Sasse

Der Vorstand traf sich in der Pandemiezeit per Video- schalte und auch live, um Aktionen mit und für Kulmasa abzustimmen, beispielsweise die finanzielle Unterstützung für Hilfslehrer in den Buschdörfern, für drei Jugendliche in einer handwerklichen Ausbildung, für eine weitere erfolgreiche Bohrung nach Wasser, für ei- ne dringend erforderliche und erfolgreiche OP für einen kleinen Jungen mit einem deformierten Fuß, die die Eltern nicht hätten bezahlen können, für das Zahlen der Schulgebühren für ein Mädchen namens Mary, das so vor der Prostitution bewahrt werden konnte, und das mittlerweile erfolgreich die zweite Klasse einer Berufsschulausbildung absolviert.

Doch es gibt auch Projekte, die derzeit noch nicht um- setzt werden konnten. „Gerne würden wir dem Wunsch der Gemeinde nach Anschaffung einer Getreidemühle nachgekommen“, so Hinterding. „Jetzt ist es so, dass Frauen oft weite Wege zu einer Mühle gehen, lange in der Sonne stehen und warten müssen, bis sie endlich dran sind, ihren Wochenvorrat zu mahlen. Manchmal müssen sie auch unverrichteter Dinge wieder zurück. Eine mobile Mühle würde den Alltag vieler Frauen deutlich erleichtern.“ Wie er weiter sagte, koste so eine mobile Mühle etwa 1300 Euro. „Dafür suchen wir Sponsoren“, so seine dringende Bitte. Auch aus den Reihen der Anwesenden wurde deutlich, wie wichtig die Anschaffung dieser Mühle ist.

Weiter gab Hinterding bekannt, dass sich im Oktober 2020 drei Schwestern des Medical Mission Sisters-Ordens in Kulmasa niedergelassen haben, was er als einen Glücksfall bezeichnet. „Die Schwestern haben große Pläne und scheinen auch in der Lage zu sein, diese umzusetzen“, so Hinterding. Die Zusammenarbeit des Hörsteler Aktionskreises mit den Schwestern und einem in Entwicklungshilfe erfahrenen Mannes habe sich intensiviert, wurde im Bericht des Vorsitzenden deutlich.

Um Projekte der Schwestern zu unterstützen, braucht es Geld. „Um an Zuschusstöpfe zu kommen, mussten wir eine ‚Trägerprüfung‘ durchlaufen. Diese haben wir Anfang des Jahres erfolgreich bestanden“, informierte der Vorsitzende.

Für zwei große Projekte der Schwestern ist der Aktionskreis jetzt der deutsche Ansprechpartner: Zum einen für das Anliegen, eine ökologische Lehr- und Lernfarm in Kulmasa aufzubauen, bei der in einem Mehrstufenplan die Bauern nach und nach mit veränderten Anbaumethoden vertraut gemacht werden sollen, um so die Ernährung der Bevölkerung ganzjährig zu verbessern. „Die Schwestern suchen dazu deutsche Beratung. Über den SES (Senior Expert Service) in Bonn steht unser Aktionskreismitglied Hermann Determeyer zu einem mehrwöchigen Einsatz vor Ort in den Startlöchern“, so Hinterding. Wie er weiter sagte, sind die Anträge zur Bezuschussung aus deutschen Stiftungsgeldern gestellt, der Projektstart ist für Anfang nächsten Jahres geplant.

Bei dem zweiten großen Projekt geht es um Frauenförderung durch lokale Seifenherstellung in Kulmasa. Hier sollen zwei Gruppen mit jeweils 100 Frauen lernen, qualitativ hochwertige Seife herzustellen. Diese soll neben dem Eigenbedarf auch vermarktet werden, um so die Einkommenssituation der Familien zu verbessern und das Selbstbewusstsein der Frauen zu stärken. Auch hier sind Fördergelder beantragt. „Bis jetzt ist schon viel Arbeit in die Entwicklung der Projekte und der Anträge geflossen. Hoffen wir, dass die Projekte gut ans Laufen kommen und erfolgreich sind“, so der Vorsitzende. Er informierte auch, dass die Schwestern der MMS die aus Hörstel geschickten Nähmaschinen verwalten und Frauen im Ort im Nähen anleiten. Zum Abschluss seiner Ausführungen dankte er allen Aktiven und allen den Spendern, die die dringend benötigte Hilfe in Kulmasa erst möglich machen.

Einen ausführlichen Kassenbericht gab Franz-Josef Egelkamp. „Dank eines zufriedenstellenden Kontostandes konnte die notwendige finanzielle Hilfe nach Kulmasa weiterhin fließen“, sagte er, machte aber auch darauf aufmerksam, dass die Spendeneingänge in 2020 nicht so hoch waren wir in den Jahren zuvor.

Kathrin Lüttmann, die mit Wiebke Heller die Kasse geprüft hatte, beantrage die Entlastung des Kassierers und des Vorstandes, die einstimmig erfolgte. Norbert Hembrock stellte kurz die von ihm erstellte und aktualisierte Homepage vor.

Auch wurde besprochen, wie die Arbeit in Hörstel weitergeht. Die Mitglieder hoffen, dass in diesem Jahr noch traditionelle Märkte durchgeführt werden, auf denen sie mit einem Verkaufs- und Informationsstand vertreten sein können. Dort sollen vor allem die bewährten Produkte des Aktionskreises angeboten werden. Ein nächstes Treffen für alle Mitglieder und Interessierte ist Mittwoch, 25. August, dem fünften Todestag von Pater Bernhard Hagen, um 20 Uhr im Pfarrsaal geplant. Vorher sind alle zur Abendmesse in der St.-Antonius-Kirche eingeladen, in der Pater Hagen gedacht werden soll.

  • Der Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V. freut sich über Spenden. Spendenbescheinigungen werden auf Wunsch erstellt. Mehr Informationen dazu auf der Homepage des Vereins:
  • https://www.kulmasa-hoerstel.de
    © Ibbenbürener Volkszeitung

    Aktionskreis Kulmasa unterstützt Frauenförderprogramm


    Eigenes Einkommen durch Seifenherstellung erzielen

    Dienstag, 30. März.2021
    von Marianne Sasse

    -ms- HÖRSTEL. Auch wenn sich die Mitglieder des Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel aktuell nicht treffen können und bestimmte Aktionen aufgrund der Coronapandemie nicht machbar sind, ist der Vorstand des Vereins aktiv, um die Hilfe für Kulmasa fortzuführen und auch, um die vielen Interessierten und Sponsoren in Hörstel und Umgebung über die Fortschritte der Arbeit des Aktionskreises zu informieren.

    Derzeit gibt es ein Projekt zur Frauenförderung, bei der je 100 Frauen in einer drei Mal dreimonatigen Schulung in die Seifenherstellung eingeführt werden, mit dem Ziel, ihnen ein eigenes Einkommen zu ermöglichen. „Gerade für dieses neue Projekt bitten wir um finanzielle Unterstützung“, sagt der Vorsitzende Ludger Hinterding. Das Spendenkonto ist auf der Homepage angegeben, ebenso die Möglichkeiten, mit dem Vorstand Kontakt aufzunehmen und Mitglied zu werden.

    Zudem weist Hinterding darauf hin, dass ab Ostern wieder die Sparkassen-Aktion „Einfach. Gut. Machen.“ startet, dieses Mal mit dem Ziel, die 18 Lehrergehälter der sogenannten „Baumschulen“ in den entlegenen Dörfern, die der Aktionskreis finanziert, zu sichern. Dabei sitzen die jungen Schülerinnen und Schüler im Schatten eines Baumes und erhalten dort Unterricht. Schulgebäude gibt es in diesen Dörfern nicht. Pater Hagen war Bildung immer wichtig, um die Menschen aus der Armut herauszuführen. Um alle Interessierten aktuell zu informieren, haben Norbert Hembrock und Ludger Hinterding ehrenamtlich viel Zeit und Energie in die Erstellung der Homepage investiert, die auf www.kulmasa-hoerstel.de eingesehen werden kann. Die Homepage ist übersichtlich gestaltet. Die Chronik, beginnend mit der Gründung der Partnerschaft zwischen der neuen Pfarrei in Kulmasa und der Seelsorgeeinheit St. Antonius Hörstel im Jahr 2014, ist dort einzusehen, ebenso Informationen über das Land Ghana und die Region Kulmasa, über das Leben und Wirken des verstorbenen Weißen Vater Pater Bernhard Hagen, auf dessen Initiative dieser Aktionskreis zurückgeht, über den Aktionskreis selbst und seine Ziele, und was er, dank vieler Spenden und Aktionen, bisher erreichen konnte, sowie über aktuelle Maßnahmen. www.kulmasa-hoerstel.de

    Macht euch auf und bringt Frucht
    Der Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V. führt die Arbeit des verstorbenen Weißen Vaters Pater Bernhard Hagen (Foto) in Kulmasa, im Norden Ghanas, fort.
    Foto: Archiv/Marianne Sasse
    © Ibbenbürener Volkszeitung

    IVZ-Bericht vom 12. Januar 2021


    Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V. blickt auf Jahr mit viel Aktivität zurück


    Corona-Hygiene ist schwierig


    Von Marianne Sasse

    HÖRSTEL. „Auch wenn dieses Corona-Jahr viele Pläne über den Haufen geworfen hat, ist letztlich doch viel Aktivität gewesen“, schreibt Ludger Hinterding, Vorsitzender des Aktionskreises Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V., in seinem Jahresrückblick. Sein Dank gilt allen Aktiven und allen Spendern, die die dringend benötige Hilfe in Kulmasa erst möglich machen.
    Wie es dort weiter heißt, hatte der erste bundesweite Lockdown im März auch Auswirkungen auf den Verein. Die geplanten Verkaufsaktivitäten beim Marktzauber in Gravenhorst und bei den Hörsteler Frühlingsfarben sind ausgefallen – Veranstaltungen, die im Etat des Vereins fest eingeplant waren. Auch die Verkaufsaktionen auf dem Martinimarkt in Bevergern und dem Weihnachtsmarkt am Torfmoorsee fielen coronabedingt in diesem Jahr aus.
    Der Besuch von drei Mitgliedern des Vereins aus Hörstel in der Partnergemeinde Kulmasa im Mai musste wegen des weltweiten Lockdowns abgesagt werden. „Das Geld für die Tickets hat die Fluggesellschaft bis heute nicht zurückerstattet“, so Hinterding.
    Der dortige Pfarrer, Father Tanti, berichtete, dass es schwierig sei, die Bevölkerung über das Coronavirus zu informieren und von den notwendigen Schutzmaßnahmen zu überzeugen. Zudem sei die Einhaltung der Hygienevorschriften, besonders das häufige Händewaschen, schwierig, da sauberes Wasser ja nicht ausreichend zur Verfügung steht.
    Der Aktionskreis aus Hörstel unterstützte die Gemeinde in Kulmasa mit Geld zur Anschaffung von Fieberthermometern, Desinfektionsmitteln, Mundschutz, Handwaschstationen und ähnlichen Dingen. Insgesamt ist die Gemeinde Kulmasa bislang glimpflich davongekommen. Father Tanti führt das unter anderem auf die geringe Bevölkerungsdichte zurück und auf die Feldarbeit im Freien.
    Weiter berichtet Hinterding, dass sich der Aktionskreis im Frühjahr an der Sparkassen-Aktion „Einfach. Gut. Machen.“ beteiligte. Wie schon im Jahr zuvor wurde um Spenden zur Anschaffung von Schulmöbeln gebeten. Die Sparkasse erhöhte den Betrag um 500 Euro. Aus Vereinsmitteln wurde er dann auf 2000 Euro aufgestockt. Jetzt brauchen weitere rund 100 Kinder beim Unterricht nicht auf dem nackten Boden sitzen.
    Im Herbst sind Boxen mit Hilfsmitteln nach Kulmasa geschickt worden. 30 Notebooks für die Schule, Nähmaschinen, die den Frauen in Kulmasa die Möglichkeit eines Zuverdienstes geben, 20 Wasserfilter, damit die Kinder in den Buschschulen sauberes Wasser trinken können, viele Trikots und Fußbälle vom SC Hörstel, von Firmen gespendetes Verbandsmaterial, Ausstattungsgegenstände für die Krankenstation und Artikel für Corona-Schutzmaßnahmen kamen hinzu, ebenso Sachen für die Kirche, wie Messgewänder und eine Monstranz. Statt der einen Box wurden es drei mit je einem Kubikmeter Inhalt. Diese wurden von Rotterdam mit dem Schiff nach Accra und von dort weiter auf dem Landweg nach Kulmasa gebracht. Für die Hafengebühren und die Kosten des Transportes hat der Aktionskreis einen größeren Betrag überwiesen.
    Pater Michael Hürter vom Referat Weltkirche des Bistums Münster vermittelte dem Aktionskreis einen Kontakt mit Martin Wilde und Schwester Ursula Maier von den Medical Mission Sisters in Ghana. Ihr Orden plant eine Niederlassung in Kulmasa mit dem Schwerpunkt des Ausbaus der medizinischen Versorgung.
    Wie es im Jahresbericht weiter heißt, ist Wilde erfahren in der Entwicklungshilfe und hat angeboten, den Aktionskreis bei weiteren Projekten beratend zu unterstützen.
    Im Laufe des Jahres unterstützte der Aktionskreis auch einen siebenjährigen Jungen, der infolge einer Deformation seines Fußes nicht mehr laufen konnte. Durch Vermittlung von Schwester Ursula ist der Junge erfolgreich operiert und jetzt in der Rehabilitation.
    Zum Erntedankfest hatte der Aktionskreis die Möglichkeit, einen kleinen Verkaufsstand beim Open-Air Gottesdienst auf dem Hof Grolle aufzubauen, zu dem die Kirchengemeinde St. Reinhildis eingeladen hatte. „In dem halbstündigen Stoßgeschäft nach dem Gottesdienst konnten wir noch einen guten Umsatz erzielen“, so Hinterding.
    Beim Weihnachtsbaum verkauf auf dem Hof Verkamp in Ostenwalde war der Aktionskreis mit einem Stand unter Corona-Bedingungen vertreten, der wegen des erneuten Lockdowns aber vorzeitig wieder abgebaut werden musste.
    Bei einem im Sommer vom Land NRW aufgelegten Sonderprogramm an Corona-Hilfen stellte der Aktionskreis in Absprache mit dem Partnerschaftskomitee Kulmasa einen Antrag auf Unterstützung bei der Bohrung nach Wasser. Nach Angaben der Staatskanzlei seien sie völlig überrollt worden mit Hilfsanträgen. Leider wurde das Projekt in Kulmasa nicht berücksichtigt.
    Zum Jahresende schickte Father Tanti per Whatsapp gute Segenswünsche zu Weihnachten und zum neuen Jahr. „Wir beten für euch alle“, schrieb er unter anderem. Und er schickte Fotos von einer fröhlichen Weihnachtskinderparty, die das Partnerschaftskomitee in Kulmasa sowohl für christliche als auch für muslimische Kinder ausgerichtet hatte, sowie ein Video von einem fünfköpfigen Chor mit beeindruckenden Stimmen, der musikalisch gute Weihnachts- und Neujahrswünsche nach Hörstel schickte.